Das schwarze Auge - Eine Reise mit Hindernissen

    • Das Schwarze Auge

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    • Das schwarze Auge - Eine Reise mit Hindernissen

      Es war in den nahen Abendstunden, als die etwas zusammengewürfelt aussehende Gruppe Anderwald erreichte. Sie waren hier im Auftrag Wirulfs, dem größten Holz-Handelsmann nördlich von Khom. Da waren Ulrich der mittelländische Ritter auf ewiger Suche nach Ruhm und Ehre, Kerima die tulamidische Magierin mit einem unstillbaren Durst nach magischem Wissen, Svenna die geldgierige thorwalsche Piratin und Scaramouche der mittelländische Entdecker, versessen auf neue Eindrücke und zu entdeckende Landschaften.
      Es wurde entschlossen, nach Speis, Trank und Spiel erst einmal im örtlichen Zunfthaus zur Ruhe zu kommen, um Energie von der langen, mit Umwegen gespickten Reise zu sammeln. Doch zu viel Ruhe war den Helden leider nicht vergönnt, da mitten in der Nacht das hiesige Holzlage in Brand geriet. Schnell versuchten Svenna, Ulrich und die Magierin den Bewohnern zu helfen, das Feuer zu löschen. Trotz einiger Vorurteile gegenüber Frauen die dazu auch noch der Magie kundig sind, konnte Kerima schnell eine Eimer-Schlange organisieren, als plötzlich eine alte Frau mitten aus dem brennenden Holzlager trat und kleine Feuergeister beschwörte die sofort über die Helden herfielen.
      Tapfer kämpften der Ritter und die Magierin und ausgerechnet die thorwalische Piratin war die einzige die auf die Idee kam, eines der Feuerwesen mit dem Wasser aus ihrem Eimer zu löschen. Dummerweise verbrannte sie bei dem Versuch, ein weiteres der Wesen zu ersticken, ihre Wolldecke. Aber auch der Ritter und die Magierin zeigten keine Gnade mit den Feuerwesen und machten kurzen Prozess mit ihnen und dem Ascheweib. Währenddessen bewachte der Entdecker die mysteriöse Schatulle Wirulfs mit der dieser vorhatte sein Holz zu bezahlen.
      Nachdem das Feuer gelöscht war bildete sich alsbald ein wütender Mob, um sich an der vermeintlichen Hexe außerhalb der Stadt zu rächen, denn sie war eine Freundin des seltsamen Magiers der entfernt von der Stadt in seinem Turm wohnte. Der weise Entdecker versuchte, den Mob zu beschwichtigen, allerdings ließen sich die Dorfbewohner von nichts abbringen - die wutentbrannte Piratin war dabei auch keine Hilfe.
      Bei dem Hexenhaus angekommen, verließ den Mob jedoch der Mut und sie schickten die Helden vor, sich der Hexe anzunehmen. Zum Wohlgefallen des Entdeckers, wollte er sich doch erst von der Schuld der Hexe überzeugen.
      Näher am Haus jedoch hörte man Kampfgeräusche und das schreien einer alten Frau. Während sich die Gruppe anstellte Gedanken zu machen, ob man hineingehen sollte, trat die Piratin kurzerhand die Tür auf und fand die arme alte Frau im Kampf mit ihrem Stuhl. Die Piratin reagierte instinktiv und nahm den Stuhl in den Schwitzkasten, und musste sich sehr wundern als plötzlich ein kleiner, schwarzer Wirbelwind aus dem Stuhl fuhr und in eine Kommode sprang, die dann den Ritter angriff. Nach dem Zerlegen einiger Einrichtungsgegenstände verschwand der Mindergeist jedoch endlich in den Wald. Travegunde, die Kräuterfrau zeigte sich sehr erkenntlich und wurde auch schnell von der Magierin als nicht magisch begabt erkannt. Travegunde erzählte dann, dass ihr Freund (natürlich rein platonisch), der Magier Rakoldun an Mindergeistern forsche, und diese vermutlich auch für den Brand verantworltlich seien. Weiter wurde gesagt, dass er sich im Besitz einer Maschinerie befände, um die Mindergeister zu sammeln und zu halten. Schnell wurde entschlossen, der Sache auf den Grund zu gehen. Zum weiteren Dank händigte Travegunde den Helden noch Kräuter und drei rot, braun und blau gefärbte Tränke zum Schutz gegen die Elemente.
      Die Helden machten sich im Anschluss direkt auf den Weg zum Turm des Magiers Rakoldun, und dieser Weg führte mitten durch einen tiefen Wald. Nach einigen Stunden Marsch, entschlossen sie sich ihr Nachtlager aufzuschlagen und teilten Wachen ein, doch die Nacht verlief ereignislos. Am folgenden Tag jedoch machten die Helden eine interessante Bekanntschaft: Borkenholm den Waldschrat. Glücklicherweise war er ihnen wohlgesonnen und wies ihnen den Weg zum Turm des Magiers, da auch er von den Mindergeistern geplagt wurde. Tatsächlich war er, als die Helden ihn fanden, gerade im Kampf mit einem der Feuergeister. Nach weiteren anstrengenden Stunden des Marsches legten sich die Helden wieder zur Ruhe - doch diese Nacht sollte nicht so ruhig werden wie die vorige.
      Kurz vor Tagesanbruch erfolgte ein Angriff der Mindergeister. Ein böses Waldschrat-ähnliches Wesen griff die Gruppe an, Ranken hielten den Stab der Magierin am Boden und ein Geist fuhr in das Skraja der Piratin. Ein wilder Kampf entfachte bei dem einige Ranken zu Schaden kamen und oftmals Waffen durch die Gegend flogen. Die Magierin wurde von den vielen Angreifern schwer getroffen und verlor beinahe das Bewusstsein, während die anderen ihr Bestes gaben ihr zu helfen. Das Skraja der Piratin erwies sich als gefährlicher Gegner wurde jedoch fast von der Piratin eingefangen und schlussendlich vom Ritter besiegt.
      Schon einmal wach marschierten die Helden direkt weiter. Auf dem Weg fand der Entdecker eine Alraune und steckte sie in seinen Rucksack zu den Nahrungsmitteln, was sich als fataler Fehler erwies, nachdem ein Mindergeist in die Alraune schlüpfte und sich über seinen Proviant hermachte. Und als wäre das nicht genug, tauchte wenige Momente später Borkenholm auf, mit der Bitte, einer Freundin von ihm zu helfen die von den Mindergeistern heimgesucht wurde.
      Selbstverständlich erklärten sich die Helden bereit ihm zu helfen und fanden sich wenig später an einer Nymphenquelle wieder, in der der Mindergeist seinen Schabernack mit der Nymphe trieb. Seine schnellen Angriffe aus dem Wasser heraus wären unvorhersehbar gewesen, hätte die kluge Magierin nicht ihren Odem eingesetzt um die Magie des Geistes für sie sichtbar zu machen. Solcherweise gewappnet hatte die Gruppe ein leichtes Spiel mit diesem Wassergeist und erntete den Dank Borkenbaums - im wahrsten Sinne des Wortes. Als sie weiter zogen stimmte Aquarella, die Quellnymphe, noch ein dankendes Abschiedslied von bezaubernder Schönheit an.
      Die folgende Nacht verlief ohne weitere Ereignisse.

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    • Ja das kann ich nachvollziehen, das war mehr eine Ausflucht, weil ihr da noch keine Namen hattet und dann hab ichs halt im gleichen stil gelassen statt immer magierin, entdecker, ulrich und svenna zu schreiben ^^
      Nebenbei, wollen wir evntl. hier auch Hintergrundgeschichten für die Charaktere hineinschreiben? Oder wollt ihr euch so eine ausdenken und sie dann im Spiel erfahren von den anderen? Oder einfach keine Hintergrundgeschichte?
    • Ich wäre grundsätzlich schon für Hintergrundgeschichten. Ist nur die Frage, ob sich das bei unseren momentanen Charakteren noch lohnt, da wir die aller Vorraussicht nach ohnehin nur noch ein Abenteuer lang spielen werden. Für die weiteren Abenteuer würde ich die Präsentation der Hintergrundgeschichte davon abhängig machen, wie lange sich unsere Gruppe ingame schon kennt.
    • Also sorry Leute die Geschichte verzögert sich doch noch ein bisschen ich war schon mit 3/4 fertig als sich das schreibfenster im forum geschlossen hat weil ich auf die backspace taste gedrückt hab oder so und jetzt hab grad keine Lust nochmal alles zu schreiben. Bis wir das nächste mal spielen ists aber da, versprochen ;)
    • Ich bin für die Hindergrundgeschichte – jedenfalls soweit wir sie uns einander anvertrauen würden…
      Daher schreibe daher einfach mal, was die Magierin der Gruppe des Abends bei gemütlichen Eintopf-Plaudereien aus ihrem Leben erzählen würde. (Wenn ich irgendeinen Schmarrn erzähle, der den aventurischen Experten die Fußnägel hochrollt, erzählt es mir…)


      So gestattet denn, dass ich mich Euch vorstelle:

      Mein Name ist Kerima saba Mahin. Ich stamme aus einem kleinen Dorf nahe Khunchom, der Hauptstadt des Fürstentums Khunchom. Ein Ort der in ganz Aventurien gerühmt wird für sein phantastisches Gauklerfest und den Handel mit wohlfeilen Waren.
      So ist auch meine Familie dieser Tradition verhaftet; solltet Ihr je nach Khunchom kommen, geht zum dritten Hause links am grossen Marktplatz, dort werden Euch meine Eltern oder Brüder mit allem ausstatten, was Ihr für Eure Reise benötigt –Tuche, Lederwaren und Gewürze doch auch alles, was Ihr sonst wünscht, werden sie zu besorgen wissen.
      Schon früh fand ich heraus, dass mir manchmal Dinge möglich sind, die anderen nicht gelingen. So grossartig das klingen mag, es ist nicht immer angenehm. Und nachdem ein Wutanfall mit vielen umgestürzten Marktständen endete, gingen meine Eltern auf die Suche nach einem Lehrmeister der Magie.
      Mit 9 Jahren zog ich zu Boras bin Nuraf, die Künste der Magie zu erlernen. Jedenfalls dachte ich das. Die ersten zwei Jahre lernte ich allerdings eher die Kunst, die Gefäße seiner alchimistischen Experimente zu reinigen…
      Boras schickte er mich alle paar Wochen zum Einkaufen zu meinen Eltern; er behauptet, das läge an seinem Faible für gut gewürztes Essen und die aussergewöhnlich hohe Qualität der Waren meiner Eltern. Aber um ehrlich zu sein - sein Wunsch nach frischen Gewürzen trat seltsam häufig auf, wenn ich Sehnsucht nach meinen Eltern hatte…
      Jedenfalls konnte ich – im Gegensatz zu den meisten unserer Zunft – ungewöhnlich häufig meine Geschwister und Eltern wiedersehen und bin Boras sehr dankbar dafür.
      Er war es auch, der mich lehrte, dass neben allem Wissen und Können auch Schönheit und Ästhetik uns bereichert. Die Gelehrten der Akademie waren mit diesen Gedanken wohl nicht immer einverstanden… Auch befremdlich für viele war Boras‘ Meinung, jedes Leben sei wertvoll – sogar der Tiere und Sklaven.

      Vor einem knappen Jahr meldete er mich zur Prüfung in der magischen Akademie an. Das war gleichzeitig auch die Aufnahme in die Graue Gilde der Geister. Jedenfalls solange ich die Gebühren von 20 Dukaten pro Jahr zahlen kann… das war einer der Gründe, den Auftrag dieser Reise anzunehmen.
      Nach bestandener Prüfung hatte ich erwartet, dass Boras mich beglückwünschen würde. Doch er sah mich nur seltsam an und sagte: dies sei nur der erste Teil meiner Lehre gewesen. Ich wisse nun zwar viel über Magie und Theorie, doch über Leben und Tod wisse ich rein gar nichts.
      So gab er mir einen Auftrag (über den ich hier nichts weiter erzählen möchte) und schickte mich los, wie er sagte, das Leben kennen zu lernen.
      Ich wusste nicht, wohin ich mich wenden sollte, so führt mein erster Weg mich in Hesindes Tempel.
      Sie scheint mein Gebet erhört zu haben, führte die Reise mit einem Entdecker wie Euch, Scaramouche, erscheint mir perfekt, die Welt zu erkunden.
      Die Handlungen von Ritter Ulrich sind aufrecht und ehrenvoll, so dass ich mich in guter Begleitung fühle. Ihr, Svenna, bitte vergebt mir, irritiert mich ein wenig. Das mag an der Abgeschiedenheit der magischen Studierstube liegen, da ich noch nie mit jemandem wie Euch näher in Kontakt kam. Ich bin sicher, Euer Herz sitz auf dem rechten Fleck, so wie Ihr die Kräuterfrau und das Dorf verteidigt habt und wenn ich Euch bei Gelegenheit vielleicht zeigen dürfte, was für ein erhebende Genuss es ist, die Nahrung mit Messer und Gabel zu sich zu nehmen…

      Ich erhebe das Glas mit diesem edlen Wein auf eine erfolgreiche gemeinsame Reise...
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      Als sich die
      Gruppe erwachte, fand sie umgeben von tiefstem Nebel. Auch die Temperaturen
      waren deutlich zurückgegangen. Scaramouche freute sich ob des Mangels an
      grellem Licht und Svenna erinnerte sich an ihre Heimat, während Kerima und
      Ulrich in ihren klammen Klamotten froren. So irrten die Helden einige Zeit
      durch den nebeligen Wald bis der scharfsinnige Scaramouche entfernte
      Kampfgeräusche vernahm. Schnell waren die Waffen gezogen und die Helden eilten
      in Richtung des Kampfes. Nach wenigen hundert Schritt entdeckten sie Borkenholm
      im Kampf mit unwirsch aussehenden Goblingen. Es waren sechs an der Zahl,
      zumindest sechs die noch standen. Borkenholm, der allerdings schon etwas
      angeschlagen aussah, hatte schon zwei der fiesen Wesen außer Gefecht gesetzt. Ohne
      langes Zögern „chargte“ (ein thorwalscher Begriff für das Anstürmen) Ulrich in
      das Kampfgeschehen und wütete unter der Goblins. Und auch die anderen Helden
      schlossen sich dem Kampf an. Die Goblins leisteten so erbärmlichen Widerstand,
      das Kerima nicht einmal in Betracht zog ihre Kampfzauber einzusetzten. Schnell
      waren die Goblins besiegt und die zwei Überlebenden suchten schnell das Weite.
      Noch vor Wut kochend warf Svenna ihnen noch ihr Wurfbeil hinterher, das auch
      traf, aber dann von einem der Goblins geklaut wurde. Die nächste Zeit
      verbrachte Svenna damit, in Thorwalsch über diese Biester zu fluchen.


      Allerdings war
      Borkenholm so dankbar für die Unterstützung der Heroen, dass er sie kurzerhand
      bis zum Turm des Magiers trug, und sie einlud, jederzeit wieder in seinen Wald
      zurückzukehren. Dort angekommen, wurde
      als Erstes der Turm bestaunt. Er erhob sich bis über die Baumwipfel und stand
      auf einem massiven, steinernen Sockel. Eine Treppe führte zu einer Holztür auf
      der sich ein Türklopfer befand, der an ein Wesen aus den Niederhöllen erinnerte.
      Als die Helden die Tür erreichten, erwachte der Türklopfer zum Leben und
      stellte ihnen folgendes Rätsel:



      „Es ist eines der wertvollsten Dinge, hat keinen
      Anfang und kein Ende, und in der Mitte ist Nichts.“



      Schnell waren
      sich die Gefährten einig, dass es sich hierbei nur um einen Ring handeln könne
      und verrieten dies auf dem Rätselsteller. Die Antwort erwies sich als richtig
      und die Tür schwang langsam auf. Dahinter bot sich ein Anblick des Chaos.
      Sämtliche Inneneinrichtung des Turmes schien zerstört zu sein und lag kreuz und
      quer über den Boden verteilt. Edel wie sie sind, weigerten sich Ulrich und
      Kerima, sich an den Überresten der Einrichtung zu bereichern und erklommen die
      Treppe am hinteren Ende des Raumes, die in die nächste Etage führte.
      Währenddessen machten sich Svenna und Scaramouche daran, den Unrat im
      Erdgeschoss nach Wertvollem zu durchstöbern. Allerdings war nur Scaramouche
      fündig, und verheimlichte dies vor Svenna. Die Recken im oberen Geschoss jedoch
      hörten Rumpeln und Scheppern aus einer der Türen. Sie entschlossen sich,
      nachzusehen was da von Statten ging.

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      Als die zwei die
      Tür öffneten, rauschte ein Einmachglas an Ulrichs Ohr vorbei. In dem Raum
      befanden sich zwei Mindergeister. Einer davon ein graublauer Wirbel der andere
      ein weißblaues etwas. Furchtlos stellten sich Kerima und Ulrich dem Kampf. In
      einer achtlosen Sekunde schnappte sich jedoch der weißblaue Mindergeist Ulrichs
      Arm, zwang in ein Fass mit Wasser und gefror dieses. Dennoch versuchte der
      Ritter sein Bestes, trotzdem noch Hiebe gegen die lästigen Störenfriede
      auszuteilen. Nach kurzer Zeit stießen auch Scaramouche und Svenna zu dem Kampf
      hinzu. Doch es war die tapfere Kerima, die mit einem kräftigen Schlag ihres
      Zauberstabes den wirbeligen Mindergeist niederstreckte. Die Helden versuchten
      auch den Weißblauen zu erschlagen, jedoch duckte sich dieser unter allen
      Angriffen hindurch und verschwand die Treppe hinauf. Nachdem Svenna Ulrichs Arm
      unsanft aus dem Eisfass gestemmt hatte, folgte die Gruppe dem Mindergeist nach
      oben. (Natürlich nicht ohne das Scaramouche vorher die Vorräte des Magiers
      plünderte.)


      Oben angekommen,
      öffnete sich den Gefährten ein großer Raum, der wohl annähernd den kompletten
      Innenraum des Turmes ausfüllte. Allerdings befanden sich in diesem Raum auch
      zwei Türen neben einem Kachelofen, die sich nach kurzem Überprüfen als
      verschlossen herausstellten. Über dem Kachelofen befand sich ein Kessel mit
      äußerst wohlriechenden Tees, der das Wohlbefinden der Helden stärkte.


      Nachdem das
      Teekränzchen beendet war, entschlossen sich die Gefährten, erst einmal die
      Räume hier unten zu überprüfen, bevor sie weiter nach oben gingen, wo sie den Magier
      vermuteten. Es sollte ihnen niemand in den Rücken fallen. Also versuchte Svenna
      im Übermut die rechte Türe einzutreten und verstauchte sich dabei den Knöchel.
      Die etwas intelligentere Kerima jedoch besann sich eines Zaubers der es
      vermochte, Schlösser zu knacken. Als die Gruppe eintrat fanden sie etwas vor
      was einmal ein schönes Schlafzimmer gewesen sein mochte. In der Mitte des
      Raumes befand sich ein großes Himmelbett dessen Laken und Kissen aufgeschlitzt
      waren. Im gesamten Raum lagen Daunen verteilt. Was die Helden jedoch in Staunen
      versetzte war, dass ebendiese Daunen anfingen zu schweben und einen Wirbel zu
      bilden, der nach einiger Zeit die Form einer Fee annahm.


      Erfahren wie er
      war, begann Scaramouche eine freundliche Unterhaltung mit der Fee, die als
      Antwort Bilder und Formen mit den Daunen bildete. Er erfragte, wo sich der
      Magier befand und die Fee, deren Name sich als eine Art Blume darstellte, bat
      ihn zum Tanz. Der Rest der Gruppe musste sich ein Grinsen verkneifen als sie
      sahen wie tölpelhaft der Entdecker mit der Fee tanzte. Nach dem Tanz bedankte
      sich die Elfe jedoch in Form eines Knicks und verschwand.


      Sonst fanden die
      Helden nichts interessantes mehr in diesem Raum, bis auf eine Tür die zu einem
      Abort führte. Als Svenna das Abort sah schloss sie die Türe und begann,
      schweres Mobiliar davorzuschieben. Auf die Frage was das solle antwortete sie
      platt: „Ich kämpfe NICHT gegen ein Scheißelementar“


      Nachdem das
      erledigt war begab sich die Gruppe zur zweiten Türe des Hauptraumes, wo
      Scaramouche einen Schrank entdeckte, in dem ein Schlüsselbund hing. Als er
      jedoch danach griff, rotierten und verschoben sich die Haken, an dem die
      verschiedenen Gegenstände hingen, und er hatte auf einmal etwas anderes in der
      Hand. Nach ein paar konzentrierten Versuchen schaffte er es jedoch den
      Schlüsselbund zu ergattern – nur hatte Kerima in der Zwischenzeit auch diese
      Tür auf gezaubert.


      Svenna war die
      erste die den Raum betrat – es war ein alter Raum mit morschen Dielen und
      zerissenen Vorhängen. Versprengt durch den Raum waren goldene Dukaten in den Boden
      und die Wand eingebrannt. Dem empörtem Verbot von Kerima zuwider, die Dukaten
      nicht zu stehlen, machte sich Svenna sofort daran die Dukaten aus dem Boden zu
      pulen. Allerdings saßen die Dukaten so fest, dass Svenna sich fast die Finger
      verstauchte bei dem Versuch sie aus dem Boden zu bekommen.


      Anschließend
      machte sich Ulrich auf den Weg nach oben. Am Ende der Treppe erwartete ihn eine
      Bibliothek in einem Raum der nach dem Arbeitszimmer des Magiers aussah. Er sah
      sich in dem Raum um, als er ein Flattern vernahm, das näher kam. Plötzlich
      brach ein Wirbel aus Büchern hinter einem der Regale hervor und ein großes Buch
      mit der Aufschrift „Monstronomicon“ schnellte hervor, und traf Ulrich schwer am
      Kopf, so dass dieser strauchelte und rückwärts die Treppe hinunterfiel.
      Entsetzt fanden ihn seine Kameraden mit blassem Gesicht auf dem Boden liegen.
      Ohne zu zögern gab ihm Kerima ihren wertvollen Heiltrank und rettete so wohl
      sein Leben.


      Gewarnt vor der
      Stärke ihres neuesten Gegners überlegten die Helden wie sie ihm am besten
      beikommen könnten. Kurz wurde überlegt die braune Phiole in den Wirbel zu
      werfen da Humus das Gegenelement zu Luft ist. Allerdings erkannte Scaramouche
      anhand der Beschreibungen Ulrichs, dass es sich bei dem Mindergeist um ein Luft
      und Humus Wesen handelte und somit der Trank keine sonderliche Wirkung in der
      Offensive zeigen sollte. Also wurde
      entschlossen den Geist auf normale Art und Weise zu erledigen und ein feuriger
      Kampf entfachte. Ein Buch nach dem anderen wurde aus dem Wirbel geprügelt und
      zerfiel zu Staub, bis Ulrich seine Rechnung mit dem Monstronomicon beglich und
      es niederstreckte. Daraufhin fielen die restlichen Bücher zu Boden und der
      Wirbel löste sich auf.


      Nun gab es nur
      noch ein letzte Tür am Ende des Raumes. Hinter der Tür bot sich ein obskurer
      Anblick: Eine große Maschine füllte fast den gesamten Raum aus. An ihr
      angebracht waren dutzende von Käfigen in denen wohl die Mindergeister gefangen
      gehalten wurden. Nun aber standen alle Käfige offen und es befanden sich nur
      noch drei Wesen in diesem Raum. Von diesen drei warf eines eine Flasche mit der
      Aufschrift Vitriol nach Ulrich. Glücklicherweise verfehlte es ihn und die
      Flasche zerplatze an der Tür die sich daraufhin mit überraschender
      Geschwindigkeit auflöste. Nun begann das letzte Gefecht. Der fliegende
      Wasserteufel der das Vitriol geworfen hatte, zog seine Kreise auf der Suche
      nach weiteren Chemikalien in den Alchemieschränken des Magiers, während sich
      ein Schlammbold und ein Harnischmännlein daran machten die Helden auf
      direkterem Wege anzugreifen. Scaramouche reagierte schnell und intelligent.
      Erst warf er die rote Phiole nach dem Wasserteufel, der daraufhin zischend
      verging. Dann schmierte er sich den Inhalt der braunen Phiole zum Schutz auf
      den Körper. Svenna hingegen hatte sich ihren Gegner nicht sonderlich geschickt
      ausgesucht und wurde von der Wucht des Harnischmännlein Hiebs quer durch den
      Raum geschleudert. Allerdings rappelte sie sich schnell wieder auf und ließ
      ihre Wut an dem Schlammbold aus, den sie in mehrere Teile zerschlug. Der Kampf
      mit dem Harnischmännlein jedoch erwies sich als besonders gefährlich. Seine
      natürliche Rüstung und seine gewaltigen Hiebe machten den Helden schwer zu
      schaffen und sie waren schon schwer verletzt bis Kerima entschloss, dass jetzt
      ein guter Zeitpunkt wäre mit dem Zaubern anzufangen. Ihrem mächtigen
      FULMINICTUS hatte auch das Harnischmännlein nichts entgegezusetzten und wurde
      seinerseits durch den Raum geschleudert, und zersprang an der gegenüberliegenden
      Wand in tausend Stücke.


      Als der Kampf
      vorüber war und sich alle wieder aufgerappelt hatten, vernahmen die Helden ein
      leises Wimmern hinter einer Tür. Und tatsächlich befand sich dort der
      verängstigte Magier der sich dort barrikadiert hatte, um sich vor den Geistern
      zu schützen. Als die Helden ihm erzählten, was seine Geister alles angestellt
      hatten wurde Rakoldun sehr bleich und versprach den Dorfbewohnern beim
      Wiederaufbau des Holzlagers zu helfen und die entstandenen Schäden zu bezahlen.
      Den Helden dankte er mit 10 Dukaten pro Kopf und Heilung. Kurz darauf trug sie
      Borkenholm zurück ins Dorf – auch Rakoldun. Dank der Unterstützung von
      Scaramouche durfte Rakoldun sogar noch auf eine Versöhnung und eine Zukunft mit
      Travegunde hoffen.

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    • Das schwarze Auge - Eine Reise mit Hindernissen

      Nachdem sich die Helden von den anstrengenden letzten Tagen erholt hatten, trafen sie sich mit Wirulf, dem Holzhändler, und setzten ihre Reise fort. Der Weg führte sie durch verschiedene verschlafene Holzfäller-Dörfer und die Reise war so ereignislos, dass manchen den Gefährten schon die Fingerspitzen juckten. Doch nach einigen Wochen trafen sie endlich in einem ihrer Hauptziele ein: Nostria.
      Diese "Hauptstadt" schien jedoch ihre besten Zeiten schon längst hinter sich gelassen zu haben. Verwittertes Holz und zerfallene Mauern dominierten den Teil der Stadt in dem sie sich befanden. Erschöpft von der langen Reise wollten sich die Helden erst einmal stärken und so fragte Ulrich den erstbesten Nostrianer, wo es eine gute Küche zu finden gäbe. Dieser erschrak und sah den Ritter mit dem Andergaster Waffenrock mit einer Mischung von Missbilligung und Angst an, entschloss sich aber dann, ausführlich Auskunft zu geben. Gespeist mit Informationen, aber immer noch hungrig, machten sich die Gefährten auf den Weg zur Rohrdommel, einem Wirtshaus. Nur Scaramouche verließ die Gruppe und beanspruchte etwas Zeit für sich allein. Er ließ sich zwar nichts anmerken, aber ihm war im Verlauf der Reise Ulrich zu einem schwer aushaltenbaren Kameraden geworden, und brauchte etwas Abstand von dem Arroganzling.
      Schnell war die Rohrdommel gefunden, in der sogar ein paar Barden Volkslieder zum Besten gaben. Die Spezialität dieses Wirtshauses war Salzarelle, ein frisch gefangener und mit Salztunke marinierter Fisch. Dazu gab es Bier und Wein. Mitten in Speiß und Trank bewegte sich plötzlich ein in unscheinbare, dunkle Gewänder gekleideter Mittelländer auf die Gruppe zu. Keiner der Helden hatte vorher sonderlich Notiz von diesem Besucher der Rohrdommel genommen. Freundlich sprach Ingolf, so stellte er sich später vor, die Helden an. Er war besorgt darüber, dass der wertvolle Sattel oder sonstiges Zubehör, Ulrich abhanden kommen könnte. Denn dieser hatte sein Roß vor der Rohrdommel angebunden. Ulrich versicherte ihm dass es schon einiges bräuchte, etwas von seinem Pferd zu stehlen und dass er das mitbekommen würde. Das Eis gebrochen, erzählte Ingolf bereitwillig von der Stadt und wo es preiswerte Unterkünfte zu finden gab. Er bot ihnen sogar an, sie zur Flinken Flunder zu führen, eine Unterkunft in der auch er wohnte. Nachdem bezahlt war machte sich die Gruppe auf den Weg.
      Sie kamen jedoch nicht sonderlich weit. Denn ihr neuer Freund Ingolf bemerkte in seinem Augenwinkel Bewegung und machte zwei Banditen mit gezogenen Dolchen aus, die einen alten Mann in eine dunkle Gasse verfolgten. Als er dies den Helden mitteilte, eilten diese sofort zur Hilfe. (Sei es aus ehrbaren oder anderweitigen Motiven) Und tatsächlich: Der alte Mann war in eine Ecke gedrängt worden und wurde von den Banditen mit dem Leben bedroht.
      Die Banditen forderten dass die Helden ihre Waffen wegsteckten und gingen, es sei nicht ihre Angelegenheit. Natürlich sahen das Kerima, Svenna, Ulrich und Ingolf etwas anders. Dennoch steckte Svenna ihr Skraja weg, wenn auch nur um dem Banditen, der ihnen der Weg versperrte, eins mit der bloßen Faust zu verpassen. Ein kleines Scharmützel folgte, die Banditen sahen jedoch schnell ein, dass sie gegen diese Überzahl keine Chance hatten und flohen. Kerima war damit aber offensichtlich nicht einverstanden und ließ einen der beiden Banditen mitten in der Bewegung erstarren. Sofort rannte Svenna los um Seile vom Pferd zu holen, auf dass sie den Banditen fesseln und ausquetschen könnte. Leider hielt der Zauber nicht lange genug und der Räuber konnte entkommen. Währenddessen bedankte sich Rekona von Salza, wie der alte Mann hieß, bei Kerima, Ingolf und Ulrich, stellte sich als Magier vor und lud seine Lebensretter in sein Heim ein. Wie sich herausstellte war der gute Magier ein reicher Mann und führte die Gruppe zu einer großen Stadtvilla, wo sie auch gleich von einer Haushälterin namens Malika empfangen wurden.
      Du gute Frau war schon ganz verstört gewesen vor lauter Sorge um Rezona. Dieser konnte sie allerdings schnell beruhige, und Malika machte sich daran den Helden ein ordentliches Nachtmahl zuzubereiten. Jetzt erst viel Kerima und Ulrich auf, wie verblüffend ähnlich Rezona dem Magier Rakoldun sah. Darauf angesprochen, leugnete? er allerdings einen Magier diesen Namens zu kennen. Es wurde noch einmal kräftig gespeist und dann wurden die Helden in ihre prunkvollen Schlafräume geführt, wo sie übernachteten.
      Beim Frühstück eröffnete Rezona den Helden den eigentlichen Grund, warum er sie in seine Villa eingeladen hatte. Er war ein kranker, alter Mann und sich dessen bewusst, dass er wohl nicht mehr lange zu leben hatte. Sie sollten für ihn die Quelle der Geister finden. Kerima wusste um den Mythos dieser Quelle. Bewacht von übernatürlich Wesen sollte irgendwo in einem Wald eine Quelle liegen, die jedes Gebrechen, ja sogar Altersschwäche zu heilen vermochte. Und Rezona wollte etwas von dem Wasser. Die Bezahlung die er ihnen bot konnte sich sehen lassen, XX Dukaten für jeden plus Ausrüstung und Verpflegung für die Reise. Das ließen sich die Helden nicht zweimal sagen und verbrachten den Rest des Tages damit, besagte Ausrüstung und Verpflegung einzukaufen.
      Hier die Liste der Spesen:

      -2x Wurfbeil
      -1x Gürtel für Wurfbeile
      -6x Wurfmesser
      -1x Dolch
      -1x Schreibbedarf
      -1x Plane, Schlafsack, Wolldecke
      -1x Packmaultier (gemietet)
      -2 Wochenrationen Verpflegung
      -5x Fackel
      -5x Wundverband

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    • A new challenger has arrived

      So liebe Freunde des schwarzen Auges! Für alle Nicht-Lesefaulen präsentiere ich euch die Hintergrundgeschichte des Helden, der euch nach der Quelle der Geister unterstützen wird: Naramis. Viel Spaß beim Lesen! Es ist leider etwas länger geworden. Entschuldigung. :P
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    • Das schwarze Auge - Eine Reise mit Hindernissen

      Nach dem Großeinkauf suchten Kerima, Ulrich und Svenna nach Scaramouche, um ihm von der bevorstehenden Reise zu berichten. Ingolf hingegen hatte noch ein paar Dinge in Nostria zu erledigen bevor er abreiste, so meinte er. Scaramouche war schnell gefunden und überzeugt, auch die Reise anzutreten. Einen magischen Ort entdecken, um dafür reich entlohnt zu werden. Das Angebot musste ihm niemand zweimal machen.
      Zur Feier ihres letzten Abends in Nostria entschlossen sich die Helden es sich noch einmal so richtig gut gehen zu lassen. Und das in der Rohrdommel. Als sie dort ankamen, lief jedoch alles anders. Ein mittelalter Mann gesellte sich zu ihnen an den Tisch, ohne um Erlaubnis zu fragen oder sich vorzustellen. Als Scaramouche ihn aufforderte sich vorzustellen, begrüßte sie der Mann als Reo Marnion vor, ein Kaufmann aus Nostria. Er hatte sich zu den Helden gesetzt, in der verzweifelten Hoffnung sie mögen ihm helfen. Er erzählte ihnen seine Tochter wäre vor zwei Wochen entführt worden und er würde erpresst werden. 1000 Dukaten sollte er an den wohlhabenden Kaufmann Kadakis zahlen, sonst verkaufe dieser seine Tochter Semira als Sklavin nach Al' Anfa. Allerdings kann er nicht zu Stadtwache gehen, weil er keine Beweise hat, das Kadakis seine Tochter hat, noch kann er Ortsansässige Leute bitten, da diese zu viel Angst vor der Macht Kadakis' haben. Er bot den Helden insgesamt 150 Dukaten sollten sie Semira befreien und zu ihm bringen.
      Die Helden zeigten sich jedoch erstmal skeptisch, Reo hatte ja keine Beweise, das es wirklich Kadakis war, der seine Tochter entführt hatte. Daraufhin erzählte Reo ein vermummter Mann wäre gestern Nacht zu ihm gekommen und hatte ihn gewarnt das Kadakis ungeduldig würde. Sollte er nicht morgen bezahlen wird sie mit einer Handelskarawane nach Al' Anfa geschickt. Scaramouche was sich jedoch immer noch nicht sicher, dass Semira nicht einfach durchgebrannt war mit ihrem Verlobten, dem Schmiedegesellen und noch Geld haben wollte für ein glückliches Leben außerhalb von Nostria. Also baten sie Reo sich das Zimmer des Mädchens ansehen zu dürfen. Reo brachte sie daraufhin in sein Haus und zeigte ihnen das Zimmer, dass er seit der Entführung unberührt gelassen hatte.
      Nach eingehender Untersuchung fanden Scaramouche und Kerima Blutspuren unter dem Bettrand und Fingernägelkratzer am Bettpfosten. Jemand musste sie aus dem Bett gezerrt und bewusstlos geschlagen haben, als sie sich wehrte.
      Da sie immer noch nicht ganz überzeugt waren, suchte die Gruppe auch noch Ingolf auf, da der sich ja mit den Leuten in Nostria auskennen sollte. Er bestätigte ihnen, dass Kadakis öfter einmal Leute entführen ließ und sie als Sklaven verkaufte. So war er zu dem ungeheuren Reichtum gekommen, den er besaß. Er erzählte ihnen auch noch Gerüchte darüber, das Kadakis einen Magier in seinen Diensten haben sollte, der daran forsche Zauber auf Schriftrollen zu bannen, sodass jeder sie benutzen könne. Außerdem erzählte er ihnen auch von Gunnar, einem ehemaligen Abenteurer der nun als Leibwächter für Kadakis fungierte, und seinem Meister nicht von der Seite wich. Er wusste sogar noch, das Kadakis' Anwesen außerhalb der Stadt von mehreren Wachen bewacht wurde.
      Die Helden einigten sich schnell darauf, das ein Einbruch, so wie es sich Reo gedacht hatte, mit ihren Schleichfähigkeiten nicht in Frage kam. So dachten sie sich einen anderen Plan aus: Sie wollten als Begleitschutz für die Karawane nach Al' Anfa anheuern, um Semira dann außerhalb des Gebäudes zurück zu entführen.
      So machten sie sich Tags darauf zum Anwesen Kadakis' auf um ihm ihren Vorschlag zu unterbreiten. Als sie dort ankamen, staunten sie ob der Größe dieses Gebäudes. Es hatte zwar nur an zwei Stellen einen zweiten Stock, aber die Fläche die es Einnahm, war gewaltig für eine Gegend wie Nostria. Hinter dem Haus konnten sie sogar einen angelegten See ausmachen auf dem sich eine Insel mit einem hölzernen Pavillon befand, zu dem ein Steg führte.
      Als sie an klopften, öffnete ihnen ein Diener die Tür. Ulrich erklärte das Anliegen aus dem sie kamen und der Diener warf ihnen die Tür vor der Nase zu. Schritte waren zu hören. Ein paar Minuten später öffnete sich die Tür wieder und der Diener sagte ihnen dass Kadakis sie sehen wolle. Er zeigte ihnen dann den Weg zum Arbeitszimmer des Hausherren.
      Dort angekommen empfing sie Kadakis hinter seinem riesigen Schreibtisch auf einem Stuhl sitzend. Scaramouche fiel die eisenbeschlagene Truhe in der Ecke des Raumes sofort ins Auge. "Ich höre ihr habt ein Angebot für mich?", fragte Kadakis überheblich. Ulrich erklärte ihr Angebot und Kadakis erklärte ihnen dass sie Glück hätten. Zwei seiner Wachen waren "krankheitsbedingt" ausgefallen er könne ihnen den Lohn der beiden für die Reise anbieten. Zusätzlich sollten sie auch verpflegt werden. Das Angebot von 6 Silber am Tag fand Scaramouche jedoch zu wenig und forderte einen Schaukampf, indem der Ritter demonstrieren könne, wie überlegen er doch sei. Kadakis war einverstanden und zitierte Gunnar herbei. Die Gruppe ging in einen Innenhof, um den Kampf aufs erste Blut auszutragen. Doch schon nach wenigen Sekunden triumphierte Gunnar über den Ritter und die Helden gaben sich mit den 6 Silber pro Tag zufrieden. Sie durften allerdings in dem Anwesen zu Abend essen und übernachten, sollte es ihnen belieben. So verbrachten die Helden den restlichen Abend dort und ließen sich den Großteil des Anwesens zeigen. Danach wurden Svenna und Ulrich im Quartier der Wachen untergebracht, und Kerima und Scaramouche in einem Gästezimmer.
      Als alle tief schliefen, entschieden Scaramouche und Kerima sich noch einmal genauer in dem großen Anwesen umzusehen. Sie fingen bei sich im Zimmer an. Der scharfsinnige Scaramouche fand nach kurzer Zeit einen geheimen Eingang hinter dem Schrank im Zimmer. Die beiden hieften den Schrank zur Seite und fanden dahinter ein geheimes Labor. Regale und Labortische dominierten diesen Raum. In der Ecke stand ein Bett in dem ein ungepflegter Mann mittleren Alters selig schlief. Die beiden durchstöberten das Zimmer und es war wieder Scaramouche, der den Schatz dieses Raumes fand: 5 magische Schriftrollen auf die Zauber gebannt zu sein schienen. Darunter befanden sich: Armatruz, Silentio, Ignifatious, Paralü und Visibili. In einem unbeachteten Moment steckte er sie sich ein. Kerima hingegen konnte erkennen dass dieser Magier versucht hatte unedle Substanzen in Gold zu verwandeln. Jedoch nicht sonderlich erfolgreich. Die beiden verließen das Zimmer wieder, ohne einen Hinweis auf den Verbleib von Semira gefunden zu haben. Sie machten sich dann auf in das Schlaflager der Bediensteten, in dem sie während der Führung eine Falltür gesehen hatten. Damit die Diener bei ihrem Eintreten nicht aufwachten, benutzte Scaramouche die Silentio Spruchrolle. Dermaßen gegen Entdeckung geschützt, traten sie ein und untersuchten den Raum unter der Falltür. Bis auf mehrere Werkzeuge und einen Kleiderschrank mit den Klamotten der Diener fanden sie aber nichts weiter. Sie machten sich danach auf dem Weg nach oben, wenn auch aus unterschiedlichen Motiven. Kerima um eventuelle Beweise zu finden, Scaramouche wegen der eisenbeschlagenen Truhe.
      Sie nahmen die Treppe die sie auch schon am Tag genommen hatten und erreichten den ersten Stock des Gebäudes ohne bemerkt zu werden. Aus dem rechten Zimmer hörten sie das Atmen zweier schlafender Menschen, doch sie interessierte vor allem das Arbeitszimmer des Kaufmanns. Das offensichtliche Ziel war die eisenbeschlagene Truhe. Doch Scaramouche war schlau genug daran zu denken, dass eine Truhe, in der womögliche belastende Schriftstücke aufbewahrt werden, mit einer Falle gesichert sein könnte. Er rollte den Teppich hoch und fand zwei Löcher in denen sich spitzes Metall befand. Kerima positionierte sich also hinter der Truhe und wirkte ihren Foramen Foraminor und öffnete die Truhe. Nichts passierte. Beide sahen sich den Inhalt der Truhe an. Was sie fanden war: ein paar Dukaten, ein Bilanzbuch und ein Amulett. Als sich Scaramouche das Buch näher ansah konnte er darin die Bilanzen von Sklavengeschäften finden, die Kadakis durchgeführt hatte. Sie hatten nun handfeste Beweise über die Missetaten der Großhändlers. Jetzt fehlte nur noch das Mädchen. Kerima und Scaramouche machten sich also wieder auf den Weg und sahen sich weiter in der Villa um. Einmal sahen sie auf der anderen Seite des Innenhofs eine der patrouillierenden Wachen, doch diese schwenkte schnell in die Küche des Herrenhauses ab und die beiden bewegten sich in das Kaminzimmer in dem sie am Abend gegessen hatten. Wieder einmal war es Scaramouche dem ein unauffällig in den großen Stuhl am Kopf der Tafel eingelassener Stab auffiel. Nach einiger Untersuchung des Raumes fand er auch ein Loch in der Wand. Scaramouche steckte den Stab in das Loch der sich langsam drehen einfügte. Nach dem er vollends eingeführt wurde öffnete sich die Wand in ein offensichtlich geheimes Zimmer, in dem drei große Statuen mit Schwert und Schild standen, die in Richtung Eingang zu dem Raum sahen. Außerdem befand sich auch noch eine Treppe die nach unten führte in dem Zimmer. Kerima fand die Statuen suspekt und untersuchte sie mit einem Odem Arkanum, und fand heraus dass die Statuen magisch geladen waren. Außerdem zeigte auch das Amulett aus der Truhe eine magische Matrix. Die beiden einigten sich, zuerst Svenna und Ulrich aus dem Schlafzimmer der Wachen zu holen, und dann erst das Zimmer mit den steinernen Wachen zu betreten.

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