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  • 263. Spieltag (20.01.2026)


    Sigrun, Selhira, Thorn und Phelizitas hatten die irre Treppe überstanden und standen nun auf einem kleinen Absatz. Vor ihnen befand sich ein circa drei Schritt hoher Schlangenkopf. Im öffneten Maul, zwischen den Giftzähnen, war eine mannshohe Holztür zu sehen. Klinke oder Scharniere waren nicht vorhanden. Dafür zierte auf Brusthöhe ein einen Schritt durchmessendes Siegel das Hindernis. Das Bildnis zeigte das spiegelverkehrte Zeichen der Rohal-Akademie. Das Hexagramm der Elemente, darin ein Baum auf dem eine Rohalskappe saß. Um den Kreis des Bildnisses zog sich ein Ring aus weichem Wachs, in welches spiegelverkehrte Buchstaben eingelassen waren. Die Helden verglichen das Bild mit dem Buchdeckel, welchen sie in Hyanons Turm gefunden hatten. Alles war vorhanden, spiegelverkehrt natürlich, bis auf die Zeichen der Elemente.


    Thorn zog einen Stichel aus seiner Werkzeugtasche und begann die Elementarzeichen spiegelverkehrt in das weiche Wachs zu ritzen. Mit der Anbringung des letzten Zeichens hörte man ein lautes Klacken, als die Sperrriegel eingezogen wurden. Vorsichtig wurde die Tür geöffnet. Dahinter befand sich ein quadratischer Raum. In der Mitte befand sich ein Podest zu dem drei Stufen hinaufführten. Auf dem Podest stand eine hüfthohe Marmorsäule. Dort lag ein Kissen mit einem handgroßen Gegenstand.


    Szenenwechsel: Sonea und Imion langweilten sich in der ersten Kammer. Immer wieder versuchten sie die traumatischen Bilder der flüssigen Spiegelscherben der irren Treppe zu vergessen. Erfolglos. Mit einem schmatzenden Geräusch trat ein Magier mit weißen Roben in den Raum. Aldemar, der Krankenpfleger der Verwirrten, hatte durch das Globulenportal den Raum betreten. Erstaunt blieb er beim Anblick der beiden Helden stehen und fächerte sich mit einem Handspiegel etwas Luft ins Gesicht. Er erklärte, dass er den Geist der Verwirrten soweit klären konnte, dass sie ihm ihre Geschichte erzählen konnte. Er sei nun hier, um ein Heilmittel für die sich ausbreitende Infektion im Arm der Kranken zu suchen. [Vergleichsprobe Überreden gegen Willensstärke; Der Wurf des Magiers war so gut, dass 15 Talentpunkte, also 5 QS übrigblieben. Dem gegenüber stand 1 QS in Willenskraft] Die Worte des Neuankömmlings waren überzeugend und er schritt gemessenen Schrittes durch die Öffnung auf die irre Treppe. Sofort begannen sich die Spiegelscherben zusammenzusetzen und zeigten dem Magier das Bild des Leiters der Rohalswächter. Mit einem kurzen Seitenblick würdigte Aldemar das Bild, zuckte mit den Schultern und ging die Treppe hoch.


    Oben hatten sich die Helden um die Stehle mit dem Kissen geschart. Phelizitas holte das gefundene Siegel aus Hyanons Turm hervor. Ein Vergleich mit dem Siegelstock auf dem Kissen ergab, dass die Schrift auf dem neuen Siegelstock in einem irisierenden Grün leuchtete. Den Handknauf bildete ein Geflecht aus oxydiertem Messing oder Gold. Ohne Prüfung ließ sich das nicht sagen. In dem Geflecht befand sich ein Glas- oder Kristallbehälter, in welchem grüner Nebel wogte. Nach einer kurzen Absprache beschlossen die Helden den neuen Siegelstock mal mit dem alten anzustupsen. Von der Tür kam ein Räuspern und der leise Hinweis das jetzt nicht zu probieren. Aldemar trat in den Raum und erzählte auch hier die Geschichte vom Heilmittel gegen die dämonische Krankheit bei der Verwirrten. Er erhob energisch Anspruch im Namen der Rohalwächter auf das Siegel. Als er den Fuß der Podesttreppe erreicht hatte. Grinste Thorn ihn an und mit einem leisen „Kling“ berührten sich die beiden Siegel.


    Auf der Stehle tat sich nichts. Dafür hörte man ein Klirren, als der Handspiegel des Magiers auf der Plattform des Podestes in kleine Splitter zerbarst. Aus den Splittern stieg Rauch auf, aus welchem sich dann eine silberne Figur bildete. Mit dem Wissen in Sphärenkunde wurde das Wesen als ein Tasgul´Golin identifiziert. Ein viergehörnter Dämon aus Amazeroths Gefolge. Das Ding schien aus flüssigem Metall zu bestehen, denn in seiner Faust formte sich ein langes Schwert.


    Selhira stellte sich ihm in den Weg und sprach die Liturgie DÄMONENWALL. Thorn griff sich das Siegel und warf es in Phelizitas Richtung, welche es nicht fangen konnte [Körperbeherrschung -]. Mit lauten Klingen prallte der Siegelstock auf den Boden, rollte in Richtung Treppe, wo es Stufe für Stufe nach unten rollte. Sigrun nahm sich Aldemar zum Ziel, welcher einen Pfeil abbekam.


    Der DÄMONENWALL setzte die Geschwindigkeit des Sphärenwesens herunter, als es versuchte die Borongeweihte zum Umrunden. Der Schlag mit dem Spiegelschwert zischte haarscharf an der Geweihten vorbei. Aldemar bedankte sich bei Sigrun mit einem FULMINICTUS und bekam als Geschenk einen zweiten Pfeil zurück. Thorn schoss nun auf den Magier, leider daneben. Phelizitas traf mit dem Zauberstab das Siegel und warf es wieder an den Fuß der Stehle.


    Die Kampfgeräusche hallten die irre Treppe hinab und brachten Imion und Sonea in Gewissensnöte. [Beide bestanden eine erneute Willenskraftprobe]. Die Pflicht rief, ihre Kameraden waren in Not, die beiden rannten die irre Treppe hinauf, alle Bilder der Spiegelscherben ignorierend.

  • Der Dämon erreichte die Stehle und versuchte den Siegelstock zu greifen. [waffenloser Angriff gescheitert]. Selhira schlug mit dem Rabenschnabel zu. Hierbei machte sie die Erfahrung, dass das Wesen, wie alle Dämonen, geweihte Waffen nicht mochte. Außerdem war es gegen Hiebwaffen empfindlich. [+6 TP; Rüstschutz des Dämons fällt auf Null (gegenüber anderen Waffen wäre er 6)] Thorn schoss auf den Magier, welcher mit einem Zauber begann. Er traf kritisch und die Geschossenergie warf den Magier um. Als auch Sigruns Pfeil dann traf, erschallte ein höhnisches Lachen. Eine Spiegelscherbe brach durch die Decke und spießte den Magier auf. „Versager“ Phelizitas traf erneut den Siegelstock mit ihrem Zauberstab. Der Treffer war so gut, dass der Stock durch Selhiras Beine rollte, die Treppe hinunter in Richtung des Schlangenkopf-Eingangs. Direkt vor Soneas Stiefel, welche zusammen mit Imion in der Tür erschienen.


    Nun bewegte sich der Dämon erneut um Selhira herum, und verließ ihre Bedrohungsreichweite. Der Schlag mit dem Rabenschnabel war diesmal kritisch und verursachte doppelten Schaden [32 Trefferpunkte]. Ein ganzer Batzen Metall wurde herausgehauen. Flog auf den Boden, wo er in einen Regen aus Tropfen zerplatzte. Die Tropfen rollten wie Quecksilber über den Boden. Sigrun wechselte zu einem Spaten und setzte ihn als improvisierte Waffe ein. Leider schlug sie vorbei. Das Geschoss von Thorn verschwand im dem flüssigen Metallkörper und hinterließ eine kleine kreisförmige Welle. [Der Dämon ist gegen alle Waffen mit Spitze, auch Dolche, Fechtwaffen, Lanzen, etc, immun].


    Dem Dämon gelang es jetzt den Siegelstock in sich aufzunehmen. [Nun wurde es knapp, den Helden stand nur noch der Rest der Kampfrunde zur Verfügung um den Dämon zu besiegen] Thorns Waffe war wirkungslos, Imions FULMINICTUS schlug fehl. Phelizitas traf mit dem Zauberstab nicht. Sonea schlug mit ihrem geweihten Hammer zu und brachte dem Dämon sein Ende. Risse zogen sich durch die Gestalt, welche zu einem Haufen silberner Krümel zerfiel, welche sich anschließend in Nebel auflösten.


    Sigrun nutzte das Kampfende, um sich der Habseligkeiten des Magiers anzueignen. Sie fand einen Heiltrank und Bannstaub. Nachdem der Siegelstock geborgen war, erschien ein flammendes Auge, dessen Lider aus sich windenden Schlagen bestand. Mek`Thagor war mit der Niederlage nicht einverstanden. Zumal die Helden in SEINE Welt eingedrungen waren. Er verurteilte die Helden zum Tod in der nun zerbrechenden Globule.


    Die Helden stürmten aus dem sich auflösenden Raum. Von der irren Treppe waren nur noch schwebende Steinteile vorhanden. Die Helden sprangen auf den Teilen nach unten [Körperbeherrschung] oder ließen sich von der Kante hängend auf ein unteres Teil fallen [Klettern]. Die Glasscherben verwandelten sich einen wilden Sturm aus scharfkantigen Teilen. Alle Helden konnte dem Ausweichen, nur Thorn erhielt einen tiefen Schnitt. Durch das Elementarium hindurch, wo schon die ersten Elementsäulen umfielen und dann durch den Globulenausgang wieder in das Kellergeschoss des Sternenturms. Gerade rechtzeitig. Mit einem lauten Knacken und Krachen wurde das aufgemalte Fenster gespalten. Im Mauerwerk hatte sich ein mannshoher Riss gebildet. Der Boden gab ein Grollen von sich und die Helden verspürten ein Vibrieren in den Knien. Die Flucht ging weiter. Vom Obergeschoss kam der Astronom die Treppe herunter. Aus dem oberen Labor war das Zerbersten von Glas zu hören. Alle rannten durch den Lehrsaal im Erdgeschoss zum Hauptausgang und traten ins Freie.


    ==================Ende Siegelbruch====================


    Am östlichen Rand des Ausgrabungsgeländes erhob sich eine große Staubwolke in den Himmel. Nach ein paar Atemzügen stellten die Helden fest, dass alle Arbeiter sich auf die Wolke zubewegen. Also wollte man auch mal nachschauen. Die Staubwolke ließ sich langsam als feiner Gesteinspuder auf der Kleidung der Gruppe nieder. In den Grundmauern des alten Hauptgebäudes der Rohalakademie hatte sich ein großes Loch aufgetan. Der Boden war eingebrochen und hatte einen Zugang zum den alten Kellern freigegeben.


    Das nächste Treffen wird am 27.01.2026 stattfinden.

  • 264. Spieltag (27.01.2026)


    Die Gruppe stand vor dem Loch, welches sich durch das Wegbrechen der Bodenplatte des ehemaligen Hauptgebäudes der Rohal-Akademie aufgetan hatte.

    Sie waren genau so neugierig wie der Rest der Bauarbeiter und Ausgräber. Und es dauerte nicht lange da erschienen die ersten Vertreter der Rohalswächter und des Stoerrebrandt-Kollegs. Der Streit um die Fundstücke aus dem nun freiliegenden Keller ging sofort los. Als Rohals Erben beanspruchten die Wächter die Gegenstände, während der Stoerrebrandt-Vertreter darauf hinwies, dass das Grundstück durch den Handelsherrn rechtmäßig erworben worden war und damit auch alles war darauf vergraben, verborgen und versteckt worden war.

    Die Helden nutzten den Streit als Ablenkung. Vorsichtig zog man sich zurück und schaute sich nach einem Ankerpunkt für das Seil um. Soneas Kettenhemd und Thorn zwergenhafte Anmut verhinderten den Plan. Sofort waren sich beide Magier einig, dass man Grabräuber und Plünderer auf keinen Fall zuerst in den Keller lassen konnte. Natürlich wurde jedwede unlautere Absicht von Seiten der Heldenschaft in Abrede gestellt. Jetzt hatte man gerade Dämonen besiegt und einen Beschwörer aus den Reihen der Rohalswächter ausgeschaltet. Undank ist der Welten Anerkennung. Die beiden Magier setzten ihren Zwist fort. Auf keinen Fall durfte eine Bande von Dämonenbeschwörern sich der Habseligkeiten Rohals bemächtigen. Und natürlich verbat sich der Wächter jede vorschnelle Verdächtigung.

    Erneut versuchten die Helden ihr Glück. Aber bei Soneas Erscheinung und nun auch noch Phelizitas als schwarzmagische Zauberwirkerin. Keine Chance.

    Zwischenzeitlich hatte Sigrun das Seil an einer Mauersäule befestigt und den Rest des Tauwerks in den dunklen Abgrund geworfen.

    Erst als die beiden Leiter der Akademien erschienen, konnte man zu einer Einigung kommen. Die Helden hatten sich in sehr guter Manier bei der Aufklärung um den Zustand der verwirrten Rohalsjüngerin verdient gemacht. Sollte sie doch mal nachschauen, welche garstigen Dinge dort in der Dunkelheit harrten. Aber nur gegen das Versprechen alle gefundenen Artefakte brav abzugeben.


    Imion und Sigrun stiegen in das 15 Schritt tiefe Loch hinab. Auf dem Schuttberg der eingebrochenen Decke schaute man sich um. Ein hochwandiger zylindrischer Raum, von oben drang Tageslicht herein und ließ die aufgewirbelten Staubteilchen glitzern. Die Kletterunkundigen wurden mit Hilfe der starken Arme der Ingerimmgeweihten und des Zwerges hinabgelassen. Als die beiden dann den Weg nach unten antraten, verloren ihre Hände den Halt [Kletterprobe -]. Thorn stürzte vier Schritt ab, Sonea legte die letzten drei Schritt im freien Fall zurück. [Fallschaden jeweils um die 10 Schadenspunkte] Nun war man wieder in trauter Stimmung vereint. Mit ihrer Dunkelsicht verschafften Imion und Thorn sich einen Überblick. Sie entdeckten den Durchgang in den nächsten Raum. Sonea und Thorn schauten sich mal den Zustand der gemauerten Wände an. Tatsächlich fand sich ein Mauerstück, wo sich der Mörtel schon in Puder und Gebrösel verwandelt hatte. Zielsicher führten die beiden gesteinskundigen die Truppe unfallfrei in den nächsten Raum.


    An den Wänden stapelten sich die Überreste von Regalen. Auch der Boden war mit den Überresten von Möbeln und anderen Lagerstätten übersäht. Man begann mit der Absuche. Thorn hielt eine Pergamentsammlung in der Hand, die schon mal bessere Tage gesehen hatte. Ohne einen professionellen Konservator drohten die Seiten zu zerbrechen wie morsches Holz. Selhira fand ein kleines Tonfläschchen. Der Kork war noch in der Flasche. Das Wachssiegel war unbeschädigt. Das Etikett war nicht mehr lesbar. Sigrun zog eine Schriftrolle hervor, auf dessen Siegel das bekannte Abbild der Rohal-Akademie prangte. Die Frau aus dem Norden brach das Wachs entzwei und öffnete das Papier. Erst mit Hilfe von Phelizitas lies sich der bosparanische Text entschlüsseln. Er enthielt die Thesis eines NUNTIOVOLO. Die Magierin erklärte, dass man mit dem Zauber einen dämonischen Botenvogel erschaffen konnte. Bereitwillig überließ die Thorwalerin ihre Beute. Phelizitas fand bei ihrer Suche eine eingetrocknete Alraune. Total dehydriert hatte sie die Jahrhunderte überdauert. In Wasser oder Alkohol eingeweicht ließ sich die Pflanze wieder nutzbar machen. Sonea grub in den Möbeltrümmern und fand einen abgenutzten Helm aus horasischer Fertigung. Mit etwas Metallbearbeitung ließ sich das antike Stück in einen brauchbaren Gladiatorenhelm verwandeln. Imion ließ sein Fundstück ekelerregt wieder fallen. Eine Chimäre, eine Mischung aus Schlange mit Rabenflügeln und einen Elsterkopf. Eine widerliche Schändung der Natur, fand der Waldelf. Gemauerte Steine und geschlagener Fels birgt manches Geheimnis. Geheimnisse dieser Art zu finden, lag in der Natur der Zwerge [Fertigkeit Zwergnase +]. Brüchiger Mörtel gab es hier überall. Aber so punktgenau verwitterte keine Sandmischung. Mit seinem Werkzeug und mit spitzem Messer wurde der Ziegel aus der Wand gezogen. Dahinter erschien ein Tintenfass und eine Schreibfeder, welche die Jahrhunderte erstaunlich gut überdauert hatte. Als der Zwerg sich die Feder genauer ansah, begann sie auf seiner Handfläche zu schweben. Phelizitas hatte das schon mal im Skriptorium gesehen. Mit diesen Federn konnte man durch Diktat seinen Gedanken auf Papier verewigen. Soweit man das gute Stück in Tinte tauchte, versteht sich.

  • Ein weiterer Gang führte in den dritten Raum. Auch hier schauten sich Sonea und Thorn die Baukunst an. Hier zeigte sich ein loser Stein in der Decke. Unbeschadet erreichte die Gruppe den letzten Raum. Auch kreisförmig, allerdings spannte sich hier eine halbkreisförmige Kuppel über den Zylinder. Eine Untersuchung ergab, dass es sich hier um ein Himmelsgewölbe handelte. Die Sterne waren kleine Silbernägel. Allerdings gab es hier viel zu viele davon. Feine Linien verbanden einen zentralen Stern mit der umlaufenden Bordüre. Sternenkundige Helden, konnten erkennen, dass es sich um einen Nachthimmel handelte, welcher viel zu viele Sterne aufwies. Sigrun schaute sich die Wand näher an. Dabei entdeckte sie, dass eine Bordüre die Wand umlief. Hier waren Schriftzeichen eingelassen. Bosparano und Rogolan. Über der Bordüre war ein schwarzer Schatten zu sehen, der sich kaum vom nachtblauen Hintergrund abhob. Aber die Umrisse von Bergen und Gebäuden waren klar zu erkennen.


    Die Schrift war der einfache Teil: [Bosperano] „Getreuliche Sternkarte dreier Himmel, nach Niobaras Geheimnissen, gezeichnet im Jahre 556 BF“. Dann folgte der Text in Rogolan, welchen der Zwerg lesen konnte: „Farmalosch Sandsteiner von Schlund“.


    Phelizitas nutzte die gefundene magische Feder, um das Gebilde genau abzeichnen zu lassen. Hierbei kam dann in der Bordüre ein Wappen zu Tage, welches vorher unbemerkt geblieben war.


    [Proben auf Geografie; höchster erreichter Wert: 2 QS] Drei senkrechte Linien schneiden am Horizont der Karte Orte, bei denen es sich um eine Burg im Landesinneren nahe eines Vulkans, einen Ort an einem großen flachen Berg in der Nähe eines großen Stroms und eine Stadt an der Flussmündung eines anderen großen Flusses an der Ostküste Aventuriens, handelte. Die drei Orte liegen auf keiner direkten Verbindungslinie. Die Burg liegt in der Grafschaft Schlund (Vulkan), der flache Berg ist die Gor, der Ort dort könnte Anchopal sein, bei der Stadt am Meer handelt es sich um Zorgan (Flussmündung an der Ostküste, keine Berge)


    [Proben auf Sternkunde, höchster Wert: 3 QS] Die Karte zeigt einen Sternenhimmel, in den drei zum Horizont senkrechte Linien eingezeichnet sind, die jeweils durch den Losstern (Nordstern) laufen. Die senkrechten Linien sind Meridiane, die sich für einen Ort je nach dessen West-Ost-Lage unterscheiden. Mit den drei Himmeln sind vermutlich die Himmelsdarstellungen gemeint, die von den Orten zu sehen wären, zu denen die drei Meridiane gehören. Diese drei Himmel sind in der Kartendarstellung verschmolzen, die so mehr Sterne zeigt, als man tatsächlich gleichzeitig am Himmel sehen könnte. Durch die Art der Darstellung ist die Abbildung gegenüber dem tatsächlichen Sternenhimmel auch verzerrt. Wenn man zwei der Orte identifiziert, kann man auch den dritten bestimmen.


    [Heraldik, höchster Wert: 1 QS] Das Wappen ist nicht das des Grafen der Grafschaft Schlund, gehört aber sicherlich zu der Familie, die die Burg besitzt.


    Da es hier nichts mehr zu erforschen gab, traten die Helden die Rückreise an. Zuvor kopierte Phelizitas die Thesis mit dem NUNTIOVOLO mit der magischen Schreibfeder auf ein neues Blatt. Imion und Sigrun kletterten am Seil ins Tageslicht und zogen den Rest der Gruppe nach oben. Oben warteten die beiden Akademieleiter. Man erstattete Bericht und übergab das versiegelte Tonfläschchen, die Pergamentsammlung und auch die Originalspruchrolle. Beim Verstecken der Schreibfeder scheiterte Pheliziatas. Die Patina und der Staub auf der Feder ließen die Herkunft nicht verheimlichen. Der Leiter des Stoerrebrandt-Kollegs bot Phelizitas die Feder für 10 Dukaten zum Kauf an. Die Magierin nahm das Angebot dankend an.


    Nach einer durchschlafenen Nacht mussten die Helden noch für die Heilung der Verwirrten sorgen. Nachdem nun feststand, dass der Geisteszustand auf eine dämonische Vergiftung mit dem Siegelstock zurückzuführen war, kam nur ein Exorzismus in Frage. Hierbei erwies sich die örtliche Hesindegeweihte von unschätzbarer Hilfe. Dass es sich beim verursachenden Dämon um den Erzfeind der Wissensgöttin handelte, sorgte für eine Verstärkung der Wirkung. Die Geweihte legte die Verwirrte in einen Kreis aus heiligen Gegenständen. Die Gebete und der Sprechgesang gingen einige Stunden lang. Aber schließlich gelang es, Yelina von der dämonischen Krankheit zu befreien.


    Die Helden ruhten sich noch drei Tage aus und reisten dann in Richtung Schlund ab.


    Das nächste Treffen wird am 27.01.2026 stattfinden.