Der offizielle Empfang war heute Beginn des Spielabends. Graf Alderich von Notmark und seine Gemahlin Brinna von Fichtenmoos luden zum Dinner. Nach einer festen Rangordnung wurden die Sitze verteilt. Das Essen war gut und reichlich. Die Tischgespräche zurückhaltend höflich. Etwas fehl am Platz war ein großes verhängtes Gemälde über dem Kamin. Der Knecht Rowin verabschiedete sich nach dem Auftragen. Während des Essens sind auf einmal Schritte zu hören, die aus dem Raum direkt über dem Bankettsaal dringen. Jeder scheint sie gehört zu haben, nur der Graf ißt störrisch und wortlos sein Mahl. Die Helden und die etwas verspätet eintreffende Praios-Geweihte, Selfina von Ruchin, werden eingeladen, die Namenlosen Tage in der Sicherheit der Feste zu verbringen. Dieses Angebot wird gerne angenommen. Die Nacht verläuft ereignislos.
Erster Namenloser Tag
Das geschäftige Treiben im Hof weckt die Helden. Das Frühstück wird im Speisesaal des Gästeflügels serviert. Dort lernt man die Praios-Geweihte als bodenständige Person kennen. Yppolita scheint es nicht gut zugehen, sie klagt über Müdigkeit, Kopfschmerzen und Schwächegefühl. Damit lässt sie sich für heute entschuldigen. Kurz nach dem Frühstück erscheinen mehrere Arbeiter. Zwei tragen einen bleichen Mann auf einer Trage. Ein Wildmensch, der wie irre an den Seilen zieht, wird auch hereingebracht. Ein Rudel Wölfe war über die Arbeiter bei den Jagd in den Wäldern nahe der Kupferminen hergefallen. Der Verletzte erhielt zwei schwere Bisse in Hals und Schildarm. Als die Wache auf den bissigen Wolf einschlugen, verwandelte es sich in einen Menschen. Der Werwolf wurde gefangengenommen. Die Helden fangen an ihre Kenntnisse zu Werwesen zusammenzutragen, nur passt das alles nicht so ganz zusammen. Verletzungen ohne Silberwaffen und der Mond steht auch nicht in der richtigen Phase. Mit einem Wahrheitszauber fragt Belisarius den Wildmenschen ob er ein Werwolf sei. Die Antwort ist in nivesisch (spricht aber keiner in der Gruppe). Das Urteil des Grafen ist schnell gefällt – hängt sie beide. Einspruch durch die Paios-Gweihte. Der Graf klopft ihr versöhnlich auf die Schulter und entschuldigt sich für sein voreiliges Urteil. Die beiden werden natürlich verbrannt und das ganze auch nach den Namenlosen Tag. Damit lässt der Adlige die Gruppe stehen. Der Werwolf und sein Opfer werden in den Kerker unter dem Gesindeflügel gebracht. Zwischenzeitlich hat eine Wache auf bitten der Helden eine nivesische Händlerin herangebracht. Das nivesische Wort bedeutet „NEIN“.
Zeit für einen Ausflug in den Kerker. Der Verwundete bestätigt die Wolfsgeschichte. Die Angriffe auf die Minenarbeiter hatten in letzter Zeit zugenommen. Teilweise wurden Arbeiter tot aufgefunden. Die Versorgung der Mine hatte sich immer mehr in unbekannte Gebiete verlagert. Die Befragung des Wildmenschen scheitert an der Sprachbarriere.
Eine Untersuchung des Raumes mit den seltsamen Schritten ist ohne Erlaubnis des Grafen nicht möglich. Die Praios-Geweihte liefert eine für ihre Stellung erstaunliche Antwort. Einem Verbot, dass nicht erteilt worden ist, kann man auch nicht zuwider handeln. Um den Grafen zum Verlassen seiner Gemächer zu veranlassen, soll er durch die Geweihte und Thimorn zu einem Gottesdienst eingeladen werden. Die Wache am gräflichen Flügel bringt das Gesuch vor und wird laut schreiend von dannen geschickt. Der Graf scheint sich gerade in einer beratungsresitenten Phase zu befinden. Damit ist das Tagwerk vollbracht. Isha´s Erkundung unter dem Dach erbringt, dass es keine Verbindung zwischen den Flügeln der Burg gibt. Die Dachziegel können nur von außen angehoben werden und die glatten Basaltmauern verhindern ein profanes Erklettern der Gebäude. Die Nacht verläuft ereignislos.
Zweiter Namenloser Tag
Während des Frühstücks gibt es großes Hallo auf dem Burghof. Eine etwas zerfledderte Zwergenalchemistin kommt auf ihrem Maultier angeritten. Brinleff Heerhauser nimmt sie herzlich in Empfang und führt sie in die Gesindequartiere. Yppolita erscheint nicht zum Essen. Als Thimorn nach ihr sieht, stellt er fest, dass sie leichtes Fiber und Husten hat. Also muss ein Heiler her. Dies Aufgabe übernimmt Dolorita. Die Diagnose lautet Dumpfschädel. Bekommt man, wenn man sich bei kaltem Wetter falsch ankleidet oder in einem Praios- oder Hesindetempel grob die Unwahrheit äußert. Was ein Glück, dass man in den Wäldern auf der Anreise Belmart gefunden hatte. Der Tee kann zumindest weiteren Schaden verhindert. Zur Heilung wird Traschbart benötigt. Hat man aber nicht. Vielleicht die Alchmistin. Diese sitzt auch beim Frühstück und beginnt auf Nachfrage in ihren Utensilien zu suchen. Nein, Traschbart hat sie nicht, dafür Schwefel. Da man die Befragung des Wildmenschen fortsetzen will, muss die Nivesin als Dolmetscher her. Diese hat ihren Stand auf dem Markt jedoch schon abgebaut, nachdem sie dort der Hexerei beschuldigt worden war. In dem Gasthaus kann man erfahren, dass die Dame nach einem Kleiderwechsel verschwunden war. Im Stall steht der Karren mit ihren Waren unter einer Plane. Isha kann zwar den Aufenthaltsort in den Schatten ausfindig machen, verpasst die Händlerin ganz knapp. Eine Bauernfamilie erscheint am Tor und begehrt Einlass. Ein Wolfsrudel war über ihre Ziegenherde hergefallen und hatte einige Tier gerissen. Nun sucht die Familie Schutz in Notmark. Der Graf wird gerufen und klärt die Sache erfreulich schnell. Die Ziegenherde erhält einen Pferch an der Stadtmauer und die Familie wird im Gasthaus einquartiert. Der Graf scheint doch kein Unmensch zu sein. Während sich die Helden noch beraten erschallen die Jagdhörner. Auf dem Burghof mache sich eine gräfliche Jagdgesellschaft mit Saufedern bereit für eine Wolfshatz. Daran will Thimorn schon immer mal teilnehmen. Waffen und Reittiere werden gestellt. Der Rest der Gruppe hat andere Pläne für den Rest des Tages. Die Alchmistin übergibt Istvan noch ein Tonfläschchen mit der Bitte ihr etwas Wolfsblut mitzubringen. Dann zieht die Jagdgesellschaft los.
Nun ist der Weg in dnr Grafenflügel frei. Die Wachen werden mit Großer Gier zum Dattelholen geschickt und die Gruppe kann das Spukzimmer besichtigen. Isha tut sich mit dem Schloss des Zimmers schwer, aber ein Zauber des Magiers öffnet es. Das Zimmer ist das gräfliche Arbeitszimmer, allerdings ist es nicht gereinigt worden, so dass sich bereits leichter Staub breit gemacht hat. An den Wändne sind Regale mit den Jahreschroniken der Grafschaft. Auf dem großen Schreibtisch ist eine Schreibgarnitur und eine vergoldeter Brieföffner. Auf der Hexe Geisterruf erscheint eine verdammte Seele, ein alter Diener, dem nach einem kleinen Missgeschick, mittels eines Fensterwurfes, durch den alten Graf Uriel, gekündigt worden war. Er hatte Wein auf den Nerzpelz des Grafen verschüttet. Sonst befinden sich keine Geister hier. Aber der Geist kann berichten, dass ein Pärchen hier ein kleines Liebesnest eingerichtet hat. Und die Beschreibung trifft auf Rowin und eine Wachfrau zu. Damit hat das Rätsel um den Grafengeist eine weltliche Erklärung gefunden. Und die Nachschau beim Gemälde ergibt, dass dieses wohl Graf Uriel zeigt.
Was Thimorn bei der Wolfshatz erwartet, werden wir am 29.10.2020 erfahren.