55. Spieltag (11.03.2021)
Isleif und Belisarius hatten heute kein Interesse an ausgedehnten Gruppenaktivitäten. Dolorita und Esbadascha nahmen am Abendessen teil. Isha nutzte die Gelegenheit, um sich mal im Zimmer von Ashu umzusehen. Aber außer irgendwelchen schamanischen Amuletten fand sie nichts. Die Ferkina hatte keinerlei Schriftgut oder Wertsachen gelagert. Im Speisesaal gerieten Hasrabal und Atherion aneinander. Der Illusionist versuchte die Frauenwelt mit allerlei Blendwerk zu beeindrucken und stellte sich selbst als Machtperson dar. Schließlich platzte Atherion der Kragen und er machte die Damen darauf aufmerksam, dass Illusionen eben nur scheinbare Macht darstellen, schlussendlich aber nur Blendwerk sind. Wahre Macht ergebe sich, wenn man andere unter seine Kontrolle zwingen kann. Als Beweis beschwor er einen Thalon (niederer Dämon in Form eines schwarzen Wiesels). Eine der Damen war von dem putzigen Tierchen so beeindruckt, dass sie unvorsichtig den Beschwörungskreis betrat und gebissen wurde. Es folgten gegenseitige Anschuldigungen wegen der Gefährlichkeit und mangelhaften Kontrolle über einen Dämon. Atherion brachte vor, dass nur die Unwissenheit und Dummheit der Klosterdame zu ihrem Schaden geführt habe. Dann verließ er zornig den Speisesaal. Esbadascha kümmerte sich mit Wundpuder um die Verletzungen der Frau. Dolorita lief Atherion hinterher und sprach den Magier an. Dabei zeigte sich der Dämonologe zugänglicher als zuvor angenommen und versprach die Bilder in den Katakomben der Gruppe zu erklären.
Nach dem Abendessen ging es dann mit dem Feueropfer weiter. Als sich alle Beteiligten im Hof versammelt hatten, zog man vor das Kloster zum Tor des Feuers (Bab el´Haz). Hier zeigte sich, dass man mit dem richtigen Ritual Personen feuerfest machen konnte. Anschließend ging man zur Feuersäule und nahm ein Bad in der Lava. Nachdem die mitgebrachten Opfergaben versenkt worden waren, gesellte sich auch Agapyr dazu. Er hielt mit Nurhan Zwiesprache und verabschiedete sich wieder. Das Winken von Hasrabal ignorierte der Drache völlig, was den Herrschersohn etwas überraschte. Nurhan teilte der Gruppe mit, dass Agapyr in drei Tagen mit den Helden und den anderen Gästen reden werde. Auf dem Rückweg zum Kloster verscherzte sich Sefimaid den Rest von Verständnis, als sie mit Hasrabal kokettierte.
Der ereignislosen Nacht folgte ein karges Frühstück. Dort kam es zu einem überraschend sachlichen Disput zwischen Atherion und Hasrabal über das Erbe der Magiermogule. Hasrabal fand es völlig richtig die Magiermogule an eine Akademie gebunden zu haben, um die Gefährlichkeit der Beschwörungen einzudämmen. Atherion hielt dagegen, dass die Beschwörungen der Magiermogule durch ihre Mantras ausreichend sicher gewesen waren. Die Zusammenführung hätte eben dieses Wissen zerstört. Die Familie Hasrabal habe dadurch einen gefährlichen Konkurrenten um die weltliche Macht ausgeschaltet. Ein verantwortungsvoller Beschwörer habe seine Kreaturen immer unter Kontrolle. Hasrabals Hinweis auf den vergangenen Abend wurde mit dem Verweis auf das fehlende Wissen der Verletzten begegnet.
Nach dem Frühstück traf man Atherion in den Kellergewölben an. Der Magier erklärte anhand der Zeichnung die Geschichte des Tales. Dabei fiel auf, dass Agapyr das Wissen um einen zurückliegenden Teil der Geschichte verloren gegangen war. Die Drachenmutter starb bevor sie ihr Wissen an ihre drei Nachkommen weitergeben konnte. Darunter fiel auch, dass an Stelle der Khom-Wüste zuvor ein Dschungelgebiet gewesen sein muss (Echsische Überlieferung). Irgendeine Macht hatte diesen Landstrich aus den Kruste von Dere verschwinden lassen. Das zurückgebliebene Loch hatte sich dann mit Sand gefüllt. Nun hatten die Helden einiges zu überdenken.
Die weiteren Ereignisse im Kloster werden Thema am 18.03.2021.