DSA - Online
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Fell und Zähne gingen als Trophäe mit. Dann traf die Gruppe am späten Nachmittag im Dorf ein. Der Anblick des Elefanten brachte Freude in die Reihen der Dorfbewohner. Man lenkte das Tier in den Innenbereich des Gutshofes. Dort ging es mit den Vorbereitungen des Trauerzuges sofort los. Die Flanken des Tieres wurden mit borongefälligen Symbolen verziert. Die Köchin hatte ihr Rezept für das traditionelle Hühnerpfeffer verlegt. Die Speise gab die Familie der toten Tochter mit auf den Weg in Borons Hallen. Nicht dass die Arme noch den Hungertod starb, was eine wahre Tragödie gewesen wäre. Die Gutsherrin hatte ihren Unmut an einem alten Diener ausgelassen, welcher mit gesenktem Kopf auf der Treppe saß. Besagter Diener geriet erneut in den Fokus der Heldenschaft, als die Ermittlungen in Sachen Säbelgriff von den Wachen zu dem alten Diener führten, welcher selbst einmal Soldat gewesen war. Der war aufgrund der vorhergehenden Schelte seiner Herrin zu keinem klaren Gedanken mehr in der Lage. [Heilkunde Seele gescheitert] Auch Selhira konnte ihn nicht aus seinen trüben Gedanken befreien. Da mussten ein paar deutliche Worte her. [Einschüchtern] Sigrun drohte ihm Prügel an, wenn er jetzt nicht gleich in die Gänge kommen würde. Der alte Herr drängte sich in eine Ecke zurück, gab aber an, dass sich sein Säbel mit der alten Uniform in seiner Feldkiste befinden würde. Das Griffstück ließ sich nicht mit einem Bewohner des Dorfes in Verbindung bringen.
Wie Imion treffend zum Tagesabschluss beitrug, sollte man sich nach der Beisetzung dann morgen um die Herkunft der Chimäre kümmern.
Das nächste Treffen findet am 07.04.2026 statt.
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273. Spieltag (07.04.2026)
Die Helden begaben sich zur Nachtruhe und teilten zwei Wachen ein. Diese Vorsichtsmaßnahme erwies sich jedoch im Nachhinein als unnötig. Bereits beim beginnenden Tageslicht wurde der Trauerzug geformt. Vorneweg der bemalte Elefant, gefolgt von der Sänfte mit der Verstorbenen. Der Trauerzug wurde durch die quäkenden Tone einer Kabasflöte begleitet, alle paar Schritte erfolgte der blecherne Klang eines Marschbeckens. Die Sänfte wurde von den beiden Wachleuten getragen. Der Perainegeweihte und ehemalige Liebhaber folgte mit dem Rest der Familie und des Gesindes. Der Zug ging auf einem freigehaltenen Weg durch den Nebelwald in Richtung Nekropole.
Die Bestattungsgruppe war schon eine Stunde unterwegs, als man auf eine Wegsperre traf. Zehn Bewaffnete und ein Anführer hielten den Zug auf. Der Sprecher befürchtete, dass der Elefant des Zuges dem Anach-Nur übergeben werden würde. Im weiteren Gespräch kam heraus, dass der Ferkinaführer, welchem der Säbel fehlte, den Mahut des Dorfes getötet hatte, um zu verhindern, dass der Geisterbeschwörer neue Körper bekam. Leider sei der Elefantenführer uneinsichtig gewesen. Die Ferkinas gehörten zum Stamm der Ban Awallakh. Der Stamm mit dem Anach-Nur gehörte zu seinen Feinden. [Menschenkenntnis +: Der Anführer schien gehörigen Respekt vor seinen Gegnern zu besitzen] Als man eine Beschreibung des Gegners erbat, kam heraus, dass er aus zwei Wesen ein Neues machen könne. Er sei auf dem Friedhof und dort gäbe es genügend Körper. [Überzeugen +] Die Ban Awallak konnten zwei Führer stellen, die auf der Seite der Helden mitkämpfen würden. Damit hatte man jetzt zwei Ortskundige zur Hand. Der Gegner hätte auch zwei Hände voll Kämpfer, meinte der Anführer.
Der Trauerzug wurde geparkt. Beide Wachen der Gutsherrin, Bortholomäus, die beiden Ferkinas und die Helden rückten auf das Feindlager vor. Der dichte Nebel verschluckte die Gruppe. Als man sich dem Lager näherte konnte man die ersten Umrisse erkennen. Ein alter Elefantenfriedhof. Das klägliche Trompeten ließ auf einen gerade noch lebenden Dickhäuter schließen. Eine seltsame menschliche Gestalt war dabei die Flanken des Tieres mit einer zähen roten Flüssigkeit zu beschmieren. Außerdem konnte man noch ein paar Wachen durch den Nebel gehen sehen. Erst als sich eine seltsame wurmartige Gestalt vier Schritt über den Bodennebel erhob, war den Helden klar, dass man es hier nicht mit ein paar wilden Plünderern zu tun hatte. Phelizitas konnte mit ihrem Wissen über Sphärenwesen erkennen, dass es sich hier um einen dreigehörten Dämon aus dem Gefolge Asfaloths zu tun hatte: einem Ugrabaan. Der riesige Dämon konnte ein menschengroßes Wesen mit einem Happs wegfressen. Zusammen mit der Fähigkeit zwei Wesen zu verschmelzen, hätte der inhalierte Held eine gute Chance auf die Wiederauferstehung als Elefantenchimäre gehabt.
Der Nebel war ein gutes Versteck. [Verbergenprobe für den Meuchelangriff überflüssig]. Drei Fernkämpfer machten sich bereit: Thorn, Sigrun und Imion. Gut gezielt ist halb getroffen. Trotz der unscharfen Umrisse der Gestalten [-2 AT] trafen alle drei Waffen. Der Shamane und zwei Wächter fielen um. Wobei der Geisterzauberer nur bewusstlos war [Rest-LE: 4]. Dann stürmte der Rest der Gruppe in den Nahkampf. Die Helfer beschäftigten die feindlichen Ferkinas und so blieb für die Helden nur der Dämon übrig. Sonea stürmte vor und stellte sich mit ihrem geweihten Hammer dem Sphärenwesen in den Weg. Dem ersten Biss wurde meisterlich [Wurf 1] ausgewichen und die Tentakel des Wesens schlugen vorbei. Phelizitas zauberte einen Flammenstrahl [INGIFAXIUS]. Der leuchtende Strahl fraß sich durch den Nebel. Aufgrund seiner schieren Größe, konnte der Dämon nicht ausweichen. Die profanen Fernwaffen verursachten nur geringen Schaden. Selhira ging auf den Dämon zu und begann sich der Lederrüstung zu entledigen. Gegen ein Verschlucken wäre sie nur suboptimal nützlich gewesen. [allerdings kostete sie diese Handlung zwei volle Kampfrunden]. Der Angriff der Ingerimm-Geweihten traf kritisch [war dann ihre zweite EINS]. Auch dem zweiten Bissangriff wurde ausgewichen.
[das war dann die dritte EINS auf dem W20 in Folge – unglaublich. Dies führte dazu, dass der Dämon für eine Runde keine Manöver mehr fahren konnte. Damit entfiel der Verschlingenangriff für das Maul und der Festhalteangriff der Tentakel.]
Der Tentakel ging fehl. In der dritten und letzten Runde trat Selhira mit einem Dämonenwall in Nahkampf ein. Der Wall verhinderte einen Treffer und absorbierte allen Dämonenschaden [bis zu einer ausgewürfelten Menge]. Damit war man eine weitere Runde sicher. Geweihter Hammer und ein weiterer Flammenstrahl ließen den Sphärenweltler dann in einer schwarzen Nebelwolke vergehen. Welche sich schnell mit dem anwesenden Kondensat vermischte.
Zwischenzeitlich waren auch die restlichen Feinde besiegt worden. Sigrun trat an den (noch) lebenden, aber regungslosen, Zauberkundigen heran. Bei der Durchsuchung fiel ihr zuerst das zahnbewehrte Maul in dessen Achselhöhle auf. [Dämonenmal] Dann geriet dieser seltsame schwere Dolch in die Hände der Nordfrau. Selhira und Sonea erkannten sofort seine abstoßende Macht, was jetzt die Thorwalerin nicht sofort nachvollziehen konnte. Der Chablak-Dolch sei die Zauberwaffe eines Animisten, erklärte Phelizitas. Mit bösem Zauberzeug wollte sich die Späherin nun nicht belasten. Dann beendete sie mit einem schnellen Schnitt ihres Säbels das Leben des Animisten. Seine Börse enthielt nur ein paar Heller. Genug für ein Feierabendbier für jeden Kämpfer.
Nachdem nun die Chimärengefahr gebannt war, konnte die Bestattung wie geplant fortgeführt werden. Man erreichte das Familiengrabmal ohne weitere Störungen. Der Elefant zog mit einem Flaschenzug die schwere Steintür nach oben. Die herumstreifenden Ghule machten eine solche Vorsichtsmaßnahme erforderlich, wollte man sicherstellen, dass der Leichnam nicht in den Mägen der Leichenfresser landete. Unter den Segen der Geweihten wurde die Verstorbene auf ihren letzten Ruheplatz gebetet. Danach legte der Elefant den Rückwärtsgang ein und der schwere Stein machte das Grabmal wieder dicht. Zusammen trat man den Rückweg an. Im Dorf erhielten die Helden die versprochene Belohnung und kehrten nach einer Übernachtung wieder auf die Straße Perricum – Baburin zurück. Der weitere Weg wird sich auf die Uferstraße Mendlicum – Zorgan führen.
============ Ende Tanz der Elefanten=============================
Die nächste Sitzung wird am 14.04.2026 stattfinden.
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