233. Spieltag (20.05.2025)
Isha begleitete Rahala nach draußen. Die heranstürmenden Leibwächter konnten beruhigt werden. Rahala erzählte den Helden, dass Qamar sie aufgefordert habe bei der nächsten Tanzstunde das Tanzgewand mitzubringen. Heute hatte sie es deshalb nicht dabei. Die Helden begleiteten sie zum Palast zurück. Dort nahmen sie eine seidene Tsa-Fahne in Empfang. Schließlich mussten sie als Verhandler reisen können, ohne sofort unter Feuer genommen zu werden. Auf der Rückreise zur Mada Basar, fiel auf, dass sich Marubans Truppen daranmachten Katapulte zu errichten.
Nach einer ruhigen Nacht ritt man Arkos entgegen. Dem Voraustrupp wurden die Wesirringe von Malqis und das Schreiben von Maruban gezeigt. Das reichte, um bis zum Schah vorgelassen zu werden. Der erzählte den Helden, dass das lange Warten nun ein Ende haben würde. Die schwärende Wunde im Fleische Araniens müsse getilgt werden. Auch die Schahi war dieser Ansicht. Ein grober Überblick ergab, dass Arkos mit ca. 1700 Waffentragenden unterwegs war. Aber würde das reichen, um eine befestigte Stadt einzunehmen. Zu irgendwelchen Zugeständnissen war der Schah nicht bereit. Eine sofortige diplomatische Löschung hätte ihm Ansehen gekostet. Er wollte zumindest einmal die Verteidiger auf die Proben stellen. Mit diesem Ergebnis ritten die Helden wieder zurück.
Maruban hörte dem Bericht schweigend zu. Auch er konnte nicht so einfach klein bei geben. Vater Hasrabal würde ihn wohl für völlig unfähig halten. Also lief alles auf ein erstes Kräftemessen hinaus. Viel Diplomatie war hier nicht gefordert. Die Helden verlegten ihren Ruheort in das Rahjaviertel vor Anchopal. Das Viertel hielt nur noch die hartgesottenen Seelen. In der Karawanserei fand man nun bequem eine Unterkunft. Die Nacht war äußerst ruhig.
Mit der Ruhe war es dann am späten Vormittag vorbei. In das Viertel zog der Heertross ein. Mit allem was man so braucht: Schmiede, Schneider, Schreiber, Schreiner, Prostituierte, Waschfrauen. Aus der Karawanserei wurde das örtliche Bordell. Arkos Armee war eingetroffen. Er ließ die Stadt umstellen. Belagerungswaffen wurden zusammengebaut. Da beide Heerführer auf ein erstes Kräftemessen hinarbeiteten, war für Verhandlungen einfach noch nicht der Zeitpunkt gekommen. Der nächste Tag würde zum ersten Blut führen. Die Nacht im neuen Bordell war nun nicht die beste. Bis spät in die Nacht genossen die Soldaten ihre vermeindlich letzte Erholung. Der damit verbundene Lärm ließ die Helden nur schwer zur Ruhe kommen.
Am nächsten Morgen begann das Schauspiel. Zu Beginn stapfte der zornige Rondra-Geweihte aus Anchopal vor die Stadttore. Maruban hatte ihn aus der Stadt verwiesen und das wollte sich der gute Mann nicht bieten lassen. Mit dem Rondrakamm auf der Schulter baute er sich vor dem südlichen Tor auf und forderte die Verteidiger zum Duell. Leider erfolglos. Besagte Verteidiger entschlossen sich den Mann zu ignorieren. Sollte er doch versuchen das dicke Tor zu zerstören. In einiger Entfernung zur Stadt ließ Arkos die Schleudern und Katapulte aufstellen. Zum Geweihten vor dem Tore gesellte sich ein weiterer Anhänger der Kriegsgöttin. Er machte den in der Zwischenzeit verzweifelten Geweihten klar, dass er in Fetzen geschossen wird, wenn er weiter stur vor dem Stadttor rumsteht. Mit gesenkten Schultern gab der Mutige auf und beide zogen sich zurück. Aus der Stadt kam weder Hähme noch Spott. Man ließ die Beiden ziehen.
Nun begann das erste Bombardement. Immer wieder schlugen Geschosse in die Stadtmauer. Die Helden konnten sehen, dass man bewusst tief anhielt. Aber einen Fehlschuss gibt es immer. Und bald sah man die ersten Rauchwolken hinter dem Mauerring aufsteigen. Bei genauer Beobachtung fiel auf, dass es wohl nur an einem Katapult lag, welches sich außer Stande sah, die Stadtmauer zu treffen. Das sahen sich die Helden mal näher an und bemerkten, dass der Richtschütze die Winde vorspannte und dann durch den Offizier aufgefordert wurde, noch eine paar Windungen zusätzlich zu machen. Der Schütze widersetzte sich nur kurz und wurde von sein Vorgesetzten überzeugt. Wie erwartet flog das Geschoss über die Mauer. Das konnte man so nicht stehen lassen. Über eine zerstörte Stadt brauchte man nicht verhandeln. Ein Ritt zu Arkos, welcher die Sultana von Gorien nach vorne schickte. Shila al´Agrah ritt zu dem gemeldeten Geschütz. Stellte den Offizier zur Rede und versetzte ihm vor der gesammelten Mannschaft eine schallende Ohrfeige. Mit der Bemerkung, dass er sich, sollte noch ein Stein die Mauer passieren, bei der Waffenpolierkolonne melden könne. Die würden morgen dann die Vorhut bilden und mal testen, was Hasrabal so drauf hat. Das war dann ein überzeugendes Argument für einen Artilleristen, denn hinten kämpft es sich für gewöhnlich am Besten. Maruban ließ passiv die Steine in die Mauer einschlagen. Er wollte Munition sparen für die anstürmenden Fußtruppen.
Am 27.05.2025 werden dann die Fußtruppen gegen die Mauer branden.