DSA - Online

  • Die Raumdecke dahinter wurde wurde durch drei Säulenreihen abgestützt. Die Schahi tanzte vor einem Limbustor und hatte bereits zwei von sieben Schleiern abgelegt. [In jeder Kampfrunde legte sie eine Tanzenprobe ab. Die *TaP wurden addiert. Alle 20 Punkte würde ein Schleier fallen. Das Ritual (Öffnung einer dunklen Pforte) würde nach dem Fall des siebten Schleiers beendet sein.] Und damit sie auch nicht gestört wird, hatte sie den Beschwörungskreis mit einem PANDÄMONIUM umgeben. Außerhalb standen auf beiden Seiten jeweils zwei Palastwachen, deren Oberkörper langsam hin und her wogte. In der entfernten linken Ecke des Raumes befand sich ein hoher Stuhl. Rasulan hatte sich auf die Rückenlehne gelehnt und beobachtete das Schauspiel.


    Die Gruppe bereitete sich auf den Angriff vor. Vero zauberte einen FULMINICTUS mit verlängerter Reichweite auf Rasulan. Dolorita vergiftete die Pfeilspitze von Tharin und den Bolzen von Bonnuaro mit HEXENSPEICHEL. Isha schlich sich bis zur letzten Säulenreihe vor und aktivierte ihre Zauberspeicher. Isleif machte sich bereit für einen Spurt und löste ebenfalls seine Zauberspeicher aus. Auf Kommando brach das Unheil über die Böse n herein. Tharins Pfeil auf die Shahi ging irgendwo ins Nichts [AT-Patzer, Wurf 20]. Dafür viel Rasulan dem Hexenspeichelgift und dem Schadenszauber von Vero zum Opfer. Er kam nicht mehr dazu, sein Teleportartefakt aus zu lösen. [Und auch nicht seinen Dämonenring mit dem Shruuf ins Spiel zu bringen, was den Kampf deutlich verkürzte.] Isha setzte mit einem Sprung [Akrobatik-Probe] über das Pandämonium und schlug Eleonora den Belelkelspitter aus der Hand. Damit brach auch die Verzauberung der Wachen ab, welche sich gerade anschickten die Angreiferin ihrer Herrin zu vernichten. Isleif beendet seinen Sprint am Rande des Pandämoniums und rief die Wachen ein „Ergebt euch“ entgegen. Das Ende des Tanzes brachte Tharins Pfeil, welcher die Tänzerin bewusstlos zusammenbrechen ließ. Die Wachen wurden schnellstmöglich über die Situation informiert [Überzeugenproben durch Dolorita] und verzichteten auf weitere Angriffe.


    Die Shahi wurde gefesselt und Arkos wurde von dem Sieg unterrichtet. Nun galt es dafür zu sorgen, dass der Geist von Eleonora wieder in ihren Körper gelangen konnte. Dazu musste Dimionas Geist erst den Körper von Eleonora verlassen. Ein Paktbruch mit Belelkel würde nicht einfach sein. Mit Hilfe von Shanya, der Rahjageweihten auf Elburum und am richtigen Platz wurde, einige Tage später, versucht den Geist von Dimiona in die seelenlose Menschenhülle aus dem Marbidenkloster zu transferieren. Dimiona versuchte sich von der Dämonenherrin loszusagen, [Mutprobe gescheitert] aber so einfach gab Belelkel eine Seele nicht her. Stattdessen zog sie sie noch einen Verbannungskreis weiter in das Verderben. Damit blieb der „alte“ Körper von Eleonora weiter besetzt und Eleonoras Geist musste in die Seelenlose Menschenhülle transferiert werden.


    Den Epilog der Kampagne spielen wir am 29.07.2025. Dort finden auch die letzten Absprachen für die neue DSA5-Kampagne statt.

  • 242. Spieltag (29.07.2025)


    Aventurien entwickelte sich weiter, auch wenn die Helden ihrem verdienten Ruhestand entgegen schritten.


    Arkos und Eleonora benötigten eine psychologische Pause. Für den Shah war die Tatsache, dass er mit seiner Schwester (im Körper von Eleonora) geschlafen hatte, sehr belastend. Eleonora musste mit ihrem neuen Körper klarkommen und wieder lernen, dass mit Beendigung ihrer Geisterdaseins, Tische, Stühle und Wände körperliche Hindernisse darstellen. Die Auszeit fand im Rahjakloster von Sidi Rajaschdi statt. In dieser Zeit übernahm Sybia die Regierungsgeschäfte. Da nun für sie keine Zeit mehr für die Leitung der Mada Basari war, entschloss sie sich, einen Dreierrat zu erschaffen. Diesem gehörte auch Isha, die phexgeweihte Heldin an. Salamon ibn Dafar hatte zwar sein Ziel, der Kopf der Vereinigung zu werden, erreicht. Aber eine uneingeschränkte Machtfülle wollte Sybia ihm doch nicht zugestehen. Nachdem Shah und Shahi wieder in der Lage waren, die Geschäfte zu übernehmen, ging Sybia mit ihrem Falken auf einen Jagdausflug. Von ihm kam sie nicht mehr zurück. Die Suche ergab keine Kampfspuren, keine Leiche, kein Pferdekadaver, nur ein paar Falkenfedern hatten sich am Ufergrün eines Baches verfangen.


    Amaryd, der Sohn des Shahs, entfremdete sich von Eleonora, behielt aber seine Verbindung zum Vater. Seine neugeborene Schwester Dassareth verließ mit einer Amme den Palast, als Dimiona aus selbigen abreiste. Der Verbleib des Säuglings ist unbekannt.


    Khelbara wurde durch Sybia begnadigt und wirkte eine zeitlang in Elburum. Sie nahm Kontakt zur den Grauen Stäben auf. Außer einem Gespräch mit dem Ordensgroßmeister kam aber keine Lösung zu Stande und so zieht sie weiter allein ihre Bahnen. Tsa wird ihr den Weg weisen.


    Assad, der Prinz von Baburien, brachte es fertig, seinen Vater zu vergiften und selbst die Macht zu ergreifen. Die Provinz ist ihm nicht genug, er strebt die Herrschaft über ganz Aranien an. Baymara, die Prinzessin von Yerkesh, bekam von ihrer Mutter immer mehr Staatsaufgaben übertragen, die sie an die Hof nach Zorgan führten. In einiger Zeit wird sie ihre Mutter wohl beerben.


    Maruban, der Statthalter von Anchopal, hat sich mit seinem Verhalten bei der Stadtbelagerung den Respekt seiner Familie erworben. Zum Shah unterhält er gute Verbindungen.


    In Palmyramis legte Rashpantana ihre Ämter nieder, nachdem sie ihre Tochter Rashpantane beim Vater in die Staatsgeschäft eingeweisen ließ. Ihre Wesirin Shubinai verlor das Vertrauen der Herrscherin und wurde unter Aufsicht einer obersten Wesirin gestellt.


    In Llanka wurden mit Hilfe des Militärs die letzten Reste des Malmerkultes beseitig. Der Hafenaufbau schritt voran und bald begann der Handel wieder zu fließen und Normalität einzutreten.


    Shanya wurde neue Statthalterin von Elburum. Zusammen mit Vater Rassan und dem treuen Gardisten Nashim bekämpften sie die restlichen Oronkultisten. Jashild wurde auf ihre Besitztümer in Yasirabad verwiesen.


    Taref übernahm nach seinem Abenteuer in Elburum wieder die Geschicke seiner Karawanserei „Rote Kamele“ in Zorgan und befindet sich im Konkurrenzkampf mit dem Eigentümer der „Weißen Kamele“.


    Für die Helden geht es nun in den Ruhestand. Das Haus wurde ihnen nun vollständig zugesprochen.Sie wurden zu Wesiren von Mada Basari und Aranien ernannt, und können nur für beide tatig werden.

  • Wechsel von DSA4 auf DSA5


    Nachdem wir nun lange Jahre im DSA4-(Regel)Universum unterwegs waren, steht nach dem Ende von Schleierfall nun der Wechsel auf DSA 5 an. Einen besonderen Grund gibt es nicht. Die bisherigen Helden haben, nach Spielermeinung, ihr End-Potential erreicht und gehen in ihren wohlverdienten Ruhestand. Ein Anwesen in Zorgan, ein Bayrounat in Malqis, die Würde von Wesiren mit Kontakten in den aranischen Adel, das sollte für einen Ruhestand reichen. Irgendwann hat man auch mal genug von seinem Charakter und möchte was Neues ausprobieren. Und vielleicht hat der Spielleiter ein Einsehen und man trifft die Althelden als NSC wieder.


    Was kommt auf den geneigten Leser und die Spieler zu?


    Wir werden den Abenteuerband „Niobaras Vermächtnis“ (NV) etwas aufpumpen. Im Band reisen die Helden quer durch Aventurien und versuchen die letzte Sternwarte von Niobara ausfindig zu machen. DER aventurischen Astronomin, die auch den Sternenfall vorausgesehen hat. Die einzelnen Schnipsel dieser Reise sind für sich genommen sehr kurz. Deshalb werde ich kurze (Zwischen)Abenteuer einbauen, die in sich abgeschlossen sind, aber in der entsprechenden Reiseregion von NV angesiedelt sind. Damit soll erreicht werden, dass man nicht die ganze Zeit irgendwelche kryptischen Rätsel löst, die zum nächsten Rätsel führen. Das wird auf die Dauer langweilig. Die Reisestationen von NV werden somit in den Hintergrund gedrängt und die „große Kampagne“ bildet den Rahmen, welcher die Gruppe zusammenhält.


    Die Zwischenabenteuer habe ich aus den Abenteuersammelbänden (Heldenwerk, Anthologien, etc) entnommen. Jedes davon ist deutlich umfangreicher als der NV-Schnipsel und spielt, wie beschrieben, in der gerade bereisen Region. Sie sind in sich thematisch nicht verbunden und somit kann ohne Restgeschichte weitergezogen werden.


    Bei diesem Mix treten erwartbar Schwierigkeiten auf. NV ist eigentlich an einen festen Zeitplan gebunden und man kann die Sternwarte nur zu einer bestimmten Zeit finden. Da halte ich es wie Gandalf: Ein Magier kommt nie zu spät, sondern immer dann, wenn er gebraucht wird. Mit der „Zeitverschiebung“ gehen auch die Jahreszeiten den Bach runter. Somit muss ich die dann entsprechend anpassen.


    Als „Bonus“ sehe ich die Möglichkeit für die Mitspieler jederzeit ein- bzw. aussteigen zu können. Dies ermöglicht die Kürze der Abenteuer, bzw der NV-Schnipsel.

    Das Spiel wird durchweg online stattfinden.


    Jetzt will ich euch nicht länger auf die Folter spannen. Los geht’s.


    Tiefhusen, im Winter 1038 BF. Der Sternenregen ist vorbei und Prospektoren versuchen sich in der Bergung des Sternengoldes. Die Funde werden immer seltener und so verschwinden die Goldgräberstädte langsam, nach einem schnellen Aufwachsen, wieder in der Bedeutungslosigkeit. So auch Voltans Fund. Jedes Ende ist auch ein Beginn.


    Als erster Spieltag ist der 12.08.2025 vorgesehen.


    Interessierte Spieler können sich gerne bei mir melden.

    Discord: darkstarhagen

    roll20: DSA5-Cubus Ulm

  • 243.Spieltag (12.08.2025)


    Niobaras Vermächtnis: Der Botenstern


    Die Helden saßen in einem Gasthaus in Tiefhusen. Ein Mann mit fettigen Haaren, deutlich über 50 Sternenläufe alt, betrat die Gaststube. Er ging bis zur Theke vor, kaufte ein Getränk und drehte sich in Richtung Gaststube, wo er die einzelnen Gäste musterte. Nach dem sein Blick die Runde vollendet hatte, begann er zu sprechen. Er stellte sich als Bran der Astronom vor. Er erklärte, dass er astronomische Berechnungen zu einem Sternenfall durchgeführt habe und er suche nun Unerschrockene, welche sich in den schneebedeckten Rorwhed wagen, und den Meteor bergen sollen. Er bot die Summe von 3 Silber pro Tag, Geweihten und Magiern bot er 6 Silber an.


    Unter den Gästen fanden sich fünf Helden, die Interesse hatten. Phelizitas eine Seemagierin aus Al´Anfa, Sigrun Frenjasdottir eine Wildniskundige aus dem hohen Norden, Sorlei die Ingerimmgeweihte, Thorn Kupferdraht ein zwergischer Tüftler mit seinem eigenen Wohnwagen und zuletzt Selhira von der Nachtflut, unschwer als Borondienerin zu erkennen. Bran konnte dann ausführen, dass er an dem Stein selbst keinerlei Interesse habe. Ihm sei es genug, seine Berechnungen bestätigt zu sehen. Er wohne in Voltans Fund, einer Stadt für Sternengoldsucher, welche ihre besten Tage bereits hinter sich habe. Die Helden verbrachten den nächsten Tag mit Einkäufen. Schneeschuhe, wetterfeste Kleidung, Zelte, haltbare Rationen, alles was man für ein paar Tage Wildnisleben im Winter so braucht.


    Es folgte eine sechstägige Reise nach Voltans Fund. Die Behausung des Magiers stellte sich als eine größere Hütte mit angebautem Beobachtungsturm heraus. Drinnen zeigte Bran den sternenkundigen Helden seine Berechnungsgrundlagen. Ein schneller Check durch die Helden erbrachte kein abweichendes Ergebnis. Das Innere der Hütte bestand eigentlich nur aus Bücherregalen, einer Bettstatt und einem kleinen Herd, sowie einer Arbeitsplatte. Bei dieser Enge beschloss die Ingerimmgeweihte die neuen Zelte auszuprobieren. Derweil machte sich Sigrun auf den Weg in die Ansiedelung. Einen Kräuterkundigen, einen Kürschner, viele Holzhäuschen (einigen hatte die Schneelast bereits das Dach eingedrückt) und schließlich die „Zerbrochene Spitzhacke“. Als die Thorwalerin durch die Wolldecken trat, eine Türe suchte man hier vergebens, erblickte sie eine heruntergekommene Taverne. Da sie über keine Geldmittel verfügte, versuchte sie es mit Gesang. Der kam nicht gut an und sie wurde auf ein Bier eingeladen, nur damit wieder Ruhe einkehren möge. Ihr Gönner stellte sich als Huis vor und er stellte, wie nicht anders zu erwarten, die üblichen Fragen nach dem Wohin und Woher. Den aufmerksamen Augen der Thorwalerin entging nicht der seltsame Dolchgriff, welcher aus dem Gürtel des Mann ragte. Sein Knauf schien abnehmbar zu sein. Solche Waffen gab es im hohen Norden nicht. Am Abend ging man dann wieder auseinander.


    Auf dem Rückweg traf Sigrun auf Sorelei und Thorn. Der Zwergentüftler war sich klar, dass das Zelt ordnungsgemäß aufgebaut war. Aber wo sollte man es dann hinstellen, ohne mit nassen Füßen und Schlafsack aufzuwachen. Sigrun stellte die Entscheidung bei Schneefall im Freien zu übernachten, in Frage, vor allem, da neben dem Zelt ein wärmende Hütte stand. Aber Sorelei ließ sich nicht überzeugen. Der Zwerg wählte seine Wohnwerkstatt als Domizil. Der Rest verbrachte die Nacht in der Gelehrtenhütte.


    Am nächsten Morgen machte man sich auf den Weg. Bewaffnet mit einer Landkarte in die Bran den Zielort eingetragen hatte. [Gruppensammelprobe auf Orientierung] Sigrun führte die Helden zielsicher in ein kleines Tal in die Ausläufer des Rorwhed. Dann wurde erstmals Rast gemacht. Zum Jagen war es jetzt zu spät und die hereinbrechende Dunkelheit machte auch eine Nahrungssuche unmöglich. Essen hatte man und dann teilte man auch eine Wachfolge ein. Die Nacht verlief ereignislos.


    Am Morgen machten sich die Gefährten daran die Umgebung genauer zu untersuchen. Die Helden stiegen die Talwand hinauf, um einen besseren Überblick zu haben. Von oben war die Erdsenke deutlich zu sehen und man ging gezielt darauf zu. Eine Absuche der Senke erbrachte einen seltsamen Baum, der deutlich kleiner gewachsen war als der Rest. Irgendetwas musste seinen Wuchs verlangsamt haben. Mit Schaufel und Hacke ging man daran, das Wurzelwerk zur Seite zu räumen. Sigrun hatte wenig Glück, dafür gelang es, zum Erstaunen er Umstehenden, der Magierin Teile aus dem Wurzelwerk zu lösen und sie warf der Thorwalerin die Holzstücke provokant vor die Füße. Schließlich knallte die Hacke mit einem hörbaren Klingen gegen einen harten Gegenstand. Kopfgroß mit einem gelben Gesteinsüberzug. Das gesuchte Objekt wurde geborgen. Mit Schnee gereinigt erfolgte die Untersuchung im Zelt. [Proben aus Steinbearbeitung, Metallbearbeitung und Alchemie.] Das Gestein war sehr hart und spröde. So was Seltenes mag schon seinen Wert haben. Die Metalladern bestanden aus Mindorium und Meteoreisen. Die Menge würde einen guten Wurfdolch abgeben. Vom Gewicht her etwa ein halber Stein.


    Die eingeteilte Wache konnte nichts besonderes feststellen und so machte sich die Gruppe am nächsten Morgen bereit für die Rückreise. Die nächste Sitzung findet am 19.08.2025 statt.

  • 244. Spieltag (19.08.2025)


    Drehen wir die Zeit etwas zurück.


    Unbeachtet von Sigrun hatte Kasim die Szene zwischen dem Narbengesicht und der Thorwalerin beobachtet. Seine Menschenkenntnis riet ihm sich vom Narbengesicht und seinem Partner, dem Schlapphut, fern zu halten. Die beiden konnten nichts Gutes im Schilde führen. Sigrun verließ dann die „zerbrochene Spitzhacke“. Am nächsten Morgen konnte Kasim eine Gruppe beobachten, welche mit ihrem Schlitten Voltans Fund verließ, und das am frühen Morgen. Dem scharfen Blick des Mannes aus Fasar entging auch nicht die Verabschiedung zwischen Narbengesicht und Schlapphut. Wobei letzterer sich auf die Spuren der Gruppe setzte. Seinem Instinkt folgend, nutzte Kasim seine Fähigkeiten im Verbergen, um seinerseits den Schlapphut im Auge zu behalten.

    Nach dem Verlassen der Siedlung spannte der Mann, welcher der „Schwarze Al“ genannt wurde, seine Armbrust und stapfte durch den Schnee den deutlichen Spuren der Schlittengruppe hinter her. Unterwegs schoss Al noch einen Hasen, welchen er sich an einer Schnur über die Schulter hängte. Kasim folgte Al den ganzen Tag. Am Abend baute sich Al ein Versteck unter tiefhängenden Tannenzweigen. Kasim fiel ein Feuerschein auf, welcher in der Ferne flackerte. Auch Kasim suchte ein Versteck und wartete die Nacht eingehüllt in Decken ab.


    Am nächsten Morgen machte sich Al auf den Weg. Er ließ sein Gepäck, Rüstung und Hase zurück im Versteck und näherte sich der Örtlichkeit, von welcher der Feuerschein gekommen war. Kasim schlich sich hinterher. An einer dicken Tanne ging Schlapphut in Stellung. [Verbergen Kasim gg. Sinnesschärfe Al] Irgendetwas hatte Al´s Aufmerksamkeit erregt. Er ließ den Blick umherschweifen und blieb an Kasims Versteck hängen. In aller Ruhe verließ Al seine Position und lief in den Wald hinein. Nachdem der Mann zwischen den Bäumen verschwunden war, näherte sich Kasim dem Beobachtungspunkt des schwarzen Mannes.


    Im Tal sah er die Gruppe in den Wurzeln eines Baumes graben. Immer wieder warf eine schlanke Frau der Thorwalerin aus der Kneipe ein paar Holzstücke vor die Füße und erntete einen verschlossenen Blick der Nordfrau. Kasim verließ sein Versteck und näherte sich der Gruppe. Als die Gruppe den Neuankömmling bemerkte, wechselten Fragen und Antworten hin und her. Kasim erklärte, dass sich zwielichtiges Gelichter für die Helden interessiere und der Späher gerade in die Wälder verschwunden sei. Sigrun, Kasim und Sonea machten sich an die Verfolgung.


    [Körperbeherrschungsproben] Den Verfolgern gelang es nicht an den Schwarzen Al heranzukommen. Seine Spur verlief zunächst gerade in den Wald und machte dann einen weiten Bogen zurück. Schließlich endete sie am Tannenversteck. Das war zwischenzeitlich leergeräumt worden. Hunger schien Al nicht mehr zu haben. Den Hasen hatte er zurückgelassen. Sigrun schien das eine dankbare Entschädigung für das Gerenne durch den Wald. Al´s Spuren führten dann in Richtung Voltans Fund zurück. Die Späher kehrten zur Gruppe zurück, welche zwischenzeitliche einen gelben Klumpen in Kindskopfgröße freigelegt hatten.


    Nach einer kurzen Beratung entschied man sich, Voltans Fund auf einem Umweg erreichen zu wollen. Man verließ sich auf den Orientierungssinn der Thorwalerin, die die Gruppe mit Hilfe von Brans Karte zunächst in eine andere Richtung lotste. Der Abend war schnell erreicht und es wurde ein Nachtlager errichtet. Zur Abwechslung gab es gebratenen Hasen. Die Stücke wurden verteilt und Sonea sprach einen Speisesegen. Das Fleisch zerfiel zu Staub, was eigentlich nur passiert, wenn das Essen verunreinigt ist. Phelizitas, die Magierin, schaute sich das mal genauer an [Heilkunde Gift, erschwert um die Giftstufe (8) gelungen]. Das Glück war der Gruppe wohl gesonnen. Mit einem Happen Marbos Ruhe im Magen wäre es eine sehr ruhige Nacht geworden. Aber es zeigte auch, dass Al sein Interesse nicht verloren hatte. Die Gruppe versteckte sich in Zeit und Wohnwerkstatt [Proben auf Verbergen] und mimte die schlafende Wache [Probe auf Schauspiel]. Al ließ sich nicht blicken. Er hatte den Köder nicht gefressen.


    Am nächsten Tag wurde der restliche Weg bis zu Brans Turm zurückgelegt. Die warme Stube des Astronomen hatte eine starke Anziehungskraft. Zusammen schaute man sich die Beute genauer an. Bran bemerkte, dass ein solcher Stein in seiner Ausfertigung von Astrale Geheimnisse erwähnt wird. Der „Botenstern“ stellte laut Niobara, der Autorin, ein Zeichen für einen weiteren Sternenregen dar. Bran war ob der Enthüllungen entzückt. Materiell bestand der Stein aus Meteoreisen, ca. 5 Stein und einem halben Stein Mindorium. Damit hatte er einen Wert von ca. 1200 Silbertaler. Aber ohne eine entsprechende Verhüttung blieb das Metall erstmal nur ein 10 Stein schwerer Steinklumpen. Bran erzählte der Gruppe, dass ihm eine bessere Abschrift der „Astralen Geheimnisse“ angeboten worden sei. Vanjescha Stoerrebrand, welche in Tjolmar ein Kontor eröffnet habe, hätte ihm das Buch zum Kauf angeboten. Tjolmar lag ein paar Tagesreisen in Richtung Norden.


    Zunächst wollte die Gruppe sich bei Narbengesicht und Schlapphut bedanken. Deshalb trat sie in die „Zerbrochene Spitzhacke“. Allerdings waren die Gesuchten nicht anzutreffen. Sigurn schüchterte mit ihrer breiten Gestalt einen kleinen Hänfling ein und drückte in an die Theke. Der arme Mann konnte nur erklären, dass ihm der Verbleib des schrecklichen Duos unbekannt war. Sie seien halt heute Abend nicht hier. Kasim kaufte einen teuren Beutel Tabak beim Wirt. Für die Menge eigentlich ein ungeheuerlicher Preis, aber er lockerte die Zuge des Gastwirts. Die beiden Gesuchten seinen am Morgen abgereist und hätten Voltans Fund in Richtung Tjolmar verlassen. Ihm sein aufgefallen, dass das Narbengesicht eine purpureingefärbte Hasenpfote um den Hals getragen hatte. Ein seltsames Schmuckstück, aber wenn man an Talismane glaubt. Das machte Sonea und Selhira hellhörig. Purpur war die Farbe des Namenlosen und natürlich war den beiden Geweihten klar, dass die Kultisten häufig Alltagsgegenstände veränderten, um ihren unerwünschten Glauben auszuüben und sich Gleichgesinnten zu zeigen, ohne gleich vom Hof gejagt zu werden.


    Was werden die Helden tun? Das wird sich am 26.09.2025 zeigen.