149. Spieltag (13.04.2023)
Abends im Stiefel: Isleif bespricht sich mal mit dem Barden. Von Musiker zu Musiker. Zum Aufwärmen bestellt er für einen Silbertaler ein Lied. Der Barde legt los und besingt einen erhängten Ork. Sehr zur Erbauung des Publikums. Damit war man im Gespräch. Wir bekamen den Hinweis, uns nicht mit dem mürrischen Zwerg im ersten Stock anzulegen. Zu Karmold wusste der Sänger, dass Karmold schon ein paar Jahre hier lebt. Er hat seinen letzten Auftrag versemmelt und deshalb beim Stadtrat 1000 Dukaten Schulden. In den ersten Stock zu gelangen war einfach. Der Gjalsker auf der Treppe war nur der Rausschmeißer. Jedermann konnte nach oben gehen, was wir dann auch taten. Was unten die Würfeltische, waren oben die Boltantische. Ansonsten war der erste Stock unspektakulär. Isha Aufmerksamkeit für Gerüchte (Gassenwissen *2 TaP) brachte uns die Erkenntnis, wo der Zwerg seinen Standort hatte, nämlich hinter der Zwischenwand. Der Tag war lang gewesen und wir machten uns auf den Weg in unser Gasthaus.
Ich legte mich aufs Ohr, nachdem ich meine Kleidung und Ausrüstung gepflegt hatte. Isha machte noch einen Rundgang durch das Viertel der Schönen und Reichen. Vielleicht fand sie ein Objekt zum Einsteigen. Wir wurden durch das Morgenlicht geweckt. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Magistrat der Stadt. Wir mussten an eine Besucherlaubnis für Karmold herankommen. Bis zum Vorzimmer des Stadtrats kamen wir. Als ich den Herrn Sekretär ansprach, war ich ihm wohl nicht gut genug (Sozialstatus 2). Er fand seinen Gesprächspartner in Isha (SO 9). Ein Termin war schon zu bekommen, aber erst in drei Wochen. Erst ein paar Silbertaler, die den Weg in die Sammelbüchse für ein Waisenhaus fanden, ließen den Zeitraum zusammenschrumpfen. Mich wunderte auch nicht, dass besagtes Haus noch nicht einmal gebaut war. Korruption ist überall gleich. Nachdem ausreichend Edelmetall in Scheibenform den Weg in die Büchse gefunden hatten, bekamen wir einen Termin für den morgigen Tag. Wir erfuhren auch, dass der Stiefel für den Herrn Stadtrat arbeitete. Für Zwergenware wurden wir an Ingalf den Fleischer verwiesen.
Das war dann auch das nächste Ziel. Nach dem Kauf von drei Portionen Fleischbrühe landeten wir im Hinterhof. Besagte Brühe wurde an einem Tisch serviert, wo Ingalf gerade tüchtig mit einem Beil Fleisch zerteilte. Jede Information wollte bezahlt sein. Karmold sollte für Swelter eine Schmugglerroute nach Yol-Gurmak, dem ehemaligen Ysilla, aufbauen. Karmolds Schwester Efferdane hatte gute Verbindungen in diese verfluchte Stadt. Wie schon erwähnt, ging das schief und Karmold stand mit 1000 Dukaten in der Kreide. Er versuchte dann seine Schulden mit den Fundstücken aus der Binge zu begleichen und landete im Schuldturm. Der gute Metzger übermittelte uns auch noch einen Möglichkeit, wie wir den Stadtrat unter Druck setzen konnten. Besorgt euch das Rauschkraut aus dem Stiefel, tagsüber vorbei am Zwerg und den fünf Wachen, worunter sich auch ein Magier befinden soll. Der Fleischer bot sich auch als Lagerist für das Diebesgut an. Diese Info wurde gesponsert durch einen Dukaten aus unseren Taschen. Das Rauschkraut soll sich in einer Kiste befinden. Der Zwerg hat den Schlüssel dazu. Uns wurde klar, dass man Zugang zu Karmold nur mit Gefälligkeiten erhielt. Den Bannstrahlern zu Diensten zu sein, lehnten wir ab. Diese Fanatiker bringen nur Ärger. Zum Schluss kaufte Isha noch eine Portion Schlafgift und eine gutschmeckende Wurst. Das Gedeck wurde mit 40 Dukaten in Rechnung gestellt.
Als nächstes schauten wir uns mal den Schuldturm an. Unsere Hoffnung, dass wir vielleicht mit unseren Kletterkünsten in den Turm kommen könnten, löste sich gleich in Luft auf. Der Turm war Teil der Garnison. Eine Inselfestung mitten im Fluss. Zugang nur über Wasser oder eine Zugbrücke. Das Reinkommen würde nicht schwer sein, nur die anschließende Flucht. Wir setzten auf unser Gespräch mit dem Stadtrat. Dann haben wir genug Wahlmöglichkeiten, wie wir an eine Besuchserlaubnis gelangen können. Zum Schluss des Tagen ging es nochmals auf Einkaufstour. Wir füllten unser Werkzeug für einen Expedition wieder auf. Gekauft wurden: 10 Meter Seil, Hammer, Spitzhacke, Kletterhaken, Wurfanker, Sturmlaterne mit Öl, Fackeln, Zunder mit Box und 24 Tagesrationen. Isha schaute sich noch mal ihre immobilen Diebesgelegenheiten bei Tageslicht an. Dann war auch unser Tagwerk vollbracht. Auf den Straßen setzte ein Ausrufer Kopfgeld für eine Räuberbande aus. Die Anführer waren, laut einem Steckbrief, ein bärtiger Mann und eine Schwarzmagierin.
Am 17.04.2023 werden wir einen Plausch mit dem Stadtrat halten.