11 . Spieltag (15.11.2022)
[Drehen wir die Zeit etwas zurück (die Hexe ist wieder da und übernimmt Olkos Wache – Olko musste wegen Spielermangel das letzte Mal als NPC herhalten). Ratten waren im Wald ausgesetzt worden. Wache der Hexe beginnt.]
Die Bornländerin schlenderte durch das Lager, alles war ruhig und schlief. Ein Platschen und Schaben von Holz auf Stein (Sinnenschärfe+) ließ sie aufhorchen. Als die Hexe in Richtung Ufer ging, bemerkte sie, wie eine Gestalt mit zwei Zöpfen durch das Lager in Richtung Zelt von Timpski schlich. Durch die Glut des herabgebrannten Lagerfeuers wurde kurz die Kleidung der Frau sichtbar. Eine Lederhose und eine Wolljacke mit den Webmustern der Norbarden. Die Hexe schlich hinterher und traf am Zelt des Hauptmanns ein. Bevor die Zauberkundige das Zelt betreten konnte, hörte sie noch eine männliche Stimme überrascht fragen: „Ihr wollt was ??“ Ein so zartes Gespräch sollte nicht rüde unterbrochen werden, nichts desto trotz will man wichtige Informationen ja nicht verschenken. Also versuchte sich die Hexe in eine günstige Hörposition zu bringen (Verbergen +). Da wurde doch dem Hauptmann tatsächlich die Trommel zum Verkauf angeboten. Preis: 200 Batzen, also ein gutes Pfund unter dem jetzigen Gebot. Timpski stimmte dem auch noch zu, wo bleibt den da die Gardistenehre? Nachdem man handelseinig geworden war, schlich sich die Norbardenfrau wieder zu ihrem Floß zurück und legte in Richtung Hausboote ab. (Sinnesschärfe -) Die Silhouette vermischte sich mit der Nacht und es war nicht herauszufinden, zu welchem Hausboot die Norbardin unterwegs war. Der Rest der Nacht verlief erfolglos, wenn man von dem Wolfsgeheul absah, das allen den Schlaf raubte. Stimmte doch Storko, der verstoßene Hund von Jaruslaw von Kirschhausen-Krabbwitzkoje, in das Heulen ein.
Die Gjalskerin und den Magier interessierten die Neuigkeiten nicht wirklich. Ihnen war ein ungestörter Schlaf wichtiger. Nach der morgendlichen Toilette, die sich aufgrund der niedrigen Temperaturen etwas kompliziert gestaltete, standen die weiteren Verhandlungen in Sachen Trommel auf der Tagesordnung. Auf ihrer Runde durch das frühmorgendliche Lager fiel der Gjaskerin ein Frauenpärchen auf. Eine Gardistin (ohne Rüstung, mit Augenringen wegen der Nachtwache) zog freundlich eine Küchenmagd in den nahen Wald. Unter lautem Gekicher verschwanden die beiden Schönen zwischen den Bäumen. So weit so gut, sollten sie ihren Spaß haben. Die heutigen Verhandlungen verliefen deutlich zum Nachteil der Festumer (Verhandlungsproben - 6 QS Unterschied). Ganze 180 Batzen mussten sie als Zugeständnis an die Norbarden machen. Dadurch änderte sich zumindest der Ton bei den Verhandlungen und man versprach, am nächsten Tag ohne Bewaffnung zu erscheinen. Während der Verhandlungen wurde Jaruslaw von einer Knappin mitgeteilt, dass ein zwei Meter breiter Uferstreifen aufgrund der Eisdicke nun beritten werden konnte. Zum Abschluss überreichte die Muhme der Trebritzki-Sippe den Festumern noch eine Ballonflasche mit 5 Liter Meskinnes. Die Festumer nahmen die Gabe dankend an und verbrachten sie ins Vorratszelt der Lagerküche. Hexe und Zauberer hatten ihre Vermittlungskünste auf Seiten der Norbarden zur Geltung gebracht, sollte doch schnell eine Einigung erfolgen.
Das Abendessen wollte einem Teil der Soldaten nicht ganz schmecken. Viele ließen ihre Potion einfach stehen oder hatten, nachdem sie den Essensdunst rochen, einfach keinen Hunger mehr. Das musste man näher betrachten, war die Qualität der Feldnahrung bislang ohne Makel gewesen. Gjalskerländerin und Zauberer mundete das Essen wie gewohnt. Nur die Hexe verspürte einen Aber gegen das Essen und ließ ihre Portion stehen. Für die Stammeskriegerin eine gute Gelegenheit sich mal richtig den Bauch vollzuschlagen. Natürlich kam gleich der Verdacht auf, dass da die Meskinnesflasche im Spiel sein musste. Aber die Untersuchung der Hexe ergab keinen Anhaltspunkt. Sie teilte ihre Beobachtungen dem Magier mit. Dieser nahm sich mit einem ODEM ARCANUM der Sache an und bemerkte, dass der Schnaps unauffällig war, jedoch sich im Boden der Tonflasche eine Rune befand.
Während die beiden Zauberkundigen mit der Flasche beschäftigt waren, fiel der Stammeskriegerin auf, das Rudjew von Arauken seinen Weg zum Lagerfeuer der Festumer gefunden hatte. Wie auch in der Kaserne hielt er eine Hetzrede gegen die Norbarden. Und natürlich kam auch wieder die Lobrede auf die Theaterritter, zu deren Zeiten hätte es sowas nicht gegeben. Die hätten mit eisernem Besen durchgefegt und die Norbarden, den Golblins hinterher, ins Höllenfeuer geschickt. Die Nordländerin versuchte die Hetze durch Drohungen zu beendet. Das gelang ihr nicht und Rudjew verließ gut gelaunt das Lagerfeuer und ging in seinen Zelt. Die Gjalskerin schlich sich zu sein Zelt (Verbergen <=> Sinnesschärfe). Als Rudjew seinen Helm mit Nackenschutz abnahm, kam eine Tätowierung ans Licht: ein neunfingriges Krallenzeichen. Das hatten die Helden schon Mal gesehen. Nach dem Verhandlungen mit Tuminka Trebritzki war ihnen das Amulett einer Moorleiche angeboten worden. Dieses Amulett trug das gleiche Zeichen. Als Rudjew endlich eingeschlafen war, gelang es der Kriegerin gerade so, sich in den Besitz der Lederhose zu setzen. Als kleines Gastgeschenk schnitt sie zwei große Löcher in die Rückseite des Hose und legte sie wieder zurück.
So endete der Tag und die Zeit der Nachtwache begann. Der Magier hielt das Seeufer im Auge und deshalb bemerkte er, wie sich ein Floß näherte. Die Umrisse passten zu Frau von gestern, nur führte sie ein Paket mit sich. Die Zeit zum Wecken der restlichen Gruppe blieb und so warteten alle Helden auf das Anlanden der Frau. [Ihr Name ist Angnitha Trebritzki, eine verwöhnte, vollbusige 18-Jährige, die gerne viel Bein zeigt und Hühnerfrikasse hasst – es sei nur so am Rande erwähnt, nicht dass das irgendjemand interessiert hätte, denn befragt wurde sie durch die Helden nie. Und es spielt auch bei den kommenden Ereignissen keine sonderlich wichtige Rolle]. Hexe und Kriegerin nahmen eine Beobachterrolle ein. Die Beiden wurden durch den Magier in Ereignisse hineingezogen, die vielleicht so nicht geplant gewesen waren. Jedenfalls schritt der Zauberer forschen Schrittes auf die Frau zu und sprach sie laut an. Die Gute wich den ungünstigen Fragen aus und beschleunigte ihre Schritte in Richtung Hauptmannszelt. Der Magier ergriff sie am Arm, sie riss sich los und damit war der Kampf eröffnet. Der Magier holte sie gleich mit dem ersten Schlag seines Stabes von den Beinen (Wurf 1 – schwerer schmerzhafter Treffer, Opfer stürzt und bekommt zwei Stufen Schmerz). Das Paket polterte mit lauten Dröhnen zur nächsten Zeltwand und weckte das Lager. Die Hexe näherte sich und begann zu zaubern. Kriegerin nahm ihren Schlagring heraus und stürmte auf die Norbardin zu. Runde 2: Magier haute daneben, Sturmangriff der Kriegerin traf (+1 Stufe Scherz, da LE auf 25 gesunken), Hexe berührte die Gefallene und sprach GROSSE GIER nach Meskinnes (Selbstbeherrung der Norbadin +, somit keine Wirkung), Norbadin kroch auf das Paket zu. Runde 3: Die Wache traf ein und wurde von der Hexe beruhigt, die Gjalskerin riss das Paket aus den Händen der Norbardin. Magier traf zum zweiten Mal kritisch (schwerer schmerzhafter Treffer, + 1 Stufe Schmerz). Somit 4 Stufen erreicht und die Norbardin wurde bewusstlos.
Die Kriegerin legte das Paket neben der Hexe ab. Die Hexe sprach mit der Wache (Ablenkung) und der Magier brachte das Paket ins Heldenzelt, während die Kriegerin sich um die Norbardin kümmerte. Ihre Heilkunst Wunden brachte ihre Gegnerin wieder unter die Lebenden. Der Hauptmann erschien auf der Bildfläche und war nicht angetan von den Entwicklungen, war doch sein genialer Plan mit dem Aufkauf der Trommel gescheitert. Da niemand das Paket auffinden konnte, ordnete er eine komplette Durchsuchung des Lagers an. Außerdem forderte er Rudjew auf sich sittlich anzuziehen. In der Eile der Geschehnisse hatte der Hetzredner seine kaputte Hose angezogen und sein blanker Hintern blitzte verführerisch im Mondlicht. Der Magier nutzte die Zeit und öffnete das Paket. Darin befand sich eine Trommel, auf die die Beschreibung des vermissten Instruments zutraf. Er versteckte sie erfolgreich unter der Liege (Verbergen <=> Sinnesschärfe der durchsuchenden Wache). Die verletzte Norbardin machte sich wieder auf den Weg nach Hause. Der Zauberer wollte einen Finderlohn für die Trommel aushandeln und stieß auf völliges Unverständnis beim Hauptmann. Da die Helden bereits in den Diensten der Festumer standen, sei es ihre Pflicht die Trommel abzugeben, da gibt es keinen weiteren Lohn. Nachdem wieder Ruhe eingekehrt war, konnten die Helden ihre Beute untersuchen. Dabei wurden sie auf ein Zeichen mit Ockerfarbe aufmerksam, welches unter der Trommelhaut angebracht war. Das Zeichen wurde sofort entfernt und die Trommel wieder unter der Liege verstaut.
Am 29.11.2022 geht es dann weiter.