43. Spieltag (07.12.2020)
Die Expedition machte sich wieder auf den Weg zum Horndrachenthron. Die Tagesetappe endete an einem Hang. An der oberen Kante wartete bereits die Kälte, weshalb nochmals Rast gemacht wurde. Der Hang war mit seltsamen Pflanzen bewachsen. Die spannlangen Stängel endeten in einem verschlossenen Blütenkopf. Am Boden umgab ein Ring aus spitz zulaufenden Blättern die Stängel. Alle Untersuchungen erbrachten nur unbefriedigende Ergebnisse. Erst am Abend entfalteten die Blumen ein Lichtermeer in unterschiedlichen Farben. Zunächst begannen die Blüten in der Nähe des Zuges zu leuchten, dann leuchtete nach und nach der ganze Hang. Yppolita taufte die Pflanze: Sternendahlien. Die Pflanzen waren in der Lage aus Lebewesen Energie für ihre Leuchtkraft zu ziehen. Nach einiger Zeit erhoben sich kleine leuchtende Kugeln aus den Blüten und begannen wie Schmetterlinge herumzufliegen. Einige der Pflanzen wurden samt Wurzelwerk und Erdreich verpackt. Die Nachtwache achtete darauf, dass sich keine Leuchtkügelchen auf den Schlafenden niederließen.
Am nächsten Morgen ging es den Hang hinauf. Am Übergang zur Hochfläche hatten die Mahre zwei Speere in den Boden gerammt. Diese waren durch von einem Bukett aus Totenköpfen umrahmt. Die Warnung ignorierend, ging es über die Hochebene weiter. Die Kälte nahm deutlich zu, nachts herrschte Grimmfrost. Doch der Kälteschutz hielt stand und die Nächte verbrachte man in selbstgemachten Schneehöhlen. Am Abend des zweiten Tages wurde eine Dampfwolke sichtbar. Januk wurde als Späher vorausgeschickt und brachte die Kunde, dass es da vorne einen Wald und warmes Wasser gebe. Als Beweis übergab er einen kleinen Ast mit grünen Blättern. Tatsächlich kam man an einen Ort, der der bislang beste Rastplatz war. An einem dampfenden Teich aus einer heißen Quelle hatte sich ein Kleinod in der Eiswüste gebildet. Einem kurzen Erholungsurlaub stand nichts mehr im Wege. Die Zeit verbrachte man mit Kräutersuchen, Ausrüstungs- und Körperpflege. Als sich Esbadascha ein paar Eidechsenschwänze besorgen wollte, kam es zu einem Konflikt mit Isha und Dolorita. Dem Argument der Ehrfurcht vor dem Tsa-Symbol konnte man noch mit Unglauben begegnen. Aber Tierschutz? Na gut, Eidechsen gibt es überall, dann halt später. Drei Tag Auszeit vor der nächsten Etappe waren dringend nötig. Die Treiber wollten in der Oase 14 Tage auf die Rückkehr der Helden warten. Ob die Tiere den nächsten Reiseabschnitt noch bewältigen konnten, war fraglich. Die Helden verhandelten mit Heerhauser über einen kleinen Zusatzverdienst, wenn man noch eine Woche länger warten würde. Die Tiere wurden entladen. Die benötigten Güter wurden auf die Schultern der Träger verteilt. Dolorita achtete darauf, dass sich unter den Trägern Personen mit zurückgelassenen Verwandten befanden. Damit wollte man einer vorzeitigen Abreise entgegenwirken.
Die Stoerrebrand-Karte führte die nun fußläufige Gruppe innerhalb von drei Tagen zur Riesenstraße. Hier konnten die knöchernen Überrest von Riesen gefunden werden. Aus dem spiegelglatten Boden ragten der Ellen- und Speichenknochen einer Riesenhand. Esbadascha besorgte sich ein kleines Stück von einen Fingerknochen, für einen Stärketrank oder Konstitutionselixier? Isleif berichtete über die vergangene Schlacht zwischen den Kräften des Namenlosen (Riesen, Trolle, Oger) und den Rechtschaffenen (Hochelfen und Drachen). Die Gruppe folgte der Riesenstraße bis zur einer Blockade. Der Weg ins Riesland war versperrt, also weiter in Richtung Horndrachenthron. Leider musste man eine zweitägigen Schneesturm in einer Felsspalte aussitzen. Als es dann weiterging, wurde die Wanderung durch zwei Lawinen unterbrochen, die zeitgleich vor und hinter der Gruppe niedergingen. Als sich der Eisstaub gelegt hatte, wurde klar, dass die beiden Lawinen durch blaue Mahre ausgelöst worden waren. Eine Abordnung der Fischmenschen nahm dann Kontakt auf. Nachdem die verbale Kommunikation scheiterte, kam es zu einer Art Gedankenverschmelzung zwischen den Sprecher der Mahre und Isleif (kräftige Männer müssen logischerweise immer der Chef sein). Der Fischmensch (Eaaie-kh, sein Name) forderte die sofortige Einstellung der feindseligen Zauberei, da diese seinem Volk Schaden zufüge. Hier lag offenkundig bezüglich des Verursachers ein kleines Missverständnis vor. Da der Sachverhalt jetzt nicht zu klären war, luden die Wesen die Helden auf eine Algensuppe in ihre Höhle ein. Eaaie-Kh musste sich noch in einem Geistesduell (Eiuuu-g-ia) mit der Wache Zutritt verschaffen, aber schließlich erreichte die Gruppe ihren Lagerplatz in einer großen Höhle. Die Algensuppe schmeckte zwar widerlich, jedoch beseitigte sie die Auswirkungen der Höhenkrankheit. Nach der Besichtigung der Algenfarm, gab es noch etwas Geschichtsunterricht in Sachen Mahre. Nachdem das große Böse die Stadt der Mahre vernichtet hatte, waren sie in die Höhlen gezogen. Die Reste des Dämonenbaums bildeten nur die Innereien der Dämonenzitadelle. Und das Ganze war schon eine ganze Weile her.
Anschließend wurde den Helden das Hauptanliegen der Mahre gezeigt. Durch die Erdstöße (oder böse Zauber) hatten sich die Kristalle, welche einen Nodix fixieren sollten, verschoben. Das wiederum bewirkte ein schlechtes Wachstum der Leuchtflechten, welche für die Algen Licht spendeten. Das Nodix-Ding wirbelte nun gedankenverloren in der Höhle herum. Zwischen zwei Kristallen bestand eine magische Barriere. Dieser Barrieren gab es drei. Die Aufgabe der Helden war es nun, mittels Verschieben der Barrieren den abtrünnigen Wirbel wieder an seinen Ort in der Mitte der Höhle zu bringen. Eine Berührung durch dem Wirbel entzog war Lebensenergie, erhöhte aber um den gleichen Betrag die Astralenergie. Das Vorhaben gelang mit einigen Blessuren.
Die Weiterreise wird am 14.12.2020 stattfinden.