DSA - Online
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291. Spieltag (25.08.2026)
Entscheidungen über Entscheidungen. Wie war die Ausbreitung der Sphäre zu stoppen? Im Zelt der Campleitung kam man zusammen. Atherion, Okharim, Hasrabal, Praiosgeweihte und die Heldengruppe.
Für Madame Hasrabal war die Sache klar. Ein Opfer musste hinunter und die gesammelten Artefakte zünden. Der Meteor würde überladen und den ganzen Grabhügel in Stücke reißen. Nur so freiwillig melden, wollte sich niemand. Aber man hatte ja ein Ritual zur Hand, mit dem man einen Toten wieder aktivieren konnte. Das fand nun die Borongeweihte nicht so prickelnd.
Warum werfen wir nicht den ganzen Stein mit einem AUGE DES LIMBUS dorthin? Zaubertechnisch wäre das machbar. Allerdings war die Auswirkung einer Astralexplosion im Limbus ein Ding, was jedem Sphärenkundigen sofort den Schweiß auf die Stirn trieb.
Thorn sah das ganze von der praktischen Seite. Ein Korb aus Koschbasalt, darin enthalten alle Artefakte. Über einen Seilzug genau über dem Einschlagskrater platziert. Mit einer Fackel, die das Seil nach einer gewissen Zeit durchbrannte. Diese Zeit konnte man für die Flucht nutzen. Das Material war im Camp verfügbar. Nur wer sprach das Kommandowort? Zeitzauber! Man sprach das Kommando gleich, fror die Zeit ein. Der Kasten fiel und beim Aufschlag löste sich der Zauber auf. Peng! Gute Idee – nur wenn die Zeit stillstand, fiel auch der Kasten nicht.
Zeitzauber war ein guter Ansatz. Eragon der Korgeweihte schlug vor, in der Zeit zurückzureisen. Aus den Wänden der Koschbastaltkammer am Aufschlagspunkt des Meteor einen Kasten zu bauen, in den dann der einschlagende Stern fiel. Somit kam keine Magie an den Stein und er konnte sich auch nicht aufladen. Und die paar Tage in die Vergangenheit zu reisen, dürfte keine Schwierigkeit sein. Davon abgesehen, dass die Sache ein Paradoxon heraufbeschwor, klang sie ganz gut. Wenn der Meteor in den Berg einschlug und sich nicht auflud, gäbe es keinen Grund einen Tresor am Aufschlagspunkt aufzustellen. Ganz davon zu schweigen, dass der Einschlag wohl den Deckel des Tresors durchschlagen würde und so der Stein wieder der magischen Strahlung ausgesetzt wäre.
Profane Methoden wie das Zerschlagen des Stein scheiterten an der schieren Masse. Den Berechnungen nach wog das Teil 2,5 bis 3 Quader. Den Tresor um den Stein herum aufzubauen, scheiterte am Sternenfieber.
Elementare! Wir rufen einen Meister des Erzes und der verarbeitet dann den Stein zu Kleinholz. Die Sternenstrahlung verhinderte eine Beschwörung in unmittelbarer Nähe, jeder Elementar würde wahnsinnig werden und irgendwas anstellen, nur nicht den Anweisungen seines Beschwörers gehorchen.
Wie war der Plan mit dem Arkanum Interdictum noch mal? Zuwenig Geweihte? In der Heldengruppe befanden sich noch zwei, somit wäre genug karmale Energie vorhanden. Die Geweihten würden eine Zeit lang völlig aufgedreht durch die Gegend laufen und wären bis auf den letzten göttlichen Funken ausgebrannt, aber das Problem wäre gelöst. Es galt ja nur die Magie solange tot zu machen, bis man den Stein in Stücke gehauen hatte. Die normale Wirkungsdauer war mehrere Monate, aber das war hier gar nicht nötig. 14 Tage reichten völlig. Also wurde beschlossen, es auf diese Weise zu probieren.
Den Rest des Tagen nutzte man für die Vorbereitungen. Heilige Zeichen um das Grabmal, einen symbolischen Auszug der Labormagier aus den Grabmal sollte anzeigen, dass die Magie die Örtlichkeit verließ. Im Licht der Mittagssonne des nächsten Tages hob der älteste der Geweihten sein Sonnenzepter zur Sonnenscheibe und rief die letzte Worte des Rituals: „Auf die Fürsprache der Alveraniare und aller Heiligen des Herrn sei Stadt und Land verkündet: ARCANUM INTERDICTUM !!! Es bewahre euch Praios, der Gleißende, vor allem Zauberwerk. So sei es!“ Während Eragon und Selhira ob ihres wundervollen Werkes mit einem Permanentgrinsen durch die Gegen liefen und jedem von ihrer Erfahrung im Zusammenspiel mit der göttlichen Macht berichteten, war Thorn praktisch veranlagt. Er sorgte dafür, dass der Stein in der Tiefe gespalten und gerecht unter den Anwesenden aufgeteilt wurde. Das nahm ein paar Tage in Anspruch und ab den zweiten Tag, hatten die Geweihten auch ihre Weltlichkeit wieder für sich entdeckt.
Der Arbeit Lohn bestand aus 5 Stein Meteoreisen und je 8 Unzen Cupritan und Illuminium. Das ergab einen Marktwert von 20 Dukaten, 100 Dukaten und 110 Dukaten, somit 230 Dukaten.
[Meteoreisen erleichtert die Verzauberung (ARCANOVI) und die Aufladung eines Artefakts. Allerdings bekam man nach 24 Stunden Tragezeit starke Kopfschmerzen. Cupritan verstärkt Feuerzauber, welche in das Artefakt eingewoben werden, allerdings erhitzte sich dann das Metall und man konnte damit trockenes Stroh und Papier anzünden. Oder sich gehörig die Finger verbrennen. Illuminium sorgt dafür, dass das Artefakt bei Kontakt mit Blut zu leuchten beginnt. So eine Laterne, die mit Blut, statt mit Lampenöl läuft hat ja auch was für sich. Zusätzlich übte es eine anziehende Wirkung auf andere Zauberwirker aus, wenn es darum ging, diesem zum Mitzaubern im Rahmen eines größeren Rituals zu überreden. Und zuletzt gestattete ein Artefakt dem Zaubernden auch seine eigene Lebensenergie für einen Zauber einzusetzen. Die Verarbeitung der Sternenmetalle setzte ein Berufsgeheimnis voraus und außerdem eine Fähigkeit in Metallbearbeitung von mindestens 12]
Da die Helden nach Khunchom reisen wollten, stellte Ashtarra Okharim noch ein Empfehlungsschreiben für die Drachenei-Akademie aus. Damit konnten die Helden dann die Bibliothek gratis besuchen.
===========Ende von Beschreibung der Unendlichkeit=========
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Der Weg führte über mehrere Tage zu Land in Richtung der Stadt am Mhanadi. Am dritten Abend gab es eine seltsame Begebenheit [Sidequest-Karte: Snake in the gras] Während die Helden am abendlichen Lagerfeuer den Tag ausklingen ließen, bemerkten Selhira und Eragon ein Rascheln im hohen Gras. Sie waren etwas überrascht dort zwei Schlangenaugen zu entdecken, welche das Essen auf dem Feuer gierig beäugten. Zunächst wollte man den ungebetenen Gast vertreiben, als er jedoch in reinstem Tulamidisch um eine kleine Essensspende bat, lud man das Tierwesen ans wärmende Feuer. Einen Namen nannte es nicht, aber es konnte berichten, dass Feenwesen aus der Anderswelt im Süden Aventuriens sehr selten waren. Im Bornland waren die sprechenden Ottern oder Hasen gängig, aber hier traf man zumeist auf Angst und Abscheu. Die Schlange hatte schon mehrfach schlechte Erfahrungen gemacht, konnte aber den Steinen und Schwertern bislang immer ausweichen. Mit ein paar Happen gegrillten Hasenfleisches gab sich der Schuppige zufrieden. Außerdem, so gab er bekannt, war die Abscheu der Südländer gegen Echsenwesen auch keine große Hilfe. Obwohl die Schlange rein gar nichts mit Echsenmenschen und ihren Pyramiden zu tun hatte. Der Abend war mal etwas anderes. Am nächsten Morgen war die Schlange verschwunden, hatte sich aber noch in der Nacht gehäutet. Imion betrachtete die unerwartet feste Tierhaut. Das hier war etwas besonderes. Die Haut war mit natürlicher Zauberei aufgeladen. Magische Tierteile war ihm bekannt, Rabenfedern die einen Körper Flugfähigkeiten verliehen, Katzenohren, die außergewöhnlich gutes Hören ermöglichten und auch das Fell von Luchsen, das gutes Sehen brachte. Von einer Schlagenhaut jedoch hatte er noch nie etwas gehört. Deshalb gab er die Haut Phelizitas zur weiteren Untersuchung.
======Beginn NV: Immerwährend gehütetes Wissen====
Man kam in Kunchom an und suchte sofort die Drachenei-Akademie auf. Die Wächter am Tor lasen aufmerksam das Empfehlungsschreiben und führten die Helden zu Khadil Okharim, dem Vater von Ashtarra. Der ließ es sich nicht nehmen nach den Erlebnissen seiner Tochter zu forschen. Und die Helden gaben bei Gebäck und Tee bereitwillig Auskunft. Natürlich durften die Helden die Bücherei nach Werken von Niobara durchforsten. Die Akademie besaß eine Originalabschrift der „Astralen Geheimnisse“. Es handelte sich um eine der ersten Abschriften von Chania bint el´Layla. Also einer direkten Schülerin der Sternenkundigen. Diese hatte sich um 550 BF herum in Khunchom niedergelassen und hier als Laiendienerin im Hesindetempel gedient. Khadil versprach sich bei der Belegschaft dafür einzusetzen, dass den Helden zeitnah geholfen wurde. Bis er die Bibliothekmitarbeiter eingewiesen habe, könnten doch die Helden aus dem Maraskanerviertel etwas bestelltes Endurium abholen. Seine Wächter wollte der ehemalige Akademieleiter nicht schicken, die Uniform war einfach zu auffällig. Aber eine Handvoll Fremde, welche durch die Maraskanerwelt tingelten, würden nicht auffallen. Touristen gab es dort zuhauf und morgen sei dann alles für die Forschung vorbereitet. Außerdem bot er Gästezimmer in der Akademie an und man brauchte sich nicht auf die Suche nach einem Nachtquartier machen. Die Helden stimmten zu und erhielten die Wegbeschreibung zu Idrajid, die Geschwedzigstere, einer bekannten Alchemistin.
========Beginn Heldenwerk IV: Wandel im Chaos===================
Die Brücke führte über einen Arm des Mhanadi in die engen Gassen von As´Tuzak wie die Maraskaner ihr Viertel nannten. Für die Tulamiden war es Dar-Marustani. Man trat in die Schatten der Bebauung und es wurde still. Kein Stimmengewirr, keine Schritte, kein Klimmern der Waffengestelle. Die Helden machten sich kampfbereit und rückten langsam vor. Die magische Stille eines SILENTIUM war ihnen bereits bekannt. Vorsichtig spähte man um die nächste Hausecke und fand den Grund für den Zauber.
Drei Schläger drängten einen bunt gekleideten jungen Mann in die Ecke eines L-förmigen Hauses. Der junge Mann setzte sich mit einigem Können und seinem Stiletto zur Wehr. Aber lange würde das nicht mehr gutgehen. Sigrun kramte den magischen Fächer aus dem nimmervollen Sack. Dann hatten die anderen vier Schläger die Gruppe bemerkt, diese standen Schmiere und hatten die Aufgabe unerwünschte Aufmerksamkeit zu vertreiben. Mit einem kurzen Zucken des Handgelenks öffnete die Thorwalerin den Fächer und aktivierte dadurch den Windzauber, der Tanz hatte begonnen.
Das nächste Treffen findet am 08.09.2026 statt.
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292. Spieltag (08.09.2026)
Als Phelizitas bis auf acht Schritt an den ersten Gegner herantrat, ließ Sigrun den Fächer zusammenfahren und packte ihn frustriert weg. Die Zauberin begann einen Fuchtzauber (HORRIPHOBUS). Selhira trat an die Seite der Magierin, um diese vor den Angriffen der Räuber zu schützen. Thorn hob seine Armbrust und nagelte einen der Schlagetots an die Wand des Gebäudes. [Kritischer Treffer, dreifacher Schaden, Reduzierung der LE des Gegners von 30 auf 3.]
Einer der Angreifer versuchte einen Treffer beim Opfer zu erzielen, während zwei sich Selhira und Phelizitas widmeten. Beide holten zu einem Wuchtschlag aus. Der eine hieb sich selbst ins Gesicht [AT-Patzer] und zog sich eine dicke Platzwunde an der Stirn zu. Der andere schlug meilenweit vorbei.
Phelizitas Zauber war fertig und versetzte den Schläger beim Opfer in Furcht und Schrecken [2 Stufen Furcht]. Selhira schlug auf ihren Gegner ein und traf ihn an einer empfindlichen Stelle [kritischer Treffer]. Der Mann musste seine ganze Selbstbeherrschung zusammennehmen, um nicht bewusstlos umzufallen. Aber er blieb stehen. Thorn schickte seinen zweiten Bolzen auf die Reise. Nach dem Treffer hatte der verängstigte Gegner beim Opfer in der Ecke genug. Die Schläge aller Gegner gingen fehl.
Selhiras zweiter Treffer schickte ihren Gegner zu Boden. Phelizitas und Thorn fügten dem letzten Angreifer soviel Schaden zu, dass dieser die Flucht ergriff. Zornig versuchte die Magierin den Fliehenden in den Rücken zu schlagen, traf aber nicht. Nun konnte man sich dem Angegriffenen widmen. Dieser beendete zunächst mit einem Drehen seines Rings die magische Stille. Quinziber hatte auf der Überfahrt von Maraskan nach Khunchom eine Magierin namens Hesindasab kennengelernt. Beim Verlassen des Schiffes war ihm ein verlorener Ohrring aufgefallen. Es brauchte einige Zeit bis er den Aufenthaltsort der Magierin ausfindig gemacht hatte. Als er den Schmuck zurückgeben wollte, konnte er ein Gespräche zwischen der Gesuchten und einer unbekannten Person belauschen. Die beiden sprachen davon, einen Mann namens Ornijiban aus dem Weg räumen zu wollen. Besagter Mann sei im Auftrag der „Hohen Schwester“ unterwegs. Als die Anwesenheit von Quinziber bemerkt worden war, wurde er sofort angegriffen. Ihm gelang die Flucht. Allerdings vermutete er, dass man bereits darauf wartete, dass er das Maraskanerviertel verließ. Die „Räuber“ seien mit Sicherheit angeheuert, um nach ihm zu suchen. Als Dank übergab er den silbernen Ohrring von Hesindasab, welcher einen Rubin einfasste. Quinziber beschloss zunächst mal im Viertel zu bleiben, aber jeden Abend würde er sich in der Nähe des Rur-und-Gror-Tempels aufhalten. Man könne ja dann dort in Kontakt kommen. Weitere Informationen zu den Attentätern sollten bei der Alchemistin oder im Tempel zu bekommen sein.
Da es bereits Nachmittag war, beschlossen die Helden zunächst den Auftrag der Dracheneiakademie abzuschließen. Führte er sie auch zu der erwähnten Alchemistin. Idrajid, die Geschwedzigstere hatte ihren Laden im Hinterhof eines der Wohntürme. Die 40jährige hatte eine Augenklappe über dem rechten Sehorgan. Außerdem zeugten Brandnarben im Gesicht von einigen fehlgeschlagenen Experimenten. Nachdem die Gruppe ihren Abholauftrag durch eine Vollmacht bestätigt hatte, wurde ihnen das Endurium ausgehändigt. Die fingerlangen Barren schauten unscheinbar drein. Das tiefschwarze Metall kam aus der Mine der Fürstkomturei von Maraskan. Der Marktwert eines halben Steins lag bei ca. 7 500 Dukaten. Die Helden trugen somit keine Kleinigkeit mit sich herum. Deshalb verteilten sie die Barren auf verschiedene Personen. Sie befragten die Alchemistin über eine fremde Magierin. Tatsächlich hatte sie ein neues Gesicht bemerkt. Die Zauberin sei in Begleitung eines Buskurs gewesen. So heißen auf Maraskan die Meisterkrieger, welche durch ihre bunten Hartholzharnische auffallen. Die Kämpfer hier standen in Diensten des Tetrarchen. Dieser Krieger hatte einen Panther auf seine Brustwehr malen lassen. Vermutlich werden die Helden die Gesuchte bei Denderan finden, welcher sich als Nachfolger des Tetrarchen sieht. Die besten Kämpfer findet man in der Grade. Seit der Tetrarch verstorben war, nahmen die Soldaten auch Aufträge gegen Geld an. Zum Abschied übergab die Alchemistin noch ein kleines Geschenk. Eine Phiole mit einer blauen Flüssigkeit. Sie erklärte, dass der neue Trank, den sie Blaues Mana getauft hatte, die Kleidung des Trinkers regenbogenbunt einfärbte und er damit einen beliebigen Zauber brechen konnte. [Karte Blue Mana aus den Deck of many drinks]. Nach ca. einer Stunde würde sich die Farbe der Kleidung in den Ursprungszustand zurückversetzen oder wenn man die Antimagiefähigkeit einsetzte. Aber bis dahin lief man als farbenfrohe Lichtgestalt durch die Gegend.
Nachdem die Helden ihre wertvolle Last in der Akademie abgegeben hatten. Kehrten sie ins Viertel zurück und besuchten den Tempel. Zwillinge waren die Ansprechpartner der Helden. Die Priester betrachteten die Vertreter des Zwölfgötterglaubens als nützliches Beiwerk für Rur und Gror. Sie schützen den Diskus auf seiner Reise. Nach dem Maraskanischen Glauben ist die Welt ein Diskus, welchen Rur zu Gror geworfen hat. Die zwölf Geschwister erhielten von Rur den Auftrag den 8192 Jahre dauernden Flug der Scheibe zu bewachen. Trotz Spende fiel die Informationsausbeute etwas schwach aus. Die Gardekrieger trafen sich nicht in irgendeiner Hafenkneipe, sondern in Rurasabs Tavern´uuzak. Dort hielten sich öfters wichtige Leute auf, die einen preislich anspruchsvollen Schutz benötigten.
Die besagte Wirtsstube befand sich in untersten Stockwerk eines Wohnturms, wo auch die Mietzimmer der Taverne zu finden waren. Qualität und Preis der Waren waren hoch. Betrieben wurde der Gasthof von Rursab, der Namensgeberin und ihrem 14jährigen Enkel. Die Wirtin war mit ihren 60 Jahren auf einem Gehstock unterwegs und nahm die Bestellungen auf. Der Enkel servierte dann die Getränke. Zwei Maraskanische Tees und eine starkes Bier sollte es sein. Ein stabiler Tonkrug mit einer schönen Schaumkrone und zwei Teekannen mit Trinkschälchen wurden geliefert. Man kam mit den Gästen und der Wirtin ins Gespräch. Phelizitas erkundigte sich nach den Meuchlern. Die Antwort war eindeutig, wer viel fragt, läuft Gefahr selbst als Übungsobjekt tot in der Gosse zu landen. Auch schien man hier mit magisch Begabten so seine Probleme zu haben. Da seien zu viele Schwarzmagier darunter. Man könne sich gerne mal bei den Gardisten erkundigen, die kennen bestimmt die Gesuchte. Essen wollte man hier nichts mehr und deshalb suchte man die Garküche von Xanjidas auf.
Das Essen war einfach aber gut und Touristen stand man hier nicht ablehnend gegenüber. Die durchtrainierte 25jährige Wirtin mit den kurzen schwarzen Haaren ließ vermuten, dass sie sich ihren Lebensunterhalt auch schon mal auf andere Weise verdingt hatte. Freundlich servierte sie die scharf gewürzten Speisen. Der Hinweis, dass Magier für gewöhnlich Hilfe bei Alchemistin suchten, war jetzt nichts Neues. Dafür bekam man den Namen des Harnischträgers heraus: Rurech.
Damit war der Abend beendet und die Gruppe legte sich zur Nachtruhe in der Drachenei-Akademie. Die nächste Sitzung findet am 22.09.2026 statt.
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293. Spieltag (22.09.2026)
Nach dem Frühstück im akademieeigenen Speisesaal suchte man die Bücherei auf. Die Bediensteten hatten schon gute Vorarbeit geleistet und so ging man sofort zur Sichtung der Ergebnisse über. Von besonderer Bedeutung war eine Abschrift des Buches „Astrale Geheimnisse“. Auf der ersten Seite war verzeichnet, dass Chania bint el´Layla die Abschreibende war. Also eine direkte Schülerin von Niobara. Ebenfalls auffällig war die Verwendung vor Wörtern in Garethi, die scheinbar wild in den Text des Buches eingefügt worden waren. Die Sätze ergaben durch aus ihren Sinn, aber warum sollte man den tulamidischen Text mit Garthi „würzen“? Also schrieb man alle garethischen Wörter in der Reihenfolge ihres Erscheinens hintereinander:
Wohl wissend, dass du vieles weißt,
und blickst oder erahnst, was werden kann,
selbst wenn du auch zum Weltenende reist,
sieh doch, was die Tochter Zauberhaftes gab,
und Frevel gleichfalls genannt ward.
Ihr Haus in einer Palme Stadt,
das Sternenzelt dir Aufschluss geben mag,
mit den lichten Geheimnissen gingen wir ins Grab.
Für die Geweithen der Zwölfe war klar, dass hier das Verhältnis zwischen Hesinde und ihrer Tochter Mada gemeint war. Mada brachte mit einem Frevel den Sterblichen die Zauberei und wurde durch Praios an einen Stein im Himmel gefesselt. Dieser Stein wurde das Madamal getauft und zieht nun als Mond über den aventurischen Himmel. Die frevlerische Tat führte dazu, dass man kaum Tempel von Mada fand, während die Bauwerke zu Ehren der Mutter Hesinde fast überall zu finden waren.
Die Stadt der Palme war Palmyrabad, welche für ihren Schlauchwein dereweite Berühmtheit erlangt hatte. In der Stadt gab es einen Mada-Tempel. Somit war wieder ein Anlaufpunkt freigelegt.
Rashdul mit dem Haus der Grauen Stäbe war auch noch offen. Soweit war der geschäftige Vormittag vorbei.
Das Mittagessen wollte man in As´Tuzak einnehmen. Das Anwesen des Tetrarchen war der erste Anlaufpunkt. Aber die Erkundigungen endeten bei den zwei Wachen am Tor. Die Neugierigen seien wieder unterwegs, begrüßte man die Helden. Offensichtlich hatte sich die Fragerei vom Vorabend im Viertel herumgesprochen. Über Interna der Garde erteilte man nicht jedem Anfragenden sofortige Auskunft. Und Fremden schon gar nicht. Da half auch keine Überzeugungskunst. Den Weg hätte man sich sparen können.
Also zu den Punkten, die man schon am Abend besucht hatte, und die weltoffener waren. In der Garküche war Xanjida bereits dabei die Reste des Mittagstischs der anderen Kunden zu beseitigen. Die 25-Jährige konnte bestätigen, dass sich im Viertel die Personenbeschreibungen der Gruppe bereits herumgesprochen hatte. Die Tetrarchenwache wurde von zwei oder vier Buskuren angeführt. Ohne diese ginge es hier drunter und drüber. Für gewöhnlich wurden die Harnische hier gefertigt. Das Viertel hatte mit Cassinasab eine hervorragende Harnischmacherin. Die Meuchler tat die Wirtin als Ammenmärchen ab. Zaboriten gab es doch schon lange nicht mehr. Das war nun etwas naiv. Es war richtig, dass der Orden, welcher Boron (Totengott) und Tsa (Göttin der Erneuerung) als eine Wesenheit sahen, nicht mehr existent war. Allerdings gab es genügend Nachfolger. Den neuesten Gerüchte zu folge, trieb sich im Viertel ein Agent aus Al´Anfa herum. Und jeder wusste, dass die Hand Borons nicht zimperlich war, wenn man Unfrieden stiften wollte.
Dann ging es zur Harnischmacherin. Die Werkstatt befand sich in einem der weniger Häusern, die ohne Turm am Rande des Viertels standen. Nach dem Eintreten umwehte die Gruppe sofort der Geruch von frischem Holz, vermischt mit Firnis und Pflegeölen. Hartholzharnische waren für ihr geringes Gewicht im Vergleich zum gebotenen Schutz bekannt. Cassimasab war gerade an der Werkbank beschäftigt. Mit ihren 60 Jahren hatte sie bereits graue Haare, die zu kleinen Zöpfen geflochten waren. Thorn begann gleich ein Fachgespräch unter Handwerkern. Er hatte ein gutes Näschen dafür, wie man neben den Dingen zur Holzbearbeitung noch andere Informationen aus der Frau herausbekommen konnte. Zu Zauberkundigen hatte die Bodenständige ihre eigene Meinung. Alles hässliche Schwarzmagier zu denen man am Besten weiten Abstand hielt. Natürlich konnte sie den beschriebenen Harnisch identifizieren. Er gehörte Rurech. Der Buskur hatte sich im Streit um die Nachfolge des Tetrarchen auf die Seite Denderans gestellt. Wobei die meisten Wächter Zejida unterstützten, welche der Tetrarch zu seiner Nachfolgerin auserkoren hatte. Rurech sah das halt anders, warum auch immer. Über Meuchler wusste die Handwerkerin zu berichten, dass die Hand Borons die übelsten Mörder waren, war ja von Al´Anfanern nicht anders zu erwarten. Einer dieser bruderlosen Mörder soll gerade im Viertel sein Unwesen treiben. Er habe ganz alleine eine ganze Gruppe Wachen getötet, die ihm das Handwerk legen wollten. Phelizitas wollte noch wissen, ob auch Magier einen Hartholzharnisch tragen könnten. Eigentlich die beste Rüstung ohne Eisen, die es gab. Mit den philosophischen Tiefen über die magische Kleiderordnung war nun die Macherin überfordert. Sie bot einen Harnisch zum Verkauf an. Gerne passte sie die Malereien auf dem Brustplatte dem Käufer an. Die Frau wurde auf ein andermal vertröstet.
Nun war das Teehaus an der Reihe. Frumold und Yakuban hatten ihr Bewirtungsgewerbe auf das Dach eines Wohnturms verlegt. Das ließ einen erhabenen Überblick über das Viertel zu, soweit andere Türme nicht den Blick versperrten. Yakuban bot auch jedem Gast einen Blick in die Zukunft an, was Thorn sofort annahm. Mit den Inrah-Karten legte Yakuban einen Lebensbaum auf den Tisch der Gäste. Seine Erklärungen zeigten bald, dass er über die allgemeingültigen Floskeln von baldigem Glück, herannahender Todesgefahr und einem glücklichen Ende einer nahenden Krise nicht hinauskam. Aber als Einstieg in die Ausfragerei war das Kartenlegen durchaus geeignet. Von einer fremden Magierin hatte der Wirt nichts gehört, aber solche hohen Persönlichkeiten stiegen für gewöhnlich bei Rurasab ab. Buskure gab er nur in den Reihen der Wache. Es gab auch noch einen Hinweis auf die Harnischmacherin, welche der Gruppe bereits bekannt war. Hinter vorgehaltenes Hand gab es noch einen Hinweis auf die „Bruderschaft“. Wenn die „Bruderschaft“ jemanden tot sehen wollte, stand man am besten weit vom Opfer entfernt. Weitere Ausführungen zur „Bruderschaft“ konnte oder wollte der Wirt nicht machen. Zumal seit kurzem ein bezahlter Mörder auf eine hochgestellte Persönlichkeit angesetzt worden sein soll. Da er das alleine nicht bewerkstelligen könne, wird er irgendwelche Niemande für sich einspannen. Wahrscheinlich hatte Al´Anfa wieder seine Hände im Spiel. Phelizitas hielt sich während der Gespräche ruhig im Hintergrund. Erstens war sie eine Schwarzmagierin und sie kam aus Al´Anfa. Sie würde jedes Feindbild bedienen, welchem die Gruppe bei ihrer Herumfragerei begegnet war. Es war den Helden auch klar, dass sie nun erneut als Klatsch im Viertel herhalten mussten.
Deshalb ließen sie es für diesen Tag gut sein und versuchten mit dem Geretteten in Kontakt zu treten. Quinziber hatte versprochen jeden Abend in der Nähe des Tempels zu sein und so lief die Gruppe schlendernd über den Vorplatz. Imion und Selhira konnten aus dem Augenwinkeln erkennen. Wie eine Gestalt am Ausschank eines Teestandes seinen Becher absetzte und der Gruppe folgte. Der Kapuzenumhang sollte wohl verhindern, dass man das Gesicht sah. Die Gestalt näherte sich und forderte die Gruppe auf ihr zu folgen. Die Stimme und die Körperform stimmten mit dem Geretteten überein. Quinziber führte die Gruppe in einen kleinen Hinterhof. Mit einem scharfen Blick, machte er einem Bewohner klar, dass die Örtlichkeit für kurze Zeit nun nicht mehr sein Zuhause war. Quinziber würde über das Ermittelte in Kenntnis gesetzt. Er gab an, dass er sich problemlos in den Wohntürmen verstecken könne. Allerdings wurden die Ausgänge aus dem Viertel beobachtet, so dass er beim Versuch der Flucht sofort auffallen würde. Er sah in weiterer Infomationssuche keinen Sinn. Vielleicht sollte man sich mal an die Fersen von Rurech heften. Oder das Anwesen von Danderan unter Beobachtung stellen. Die fremde Magierin müsste doch aufzutreiben und zu verfolgen sein. Jedenfalls verabschiedete sich Quinziber nach einiger Zeit und versprach morgen wieder am Tempelplatz bei Sonnenuntergang auf die Gruppe zu warten.
Die Gruppe blieb zurück in dem kleinen Hinterhof. Irgendwas stimmte mit dem Mann nicht. Die Geschichte mit dem verlorenen Ohrring der Magierin war etwas zu dünn. Man kam hier zwischen die Fronten um den Machtkampf über die Nachfolge des Tetrarchen. Wollte man das? Welche Seite war die „gute Seite“, so es sie überhaupt gab. War Quinziber vielleicht der Attentäter, von dem der Wirt in der Teestube gesprochen hatte? Warum trug ein Mann einen Silentium-Ring, den er auch noch aktivierte, als er überfallen wurde? Eigentlich müsste dem Opfer eines Überfalls daran gelegen sein, dass der Rest der Welt von seinem Unheil erfuhr. Sollte man die Magierin ausfindig machen und sie vor einem Attentat warnen?
Am 29.09.2026 geht es weiter.
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294. Spieltag (29.09.2026)
Im Rahmen des Frühstücks besprach man das weitere Vorgehen. Dann ging es zu Denderans Anwesen. Wie zuvor beim Tetrarchenpalast endete die Reise am Tor mit den zwei Wachleuten. Auch diese begrüßten die Neugierigen, aber sie ließen sich auf ein Gespräch ein. Nach Vorzeigen des Ohrrings der gesuchten Magierin, konnte man erreichen, dass Rurech auf der Bildfläche erschien. Der Leibwächter bedankte sich für die Mühe und übergab im Austausch mit dem Schmuckstück fünf Dukaten in die Hände der Helden. Auch den Hinweis auf den drohenden Anschlag auf die Magierin nahm er gelassen entgegen. Auf Maraskan war es nicht ungewöhnlich, dass man seinen politischen Gegner mit handfesten Mitteln aus dem Spiel nahm. Da die Helden den Attentäter kannten, bot er ihnen an, bis zur Klärung der Konkurrentenfrage in die Dienste der Magierin zu treten. Allerdings müsste er hierfür erst die Erlaubnis seiner Schutzperson einholen. Er gab auch unumwunden zu, dass die Magierin in der ersten Zeit in Denderans Anwesen untergekommen war. Die Helden stimmten zu, sich mit Rurech in Rurasabs Taverne zu treffen. Rurech wartete, bis die Gruppe sich auf den Weg gemacht hatte, dann verließ auch er das Anwesen in südlicher Richtung. Es gab eine kurze Diskussion, ob man einen Späher hinterherschicken sollte. Doch sah man keinen Vorteil darin, das Vertrauen der neuen Arbeitgeberin dadurch aufs Spiel zu setzen.
Wie abgemacht erschien nach ca. 2 Stunden der Leibwächter in der Taverne und führte die Helden zum Treffpunkt. Es handelte sich um ein altes Lagerhaus am Ufer des Mhanadi. Vor der Doppeltür war ein schwerer Karren geparkt worden, um so einen Rammangriff zu entgehen. Hinter der Tür führte ein Gang in südlicher Richtung, welcher sich zu einem großen Lagerraum öffnete. Es gab auch einen Wandelgang in drei Schritt Höhe an einer Seite. Die scharfen Augen Imions nahmen Bewegung am Gangende wahr. Dort versteckten sich zwei Personen im Schatten. In der Mitte des Lagerraums wartete Hesindasab auf die Gruppe. Sie bedankte sich für die Rückführung des Ohrrings. Die 50jährige Zauberin trug ein auffälliges Schlangenamulett um den Hals. Das Akademiezeichen auf dem Handrücken gehörte zur Schule des Wandelbaren. Eine ehemals in Tuzak beheimatete Zauberschule, welche vor ca. 20 Jahren aufgelöst worden war. Phelizitas kramte in ihrem Wissen über Magiekunde. Die Akademiegeschichte reicht bis zu der Besiedelung Maraskans zurück. Einer drohenden mittelreichischen Schließung entging die Akademie durch Umsiedelung in eine alte Festung außerhalb von Tuzak. Die Zauber der Akademie beschäftigten sich hauptsächlich mit der Veränderung des Körpers.
Hesindasab erklärte kurz die politischen Hintergründe. Es gab vier Tetrarchen, welche die Geschicke Maraskans lenkten. Einer war auf Maraskan, einer hier in Khunchom. Der hiesige „Östliche Tetrarch“ war mit 86 Jahren natürlich verstorben und es musste eine Nachfolge gefunden werden. Die beiden restlichen Herrscher agierten im Geheimen. Hesindasab war im Namen des „Glücklichen Tetrarachen“ unterwegs. Sie sollte dafür sorgen, dass Ornibijian die Nachfolge antrat. Denderan war nur die Figur im Vordergrund und würde seinen Anspruch zurückziehen. Der Erstgenannte hatte hier ein Zimmer in ersten Stock. Hesindasab rechnete aber minütlich mit dem Auftauchen des Attentäters. Deshalb bot sie der Gruppe an, entweder auf ihrer Seite zu kämpfen oder durch den Geheimgang im Hinterzimmer aus dem Lagerhaus zu verschwinden. Die Gruppe suchte die Konfrontation, zumal sie sich von Ouinziber, der in Wirklichkeit Scheijian hieß, missbraucht fühlten. Dieser Mensch durfte nicht gewinnen.
Noch blieb Zeit zur Vorbereitung. Imion, Phelizitas und Thorn besetzten den höhergelegenen Wandelgang. Der Treppenaufgang wurde mit einer Kiste verbarrikadiert. Selhira stellte sich an Hesindasabs Seite und deckte die Magierin. In vorderster Position stand der Kor-Geweihte Eragon. Kaum waren die Vorbereitungen beendet, strömten die Angreifer durch das Doppeltor in den Gang. Mit lauten Geschrei stürmte der Kor-Geweihte in die Schlacht [Einschüchtern gelungen] und nahm den Angreifern den Scheid. Zwar gelang es einem bis zur Rurech, welcher die rechte Seite Hesindasabs deckte, vorzudringen, aber die restlichen Angreifer umringten Eragon. Nach der Ausschaltung des durchgebrochenen Angreifers rückten Selhira und Rurech zur Unterstützung von Eragon vor. Die Helden auf dem Wandelgang unterstützten mit ihren Fernkampffähigkeiten. Quinziber trat als Letzter in den Gang zum Lagerraum und reihte sich in die Angreifer von Eragon ein. Sein Todesstoß mit dem Stilett zeigte gleich, dass er mit der schmalen Klinge gut durch die Pantherrüstung des Geweihten kam. Beim zweiten Angriff blieb jedoch die Waffe kurzzeitig in der Holzwand stecken (Patzer). Auch der beste Attentäter kochte nur mit Wasser. Allerdings sorgten seine ausgezeichneten Fähigkeiten den Angriffen auszuweichen dafür, dass er nicht getroffen wurde. Der Reihe nach fielen die Angreifer. Und Quinziber wurde mit Bolzen, Pfeilen, Flammenstrahlen und Nahkampfangriffen eingedeckt. Allem konnte er nicht ausweichen und schließlich fiel auch er. Die verbliebenen Unterstützer Quinzibers flohen und es kehrte wieder Ruhe ein. Hesindasab bedankte sich für die Unterstützung und überreichte die Entschädigung.
======Ende Wandel im Chaos / Immergehütetes Wissen=====
Am 06.10.2026 wird die Reise weitergehen
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295.Spieltag (06.10.2026)
Palmyrabad oder Rashdul? Solch schwere Fragen quälten die Gruppe am Frühstückstisch. Das Grab Esmaldas oder der Madatempel? Das hing davon ob, welchen Hinweis man als nächstes ans Tageslicht zerren würde. Da man beide Städte besuchen musste, entschied man sich schließlich für Rashdul. Man wollte eine beschauliche Anreise den Mhanadi aufwärts genießen und entschloss sich für einen Lastensegler. Die Reisekasse wurde um 11 Dukaten pro Person geplündert. Aber man war rundum versorgt und die rollende Werkstatt von Thorn konnte auch mitreisen.
Nach fünf ereignislosen Tagen der Muße und Trägheit legte der Kahn am Hafen von Rashdul an. Man nahm den Weg zum Stadttor an welchem die Wächter gelangweilt dem Ein- und Auszug der Menschen beobachteten. In Rashdul leben ca. 8500 Personen, Tulamiden und Novadis (2500). Mittelländer und Zwerge sind nur vereinzelt anzutreffen. Das Sultanat wurde vom Magier Hasrabal ben Yakuban und seiner Gemahlin regiert. Der Magier hat gleichzeitig auf den Vorsitz der Pentagramma-Akademie inne, nachdem er die vorhergehende Vorsitzende in einem magischen Duell besiegt und getötet hatte. Aber das war schon ein paar Jahre her. Seitdem hatte sich die Akademie fast vollständig dem Elementarismus zugewandt. Die Familie Hasrabal hielt die Zügel fest in der Hand. Der Tochter Zuloya waren die Helden am Mogulengrab bereits begegnet. Meister Faredon von den grauen Stäben zu Anchopal hatte davor gewarnt, all zu offen mit dem Interesse an möglichen Artefakten zu prahlen. Man kam in der Karawanserei direkt hinter dem Stadttor unter. Den Abend verbrachte man mit Entspannung und ließ die Stadt auf sich wirken.
Nach dem Frühstück suchte Phelizitas die Akademie auf und versuchte ein paar Informationen auszugraben. Viel fand sie nicht, hauptsächlich aktuelle Berichte über die Stadtgeschichte. Aber auch einen Vermerk auf die Niederlassung der ODL im Basar, mit einer Wegbeschreibung. Das Bauwerk hatte den bezeichnenden Namen Keshal Cumrat, was aus dem Tulamidischen übersetzt so viel wie das standhafte Haus bedeutete. Mit dieser Information wagten sich die Helden in den Basar. Selhira zog die Einsamkeit der Borontempel vor. Eine Besonderheit der Stadt war, dass jeder Ritus (Punin oder Al´Anfa) hier seine eigene Niederlassung hatte. Und da man das Grab von Esmalda suchte, war es wahrscheinlich kein schlechter Ansatz zur Info-Gewinnung.
Die Dächer der Marktstände waren so über den Weg gebaut, dass man das Sonnenlicht fast vollständig ausschloss. Man wandelte in einem permanenten Zwielicht. Damit war die Temperatur erträglich, allerdings zogen auch die Gerüche nicht ab. Eine Mixtur aus menschlichem Schweiß und anderen Körpersekreten, gemischt mit Gewürzen, Duft- und Lampenölen, dem scharfen Odor von Gerbsäure der Lederwaren, reizte die Nase. Thorn schaute sich an einem Waffenstand die Auslagen an und entschloss sich einen Panzerarm zu erwerben. Das Ding sah aus wie die metallene Version eines Armschutzes für Bogenschützen. Breite Bänder befestigten diese Parierwaffe am Unterarm. Mit dem Abwinkeln des Handgelenks konnte man eine unterarmlange Klinge herausfahren lassen. Was einem Kämpfer bei einer Prügelei einen nicht zu unterschätzenden Vorteil verschaffte. Imion interessierte sich für eine Rüstung der Wüstenelfen, die sah von den Ornamenten her anders aus, hatte aber die gleichen Qualitäten wie das Gegenstück der Waldelfen.
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Man bewegte sich also durch den engen Gang, welchen die Auslagen den Besuchern ließ. An einem Stand für Töpferwaren ließ sich eine Gestalt in mittelreichischer Reisekleidung die Eigenschaften einer handgedengelten Öllampe erklären. [Sinnesschärfe-Probe]. Der Gang wurde durch zwei Jugendliche überwacht, die sich so postiert hatten, dass sie ihrer Gefährtin ermöglichten einen Beutelschnitt mit ihrer Fingerklinge durchzuführen. Gleichzeitig hatte man beide Fluchtrichtungen im Auge und unter Kontrolle. Nach einem geschickten Schnitt fiel der Diebin die Börse des Mittelreichers in die Hände, sie wandte sich zum Gehen und rempelte zufällig einer der Gehilfen an. Imions scharfe Augen sahen die Börse den Besitzer wechseln und so konnte die Diebin nun ganz entspannt alles ableugnen. Die beiden Jungen verließen in entgegengesetzter Richtung den Tatort, während die Diebin auf die Helden zulief. Als sie den Zwerg sah, der seine Börse zur Sicherheit unter sein Wams schob, machte sie einen großen Bogen um die Gruppe.
Die Szene endete damit, dass der Mittelreicher beim Bezahlen feststellte, dass die Börse fehlte und nun lautstark nach der Wache rief. Zwei Wächter erschienen kurz darauf, aber was sollten sie machen. Der Fremde hatte keine Personenbeschreibung und so blieb ihnen nur ihr Bedauern auszudrücken. Die Gruppe bewegte sich am Lampenstand vorbei und kam zu der Kreuzung, welche in Richtung Ordenshaus führte.
Das altehrwürdige Haus hatte Jahrhunderte auf dem Buckel. Seine Ornamentik stammte noch aus den Magierkriegen. Die Helden sahen den Eingang zu einem Kosmetikladen. Rechts davon fand man eine kleine unscheinbare Türe mit dem Zeichen der ODL (Ordo Defensores Lecturia). Auf Klopfen meldete sich niemand und man konnte die Niederlassung betreten. Von dem Gang hinter der Tür ging noch eine weitere ab, welche in Richtung des Kosmetikladens führte, was die daher gewehten Düfte anzeigten. Man stieg die knarzende und quiekende Treppe empor und wurde von einem Magierquartett erwartet. Die drei Herren und die Dame stellten sich der Reihe nach vor und begrüßten die Besucher. Das Schreiben von Faredon beseitigte jedes Misstrauen. Man nahm einen Tee mit Gebäck im Salon und konnte seine Wünsche vorbringen. Bereits bei den ersten Gesprächen kam der Verdacht auf, wer der Zuträger für die Familie Hasrabal sein könnte. Die Magierin, welche für die Sicherheit verantwortlich war, hatte eine etwas fragwürdige Position. Plätze für fünf Gardisten waren zwar vorhanden, allerdings war das Zimmer unbewohnt. Man verließ sich vollständig auf die Sicherheit durch den Sultan. Auch der junge Archivar geriet in den Focus der Helden.
Der Verwalter der Bibliothek führte die Helden in das sehr kleine Zimmer. Vor der Tür des Archives stand eine größere Vase mit Deckel. [Sinnesschärfeprobe] Als der Magier die Tür zum Archiv aufschloss klopfte er dreimal gegen den Deckel der Vase. Er versuchte dies versteckt zu tun. Anders als in der großen Akademie war die hiesige Büchersammlung älteren Datums. Sehr alten Datums. Aber das war nicht von Nachteil, neue Bücher störten eher die Forschungen, als dass sie halfen. Man wollte ja tief in die Vergangenheit Rashduls eintauchen. Jedenfalls fand man heraus, dass Esmalda lange in der Stadt gelebt und einige Schüler gehabt hatte. Nach ihrem Tod wurde sie in den Felsgräbern der Stadt beerdigt, welche sich in den Steilklippen um die Stadt herum befanden. Besitztümer hatte die Frau nicht hinterlassen, oder waren bislang noch nicht entdeckt worden. Man fand eine alte Biografie Esmaldas, welche ein Schlusswort von Rashid al´ashtranim ibn Esmalda enthielt. Ihr Sohn? Rashid beklagte, dass man dem Wunsch Esmaldas unter dem Ordenshaus begraben zu werden, nicht gefolgt war. Die Borontempel hätten darauf bestanden, die Frau wie gewohnt in den Felsengräbern beizusetzen. Dem Einwirken von Rashid war es zu verdanken, dass ihr ein Grab „nahe am Fluss und zugleich unter den Sternen“ geschenkt wurde. Außerdem wurde ihr Erbe mit ins Grab gegeben. Der Archivar war beim Hervorholen und Aufräumen äußerst behilflich. Als die Helden dann bemerkten, wie er immer einen kleinen roten Faden in die gelesenen Seiten legte, war klar, dass er gedachte die Forschungen zu wiederholen. Deshalb blätterte Phelizitas bewusst über die Hinweise von Rashid hinweg und übergab ihm eine falsche geöffnete Seite als Ablageort für sein Buchzeichen.
Irgendwann waren die Forschungen beendet und die Gruppe wurde noch zum Abendessen eingeladen. Es gab Reis und ein Fleischcurry. Scharf und fremdartig gewürzt, aber gut. Im Tischgespräch kam man auf die die Erlebnisse am Mogulengrab zu sprechen. Außerdem erwähnte man die Steingräber außerhalb der Stadt. Jedes Grab beinhaltete den Zugang zu etwa 200 Grabnischen. Waren diese alle belegt, wurde den Hauptzugang zugemauert. Die Helden hatten doch nicht vor, ihre archäologische Forschung auf das Grabinnere auszudehnen? Also ohne Erlaubnis des Sultans und der Borontempel konnte es leicht geschehen, dass man als Grabräuber missverstanden und sofort hingerichtet werden würde. Das wäre ein äußerst unerwünschter Effekt auf die Forschungsergebnisse. Die Gruppe konnte versichern, dass man keinerlei Absichten in dieser Richtung hegen würde, zumal der Borongeweihte mit Sicherheit Einspruch einlegen würde. Der Archivar quittierte diese Äußerung mit einem einfachen „ach ist seid zu fünft!“ Im Anschluss an das Abendessen verlegten die Helden durch den nun weniger besuchten Basar zur Karawanserei.
Das nächste Treffen findet am 13.10.2026 statt.
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296.Spieltag (13.10.2026)
Nur weil man seine Aufgaben im Ordenshaus der grauen Stäbe abgeschlossen hat, heißt das nicht, dass man schon ins Bett geht. Ein bisschen Nachtleben hatte man sich schon verdient. Man traf mit Selhira zusammen, die ihre Zeit im Borontempel des Puniner Ritus verbracht hatte. Ihre Erkenntnisse deckten sich mit den Ermittlungen der Helden im Ordenshaus. Beim Betreten der Karawanserei waren die Helden beim Durchqueren des Innenhofes gezwungen, dem lautstarken Gespräch zwischen dem Gasthofeigentümer und einem frisch angekommenen Händler zuzuhören. Der Händler beschwerte sich über die häufigen Berichte über Diebespack in Rashdul. Taschendiebe war man ja gewohnt, aber diese dauernden Einbrüche in die Häuser der Händler waren nicht hinnehmbar. Der Gewürzhändler wollte seine Waren in Sicherheit wissen. Der Betreiber der Karawanserei beteuerte fortlaufend, dass die hiesigen Lagerräume bislang noch nicht von Dieben heimgesucht worden seien. Er übergab dem Händler die Schlüssel zu einem Lager und bat darum, dass der ängstliche Gewürzverkäufer die Sicherheitsvorkehrung selbst überprüfen sollte. Die Eisenstäbe an den Fenstern waren stabil in das Mauerwerk eingelassen. Die Tür hatte ein kräftiges Schloss und machte alles andere als einen zerbrechlichen Eindruck. Das schien den Kaufmann überzeugt zu haben und seine Karawanenladung wurde in den Raum verladen.
Man ging dann wieder in den Basar und suchte sich ein angenehmes Teehaus. Thorn verlangte sein angestammtes Bier, Imion wollte einen Kräutertee, der Rest begnügte sich mit verwässertem Wein. Die Dunkelheit hatte nun auch das Sonnenlicht vertrieben und so blieben nur ein paar flackende Öllampen, welche den Weg durch die Verkaufsstände beleuchteten. Die meisten Händler packen ihre Waren zusammen und so entstand etwas mehr Platz für das Fußvolk. Größere Feuer wie Fackeln suchte man vergebens. Aufgrund der engen Bebauung, gab man der schummrigen Dunkelheit der Vorzug vor der Brandgefahr. Als interessante Sehenswürdigkeiten preiste der Wirt die Kanäle unter der Stadt an. Er gab auf Nachfrage an, einen vertrauenswürdigen Führer vermitteln zu können.
An der Eingangsfront lief eine Gestalt vorbei, welche vor dem Teehaus stehen blieb und den Tisch der Helden anstarrte. Der Staubmantel konnte die weiblichen Umrisse der Person nicht verbergen. Trotz Dunkel- und Dämmerungssicht gelang es Thorn und Imion nicht, dass Gesicht einer bekannten Person zuzuordnen. Schließlich betrat die Frau die Gaststätte und näherte sich dem Tisch der Gruppe. Nachdem nun auch das Licht der Öllampe in der Nähe auf das Gesicht fiel, erkannte Phelizitas die Frau wieder. Es war die junge Dame, welche versucht hatte ihre Großmutter zum Umzug zu bewegen, nachdem der Meteoreinschlag ins Mogulengrab die ganze Gegend mit einer dicken Staubschicht überzogen hatte. Die Frau stellte sich als Dihja Toransunni vor. Irgendwann hatte die Großmutter eingesehen, dass es in dem Dorf keine Zukunft mehr gab. Der Ehemann der Tochter hatte mit der Schafherde bereits frühzeitig neue Weidegründe gesucht. Nun hatte er einen Stall in der Nähe von Rashdul gefunden. Frau und Oma waren zunächst beim Cousin in Rashdul untergekommen. Zwischenzeitlich verdingte sich Dihja als Kameltreiberin auf der Strecke Mherwed – Rashdul. Der Cousin war ein Aga der Stadtgarde. Er hatte sie ausgefragt, ob sie Fremdländer kennen würde, die er für Ermittlungen im Zusammenhang mit einer Einbruchserie einsetzen könne. Seine Wächter kamen einfach nicht weiter. Die Einbrecher, so man sie so überhaupt bezeichnen konnte, drangen in die Geschäfte ein, ohne Spuren zu hinterlassen. Mit krakeliger Handschrift schrieb sie ein paar Worte auf einen Zettel und überreichte ihn den Helden. Es war Zeit den Abend zu beenden und die Gruppe verlegte zur Karawanserei, wo sie eine ruhige Nacht verbrachte.
Am nächsten Morgen traf man sich zum Frühstückbuffet. Hier speiste man sehr süß am Morgen. Frische und getrocknete Früchte. Schalen mit fester oder geronnener Milch, in die Früchte eingesunken waren, dass Ganze wurde dann mit Honig beträufelt. Fladenbrot, zum Bestreichen Honig oder eingekochte und zermanschte Früchte. Das mittelreichische Eier-und-Speck-Gedeck suchte man vergebens. Der Gewürzhändler von gestern stürmte an den Auslagen vorbei. Seine wichtigste Sorge galt seinen Waren. Er öffnete sein Lager und kam dann mit einem beruhigten Lächeln wieder zurück. Phelizitas sprach in an und konnte in Erfahrung bringen, dass sich der Mann, Izman ibn Kemal sein Name, fast übermäßig Sorgen über Diebesgesindel machte. Sein Bekannter sein ein paar Meilen vor Rashdul überfallen worden. Außerdem wurde gerade bei verschiedenen Händlern in der Stadt eingebrochen. Von den allgegenwärtigen Taschendieben nicht zu sprechen. Verteilt eure Barschaft auf verschiedene Beutel, welche ihr am Körper tragt. So verliert man nur einen Teil der Barschaft. Die Wache hatte zwar Anweisung jeden gefassten Dieb über die bevorstehenden Festtage hinweg einzusperren. Aber so viele Zellen gab es doch gar nicht. Thorn erzählte die Beobachtungen vom letzten Marktbesuch. Selbst Diebe wurden kurz darauf von anderen Dieben bestohlen. Die Magierin erklärte dem Zwerg, dass das eine Übergabe war, mit dem Ziel die Beute verschwinden zu lassen
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Nach dem Frühstück war der Hesinde-Tempel der erste Anlaufpunkt. Gegen eine Spende ließen die Geweihten die Helden unter Aufsicht in den Archiven forschen. Esmaldas Grab lag außerhalb der Stadt. Man konnte Einträge zu dem Konflikt über den Begräbnisort finden. Die grauen Stäbe hatten dem Druck der beiden Boron-Tempel nachgegeben und auf eine Beisetzung unter dem Ordenshaus verzichtet. Als Begründung wurde angegeben, dass man die Sicherheit des Leichnams nicht gewährleisten könne. Das Grab befand sich in einer Nekropole im Norden der Stadt, in der Nähe des Flusses und wo das Licht der Stadt dem des Himmelszelts keine Konkurrenz machte. Rashdul war auf einem verzweigten Kanalsystem aufgebaut. Es war unmöglich zu sagen, ob sich nicht Grabräuber zum Keller des Ordenshauses Zutritt verschaffen konnten. Zu der damaligen Zeit war auch im Gespräch gewesen die Kanäle auszudehnen und die Borontempel hatten die Befürchtung, dass sich die Grabungen den Felsengräbern zu sehr nähern würden. Ob der damalige Magistrat diesen Hinweisen gefolgt war, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden.
Selhira schlug dann vor, dem zweiten Borontempel mit dem Ritus Al`Anfas einen Besuch abzustatten. Der dortige Geweihte führte die Helden hinab in die Tiefen unter dem Tempel. Die Staubschicht auf dem Boden nahm immer weiter zu. Schließlich steckte der Begleiter einen mächtigen Schlüssel in das Schloss einer alten Türe. Mit quietschenden Angeln und schabendem Kratzen zog einer mit einigem Kraftaufwand die verzogene Tür aus der Zarge. In dem Raum befanden sich lange Reihen von Folianten. Erst mit der Nennung des Todesjahres kam man hier weiter. Man arbeitete sich durch die Seiten und fand den gesuchten Eintrag. Ein Grab für ca. 200 Tote. Esmalda hatte ein Einzelgrab erhalten, das mit einem schweren Tor verschlossen worden war. Den Eintragungen ließ sich entnehmen, dass auch Schmiede und Feinmechaniker an den Arbeiten zum Tor beteiligt gewesen waren, ohne die Arbeiten näher anzuführen. Die Nekropole war ein halbes Jahr später geschlossen worden, nachdem jede Grabnische gefüllt war. Die Hinterbliebenen notierten dann die Namen der Verstorbenen auf der Felswand am Nekropoleneingang. Zum Standort gab es keine weiteren Hinweise. Man ging wieder und der Geweihte verschloss die Türe, nachdem er den Schlüssel erst in Lampenöl getaucht hatte. Thorn bot noch an, das Schloss zu warten, aber der Geweihte lehnte dankend ab. Es hatte 50 Götterläufe gedauert bis sich irgendein Mensch für das Archiv interessiert hatte. Und bis zum nächsten Mal sei er wohl schon in Borons Hallen eingegangen.
Den Nachmittag verbrachte die Gruppe mit der Suche nach der Grabstätte. [Sammelprobe auf Orientierung] Der Weg führte am Flussufer entlang, zunächst war noch ein Trampelpfad der Flussfischer vorhanden, aber der verwilderte immer mehr. Schließlich schlug man sich durch Dickicht. Und fand ein Seitental. Den Boden zierten noch die Reste von vereinzelten Trittplatten. Nach einiger Zeit kam man an einer Felswand an. Die herausgemeißelten Torsäulen zeigten den Eingang. Thorn untersuchte fachmännisch den Stein und fand heraus, dass sich hinter den Ziegeln, welche den Eingang verschlossen, noch eine massive Steinplatte befand. Hier kam man nur mit einem erheblichen Aufwand hinein, und das blieb mit Sicherheit der Stadtwache nicht verborgen. Entlang der Felswand fand man Gravuren in der Wand und Marmorplatten, welche mit Eisenstiften in der Wand befestigt waren. Teilweise hatte das Eisen den Kampf gegen Satinavs Hörner verloren und die schweren Steinplatten war auf dem Boden aufgeschlagen. Ein Teil der Wand war mit Metallplatten verkleidet worden. Die Oberfläche war schwarz oxydiert. Aber im Streiflicht ließen sich Gravuren erkennen. Der Handwerker hatte das Metall mit einem Meißel bearbeitet. Nachdem Schmutz und Staub entfernt worden waren, konnte man die Kerben eindeutig erkennen. Selhira holte Kreide aus ihrer Tasche und malte damit über die Oberfläche. Die abgeschabte Kreide füllte die Vertiefungen und machten die Schrift sichtbar. Ein Viereck, gefüllt mit einem vierstrahligen Stern, dessen Spitzen die geraden Seiten des Vierecks durchstachen. Darunter die Worte: „Esmalda al`Mudra, 12 HES 545 BF – 2 RAH 638 BF, Ehrwürdige Meisterschülerin der Niobara, Begründerin Keshal Cumrats, deren Erbe sich an ihrem 400sten Todestag offenbaren soll“ Welches Jahr haben wir gerade? 1038 BF, warum? Helden kommen nie zu spät, sondern immer genau dann, wenn sie gebraucht werden. Aber bis zum Rahja war es noch etwas hin. Vielleicht konnte Faredon aus Anchopal weiterhelfen. Der Ordensmeister hatte den Hinweis auf Rashdul in der Tasche auf einem zentralen Stein im verschütteten Keller von Niobaras Turm gefunden. Der Magier hatte ja um einen Bericht gebeten, für den Fall, dass die Helden in Rashdul irgendwas finden sollten.
Das nächste Treffen findet am 20.10.2026 statt.
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297.Spieltag (22.10.2026)
Den Abend verbrachte man wieder im gewohnten Teehaus, nachdem man sich auf dem Basar mit einfachster Kleidung ausgerüstet hatte. Schließlich rechnete man mit Kanalgerüchen, welche sich in der Kleidung festsetzen würden, da war eine teure Garderobe eher unpassend. Imion erwarb eine Kaffiya, eine Stoffbahn, welche zum Sonnenschutz um den Kopf gebunden wird. Der Händler machte darauf aufmerksam, dass das Tuch von einem Perainekloster in der Nähe von Khanuba stammte, was man an der eingewobenen Getreideähre am unteren rechten Eck feststellen könne. Dazu erwarb der Elf noch etwas Lavendelöl und ein Tiegelchen Minzpaste, welche der Händler empfohlen hatte, als er erfuhr, dass die Helden in die Kanäle absteigen wollten.
Beim Wirt klärte man die Führung durch die Kanäle ab. Der Führer, ein hervorragender Kenner des Untergrunds, würde zur Mittagsstunde bereitstehen. Im Laufe des Abends konnten die Helden noch ein Gespräch am Nebentisch belauschen. Zwei Händler übermittelten sich die neusten Nachrichten aus dem Basar. Vor ein paar Tagen war ein Kollege bereits am frühen Morgen niedergeschlagen worden. Der Waffenhändler hatte noch in der Dämmerung seine Auslage aufgebaut. Ein Kunde hätte sich die Waren angeschaut, als eine Frau herangetreten sei und einen Dolch verkaufen wollte. Durch eine ungeschickte Bewegung sei der Händler an der Hand verletzt worden und nach kurzer Zeit zusammengebrochen. Alle Wurfwaffen waren verschwunden gewesen, als er wieder aufwachte. Mit den beginnenden Festtagen sei ja mit erhöhtem Diebesleben zu rechnen, aber nun kommen die ganzen Einbrüche hinzu. Beim Schmuckstand in der Nähe war festzustellen, dass sich die Auslagen verringert hatten. Der Sohn des Schmuckhändlers hatte auf Nachfrage übermittelt, dass sein Vater in der Oberstadt Opfer von Einbrechern geworden sei und er einen Teil der Auslagen nun im Hauptgeschäft lassen müsse. Für den folgenden Tag wollten die Helden am Morgen dem Aga der Stadtwache einen Besuch abstatten und sich dann Mittags um die Kanäle kümmern. Mit diesen Gedanken beendete man sein Tagwerk.
Am nächsten Morgen ging es in die Oberstadt. Am Madamaltor wurde man durch die Stadtwache aufgehalten. Anders als am Stadttor am Hafen wurden hier die Eintretenden überprüft. Ob dies nun den Dieben oder der gehobenen Wohnanlage zuzuschreiben war, blieb ein Geheimnis. Aber mit dem Empfehlungsschreiben der Kameltreiberin wurde die Gruppe in das Büro des Hauptmanns geleitet. Er stellte sich als Mhadul ibn Hilal vor und war erfreut die Bewerber kennenzulernen. Nachdem er ein paar allgemeine Sätze zu den Diebesbanden gesagt hatte, erklärte er die gegenwärtige Situation. In der Nacht vom 24sten auf den 25sten, also in der gestrigen Nacht, war beim Schmuckhändler der Oberstadt eingebrochen worden, die Garde hatte keine Einbruchspuren auffinden können. Gestern hatte dann ein Teppichhändler aus der Oberstadt einen Einbruch gemeldet, auch hier ohne Aufbruchspuren. Daraufhin hatte der Hauptmann eine verstärkte Bestreifung des Basars und das Schließen des Madamaltores bei Einbruch der Dunkelheit angeordnet. Tatsächlich konnte die Wache drei Kinder beim Taschendiebstahl auf dem Markt festnehmen. Das Mädchen war die Beutelschneiderin, während die beiden Jungs Wache hielten und für den Abtransport der Beute zuständig waren. Die drei würden die Feiertage in den Kerkern verbringen, die sich erfreulich schnell füllten. Der Sultan hatte angeordnet, dass die Festgenommenen erstmal weggesperrt gehören. Wer hinter Gittern sitzt, treibt keinen Unfug. Dann gab es da noch zwei Fälle, die aber nicht zu den beiden oberen passen wollten. Am Morgen des 22sten wurde ein Waffenhändler auf dem Basar ausgeraubt. Der Hauptmann erzählte die gleiche Geschichte, welche die Helden bereits im Teehaus belauschen konnten. Neu war hingegen der Einbruch beim Gewürzhändler im Basar. Dieser war in der Nacht von 22sten auf den 23sten zum Opfer geworden. Hier waren aber Einbruchspuren an der Tür festgestellt worden. Auf Nachfrage von Phelizitas erklärte der Aga, dass man selbstverständlich an eine magische Tat gedacht habe. Der Aga hatte eine Anfrage zur Untersuchung der Tatorte bereits bei der Pentagramma-Akademie eingereicht. Aber was soll er sagen. Ein Aga stellt einen Antrag bei den hohen Magiern, um Einbrüche von ein paar hundert Marawedi zu untersuchen. Die Magierin, welche selbst eine akademische Ausbildung genossen habe, könne sich vorstellen, welchen Stellenwert ein solches Gesuch zwischen den wichtigen Aufgaben der Akademie einnehmen würde. Thorn und Selhira erkundigten sich über die Kanäle, welche sich als Verstecke anbieten würden. Die Wache würde nicht in die verwinkelten Gänge wegen ein paar Dieben vordringen. Zu groß wäre die Möglichkeit von Hinterhalten. Der Hauptmann war sich sicher, dass es dort unten Diebeslager geben würde, vermutlich mehrere. Wenn man die Kanäle säubern wollte, müsste der Sultan Hasrabal schon ein paar Truppen stellen. Mit den paar Wächtern der Stadtwache war da wenig auszurichten. Dann konnte der Aga noch berichten, dass auf der Straße nach Mherwed Überfälle stattgefunden hätten. Ein Händler aus Khanuba hätte sich mit einer erheblichen Summe freikaufen können.
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Vor dem Abstieg in den Untergrund blieb noch etwas Zeit. Zunächst brachte man die wichtigen Habseligkeiten ins Ordenshaus der Grauen Stäbe. Die Untersuchung der Gegenstände durch Hasrabals Zuträger war weniger belastend, als ein Verlust durch Diebe, welche sich Zutritt zur Karawanserei verschaffen konnten. Anschließend suchte man den Teppichhändler auf. Orhan ibn Shafir machte mit seinen 57 Jahren einen kränklichen Eindruck. Er vertrage einfach die Hitze nicht, war seine Begründung. Weder Türen noch Fester des Ladens wiesen Beschädigungen auf. Die Diebe hatten zwei kleine aufgerollte Teppiche mit einen Gewicht von je 5 Stein mitgehen lassen. Der Schaden hielt sich in Grenzen. Nein, fliegende Teppiche bot er nicht an, diese Artikel seien nur für viel Geld in der Akademie zu erwerben. Etwas sei jedoch seltsam gewesen. Nach dem Einbruch hatte sich die Eingangstüre nicht mehr richtig verschließen lassen. Trotz Herumdrehen des Schlüssels sei die Tür aufgesprungen, aber das hat sich wie durch ein Wunder zwischenzeitlich selbst repariert. Thorn schaute sich das Schloss und die Tür mal genauer an. Das Türblatt war stabil und unversehrt. Es gab keine Spuren an Tür und Schloss, welches auf ein gewaltsames Eindringen hindeuteten. Die Gesamtkonstruktion würde auch einem erheblichen Kraftaufwand eine Zeit lang stand halten. Aufgrund der vergangenen Zeit seit dem Einbruch, verzichtete Phelizitas auf eine magische Untersuchung.
Dann war der Schmuckhändler an der Reihe. Yuselef ibn Yussuf war deutlich mehr verzweifelt als der Teppichkollege. Der 65jährige hatte seine Musterwaren verloren. Gitter vor den Fenstern, eine stabile Tür und auch noch kleine Schatztruhen mit Schlossern, das alles hatte nichts geholfen. Die Tür war das erste Untersuchungsobjekt. Der zwergische Mechaniker konnte feststellen, dass nicht das Türblatt das Problem war. Der Schließriegel war deutlich unterdimensioniert. Viel zu kurz um richtig in das Schließblech zu fahren, außerdem würde das dürre Ding keinem kräftigen Tritt standhalten. Das Schloss selbst war aufgrund seiner komplexen Fertigung durchaus in der Lage einem Dietrich einigen Widerstand entgegenzusetzen. Was jetzt auch für den Wert der eingelagerten Waren sprach. Phelizitas sprach einen ODEM ARCANUM. Hier war nur noch schwache Magie nachweisbar, mit Resten elementarischen Ursprungs. Das diese Veränderung hier vorlag, war jetzt in einer Stadt mit einer Akademie mit der Spezialisierung auf Elementarismus nicht ungewöhnlich. Dann waren die Kisten im Innern des Laden an der Reihe. Hier zeigte sich, dass man es mit zwei Dieben zu tun haben musste. Während an einigen Kisten keinerlei Kratzer und mechanische Spuren aufzufinden waren. Zeigten andere deutliche Spuren, die auf einen unerfahrenen Umgang mit Dietrichen schließen ließen. Yussuf bot für die Rückführung der Waren eine Belohnung von 150 Zechinen an. Zusammen mit dem Lohn des Agas von 15 Marawedi ergab sich ein schönes Sümmchen. Zudem durften die Ermittler alle Gegenstände behalten, die sich nicht den Diebstählen zuwiesen ließen.
Der Vormittag war vorbei und nun ging es in die stinkenden Schatten. Der Führer wartete bereits auf seine Zöglinge. Auch er hatte sich in alte Kleidung geworfen. Eine Augenklappe verschaffte ihm ein verwegenes Äußeres. In seinem Gürtel steckte ein schwerer Dolch. Über einen Schacht mit einer Leiter ging es in die Tiefe. Zunächst waren die Kanäle noch trocken. Aus den Gattern der darüber liegenden Straße drangen Lichtstreifen herein, in denen der Staub flimmerte. Nachdem Imion einen FLIM FLAM gezaubert hatte, löschte der Führer seine kleine Öllampe. Von einem Gebrauch einer großen Fackel riet er aufgrund der auftretenden Gase ab. Entlang des Hauptweges bestand eigentlich keine Explosionsgefahr, aber in den Nebenschächten könnte das anders sei. Die Leute warfen alles Mögliche durch die Gatter in der Straße. Auch die Bewaffnung der Helden verschaffte ihm Beruhigung. Ab und an verirrte sich schon mal ein Krokodil in die dunkle Feuchtigkeit. Jetzt fehlen nur noch die Schauermärchen von den hundsgroßen Ratten und den wandelnden Schleimleichen, dann wäre das Klischee komplett. Hier, im noch trockenen Teil, konnte man gut das alte Mauerwerk erkennen. Je feuchter es wurde desto mehr nahm der dunkle Bewuchs der Wände zu und mit ihm auch die Wirkung des Lichtes ab. Bei Gebäuden mit Kellern führten die Kanäle um die Fundamente herum. Manche der Bauten waren mit Pfeilern im Untergrund verankert, um die die Abwässer gluckernd abflossen. Je länger man durch die Kanäle und Gänge wanderte, hatte man den Eindruck, dass die Kanäle vor der Stadt errichtet worden waren. Die Gänge entlang den Rinnen waren ausreichend breit. Immer mehr Rinnsale vereinten sich zu einem kleinen Bach. Was da gerade an einem vorbei schwamm, wollte man gar nicht wissen. Allein der Geruch reichte völlig aus, um die Phantasie in unschöne Richtungen fliegen zu lassen. Schließlich ging es unter der Stadtmauer in nördliche Richtung hindurch. Der Mauerdurchbruch war deutlich zu erkennen. Und auch die Art und das Alter des dahinterliegenden Mauerwerks veränderte sich. Der Führer erzählte von der Auseinandersetzung zwischen dem Sultan und den beiden Borontempeln, als es um die Erweiterung der Kanäle ging. Aber nachdem Häuser außerhalb der Mauer errichtet worden waren, kam man um eine Kanalisierung nicht mehr herum. Als man an einem seitlichen Mauerdurchbruch vorbei kam, erklärte der Führer, dass es sich hier um Schmugglergänge handeln würde. Die würde er aber nicht betreten. Dies habe ihm schon einmal den Verlust eines neugierigen Auges durch einen Dolch eingebracht. Sein zweites würde er gern behalten. [Orientierungsprobe] Der Beschreibung des Führers wurde kein Glauben geschenkt, denn die Richtung des Ganges zeigte mehr in Richtung Grabräuber. Der Hauptabfluss zeigte nun verstärktes Gefälle und nach kurzer Zeit sah man Tageslicht von vorne in den Tunnel strömen. Endlich wieder frische Luft. Man kam an der Böschung zu Fluss heraus. Circa dort, wo sich die Gruppe gestern begonnen hatte, auf der Suche nach Esmaldas Grab, einen Weg durch das Dickicht zu schlagen. Flussauf, im Süden, erkannte man die Stadt mit ihrem Hafen. Jeder Fischer würde sich in Stadtnähe aufhalten, denn der Fang nach dem Einfluss der Abwässer ließ sich nicht mehr verkaufen. Der Führer verabschiedete sich und bedankte sich für das Trinkgeld. Thorn war die ganze Zeit in den Gängen nicht untätig gewesen. Er hatte eine Karte angefertigt, so dass man leicht wieder den „Schmugglertunnel“ finden konnte. [Probe auf Malen/Zeichenen + Orientierung]
Da man jetzt sowieso schon dreckig war, ging es nochmals hinein. Man folgte dem Gang der Grabräuber. Hier war nichts gemauert. Die Grabung hatte eher den Charme eines Bergwerks mit laienhafter Abstützung der Decke. Welche aber die ganzen Jahre über gehalten hatte. Man kam zunächst an den jüngeren Gräbern vorbei. Es zeigte sich, dass die Räuber den Verschluss der Necropole abgewartet hatten, bevor sie das dortige Gangsystem angebohrten. Selhira fand den Grabfrevel nicht schön, aber konnte nichts daran ändern. Es zweigten mehrere Gänge ab, die in Sackgassen endeten, aber die Orientierungsfähigkeit des Zwerges unter Tage, führte die Gruppe in Richtung Esmaldas Grab. Auch hier entdeckte man einen Zugang. Die Leichen waren alle mumifiziert und seit Jahrhunderten tot. Grabbeigaben waren geplündert, Kanopen und Urnen waren zerschlagen. Der Weg aus der Grabnische führte auf einen Hauptgang. Linkerhand sah man eine massive Steinplatte. Also ging man weiter durch den gewundenen Gang und landete vor einer schweren Steintür. Der Staub im Boden zeigte an, dass diese nicht geöffnet worden war. In die zweiflüglige Tür war das Zeichen Esmaldas eingearbeitet. Das Rechteck mit dem vierstrahligen Stern. Was die Grabräuber davon abgehalten hatte, diese Barriere zu überwinden war ein Rätsel. Die Helden untersuchten das Gewerk, fanden keine Fallen und drückten gegen die Torflügel [Kraftakt]. Mit einem kratzenden Geräusch schwangen die Flügel nach innen.
Aus Öffnungen in der Decke fielen breite Strahlen Tageslicht auf einen Sarkophag. Dieses Grab WOLLTE gefunden werden und so hatte Selhira damit auch kein Problem der Verstorbenen den Wunsch zu erfüllen. Den Deckel bildete das Abbild einer Frau, welche eine Steintafel in den Händen hielt. Auf der Tafel von ca. 40 Halbfingern Breite war in der Mitte ein Dorn angebracht. In mehreren Kreisen darum waren Zahlen, Buchstaben und Wörter angebracht. Den äußeren Rand der Tafel zierten die zwölf Sternbilder. Auf dem Dorn steckte eine Metallscheibe. Sie wies einige Dutzend Löcher auf, durch die man die Zahlen, Buchstaben und Wörter darunter erkennen konnte. Am Rand war eine Markierung zu sehen, die als Zeiger diente. Der Dorn war vierkantig, das Loch in der Scheibe war rund. Bohrungen auf der Oberfläche zeigten an, dass hier noch eine zweites Teil zum Einstecken fehlte. Wahrscheinlich das von Faredeon aufgefundene Metallteil aus der Tasche. Durch Ausrichtung nach einem bestimmten Muster würden sich Sätze ergeben, die weitere Hinweise enthalten würden, oder auch die Lösung. Aber jetzt ließ sich hier nichts weiter anfangen. Die Helden traten die Rückreise an.
Am 27.10.2026 geht es weiter.