244. Spieltag (19.08.2025)
Drehen wir die Zeit etwas zurück.
Unbeachtet von Sigrun hatte Kasim die Szene zwischen dem Narbengesicht und der Thorwalerin beobachtet. Seine Menschenkenntnis riet ihm sich vom Narbengesicht und seinem Partner, dem Schlapphut, fern zu halten. Die beiden konnten nichts Gutes im Schilde führen. Sigrun verließ dann die „zerbrochene Spitzhacke“. Am nächsten Morgen konnte Kasim eine Gruppe beobachten, welche mit ihrem Schlitten Voltans Fund verließ, und das am frühen Morgen. Dem scharfen Blick des Mannes aus Fasar entging auch nicht die Verabschiedung zwischen Narbengesicht und Schlapphut. Wobei letzterer sich auf die Spuren der Gruppe setzte. Seinem Instinkt folgend, nutzte Kasim seine Fähigkeiten im Verbergen, um seinerseits den Schlapphut im Auge zu behalten.
Nach dem Verlassen der Siedlung spannte der Mann, welcher der „Schwarze Al“ genannt wurde, seine Armbrust und stapfte durch den Schnee den deutlichen Spuren der Schlittengruppe hinter her. Unterwegs schoss Al noch einen Hasen, welchen er sich an einer Schnur über die Schulter hängte. Kasim folgte Al den ganzen Tag. Am Abend baute sich Al ein Versteck unter tiefhängenden Tannenzweigen. Kasim fiel ein Feuerschein auf, welcher in der Ferne flackerte. Auch Kasim suchte ein Versteck und wartete die Nacht eingehüllt in Decken ab.
Am nächsten Morgen machte sich Al auf den Weg. Er ließ sein Gepäck, Rüstung und Hase zurück im Versteck und näherte sich der Örtlichkeit, von welcher der Feuerschein gekommen war. Kasim schlich sich hinterher. An einer dicken Tanne ging Schlapphut in Stellung. [Verbergen Kasim gg. Sinnesschärfe Al] Irgendetwas hatte Al´s Aufmerksamkeit erregt. Er ließ den Blick umherschweifen und blieb an Kasims Versteck hängen. In aller Ruhe verließ Al seine Position und lief in den Wald hinein. Nachdem der Mann zwischen den Bäumen verschwunden war, näherte sich Kasim dem Beobachtungspunkt des schwarzen Mannes.
Im Tal sah er die Gruppe in den Wurzeln eines Baumes graben. Immer wieder warf eine schlanke Frau der Thorwalerin aus der Kneipe ein paar Holzstücke vor die Füße und erntete einen verschlossenen Blick der Nordfrau. Kasim verließ sein Versteck und näherte sich der Gruppe. Als die Gruppe den Neuankömmling bemerkte, wechselten Fragen und Antworten hin und her. Kasim erklärte, dass sich zwielichtiges Gelichter für die Helden interessiere und der Späher gerade in die Wälder verschwunden sei. Sigrun, Kasim und Sonea machten sich an die Verfolgung.
[Körperbeherrschungsproben] Den Verfolgern gelang es nicht an den Schwarzen Al heranzukommen. Seine Spur verlief zunächst gerade in den Wald und machte dann einen weiten Bogen zurück. Schließlich endete sie am Tannenversteck. Das war zwischenzeitlich leergeräumt worden. Hunger schien Al nicht mehr zu haben. Den Hasen hatte er zurückgelassen. Sigrun schien das eine dankbare Entschädigung für das Gerenne durch den Wald. Al´s Spuren führten dann in Richtung Voltans Fund zurück. Die Späher kehrten zur Gruppe zurück, welche zwischenzeitliche einen gelben Klumpen in Kindskopfgröße freigelegt hatten.
Nach einer kurzen Beratung entschied man sich, Voltans Fund auf einem Umweg erreichen zu wollen. Man verließ sich auf den Orientierungssinn der Thorwalerin, die die Gruppe mit Hilfe von Brans Karte zunächst in eine andere Richtung lotste. Der Abend war schnell erreicht und es wurde ein Nachtlager errichtet. Zur Abwechslung gab es gebratenen Hasen. Die Stücke wurden verteilt und Sonea sprach einen Speisesegen. Das Fleisch zerfiel zu Staub, was eigentlich nur passiert, wenn das Essen verunreinigt ist. Phelizitas, die Magierin, schaute sich das mal genauer an [Heilkunde Gift, erschwert um die Giftstufe (8) gelungen]. Das Glück war der Gruppe wohl gesonnen. Mit einem Happen Marbos Ruhe im Magen wäre es eine sehr ruhige Nacht geworden. Aber es zeigte auch, dass Al sein Interesse nicht verloren hatte. Die Gruppe versteckte sich in Zeit und Wohnwerkstatt [Proben auf Verbergen] und mimte die schlafende Wache [Probe auf Schauspiel]. Al ließ sich nicht blicken. Er hatte den Köder nicht gefressen.
Am nächsten Tag wurde der restliche Weg bis zu Brans Turm zurückgelegt. Die warme Stube des Astronomen hatte eine starke Anziehungskraft. Zusammen schaute man sich die Beute genauer an. Bran bemerkte, dass ein solcher Stein in seiner Ausfertigung von Astrale Geheimnisse erwähnt wird. Der „Botenstern“ stellte laut Niobara, der Autorin, ein Zeichen für einen weiteren Sternenregen dar. Bran war ob der Enthüllungen entzückt. Materiell bestand der Stein aus Meteoreisen, ca. 5 Stein und einem halben Stein Mindorium. Damit hatte er einen Wert von ca. 1200 Silbertaler. Aber ohne eine entsprechende Verhüttung blieb das Metall erstmal nur ein 10 Stein schwerer Steinklumpen. Bran erzählte der Gruppe, dass ihm eine bessere Abschrift der „Astralen Geheimnisse“ angeboten worden sei. Vanjescha Stoerrebrand, welche in Tjolmar ein Kontor eröffnet habe, hätte ihm das Buch zum Kauf angeboten. Tjolmar lag ein paar Tagesreisen in Richtung Norden.
Zunächst wollte die Gruppe sich bei Narbengesicht und Schlapphut bedanken. Deshalb trat sie in die „Zerbrochene Spitzhacke“. Allerdings waren die Gesuchten nicht anzutreffen. Sigurn schüchterte mit ihrer breiten Gestalt einen kleinen Hänfling ein und drückte in an die Theke. Der arme Mann konnte nur erklären, dass ihm der Verbleib des schrecklichen Duos unbekannt war. Sie seien halt heute Abend nicht hier. Kasim kaufte einen teuren Beutel Tabak beim Wirt. Für die Menge eigentlich ein ungeheuerlicher Preis, aber er lockerte die Zuge des Gastwirts. Die beiden Gesuchten seinen am Morgen abgereist und hätten Voltans Fund in Richtung Tjolmar verlassen. Ihm sein aufgefallen, dass das Narbengesicht eine purpureingefärbte Hasenpfote um den Hals getragen hatte. Ein seltsames Schmuckstück, aber wenn man an Talismane glaubt. Das machte Sonea und Selhira hellhörig. Purpur war die Farbe des Namenlosen und natürlich war den beiden Geweihten klar, dass die Kultisten häufig Alltagsgegenstände veränderten, um ihren unerwünschten Glauben auszuüben und sich Gleichgesinnten zu zeigen, ohne gleich vom Hof gejagt zu werden.
Was werden die Helden tun? Das wird sich am 26.09.2025 zeigen.