Beiträge von Darkstar

    265. Spieltag (03.02.2026)


    Die Tage in Wagenhalt waren gezählt. Die bestellte Iryanrüstung [feuerfeste Lederrüstung] traf im Stoerrebrandt-Kontor ein. Die letzten Dinge wurden geregelt, dann würde es auf die Reise in Richtung Schlund gehen. Sonea richtete den im Ruinenkeller gefundenen Gladiatorenhelm wieder her [Lederrüstung für den Kopf, Rüstschutz 4 gegen Dolche, Fechtwaffen und Schwerter, Nachteil: Sinnesschärfe Hören/Sehen -1] Thorn gelang ein Glanzstück. Er reparierte die Schaufel aus dem Garether Brunnen. [4 QS Metallbearbeitung = +1 Fertigkeitspunkt auf Grabungen beim Einsatz dieses Werkzeugs] Der Zwerg war dermaßen stolz auf seine Arbeit, dass er noch zwei Einschubklemmen für seinen Werkstattwagen anfertigte, so dass nun jedermann das gute Grabungswerkzeug sehen konnte.


    In Gareth wurde noch ein Zwischenhalt eingelegt, um die letzten Waren zu kaufen, denn in der Hauptstadt des Mittelreiches war jede Ware Aventuriens grundsätzlich verfügbar. Das nutzte Thorn aus, um sich die beste und prunkvollste Balestrina [eine Art Armbrust, welche Kugeln anstatt Bolzen verschießt] anzueignen. Die Schwert-und-Stab-Akademie begrüßte die Helden mit allen Ehren. Dort erhielten sie ihre 25 Dukaten Sold. Für die Abgabe des noch geladenen Siegelstockes erhielten sie den Pentagramm-Orden in Arkanum. [In das magische Metall lassen sich Zauber einbinden. Grundsätzlich bewirkt das Tragen des Ordens bei Gelehrten +2 Fertigkeitspunkte bei Einsatz der Talente Bekehren/Überzeugen und Überreden.] Die Belohnung von Stoerrebrandt in Form von ganzen 18 Silberstücken, für die Nachschau und den Sachstandsbericht bei den Grabungen am Kolleg, waren irgendwie kläglich. Da war das Empfehlungsschreiben an die Kontorverwalter mit dem Hinweis auf die vollste Unterstützung deutlich mehr Wert. Der Handelsherr war immer an neuem Wissen und Erkenntnissen interessiert. Allerdings konnte er den Wert des Wissens im Zusammenhang mit Niobaras Vermächtnis noch nicht in einen geldwerten Vorteil.


    ===Ende Niobara Teil 5 und Siegelbruch === Beginn Basaltschmelze


    Dann ging die Reise weiter. Bei Wandleth verließ man die Straße nach Perricum und bog nach Süden in Richtung Raschtulswall ab. Der rauchende Berg war eine gute Wegmarke, so dass ein Verlaufen unmöglich war. Die Anzahl der Angrosch-, Ingerimm- und Tsagläubigen nahm deutlich zu. Alle strebten zum Vulkan und sie wollten am Fest der Erneuerung teilnehmen, mit dem das Ende des Winters gefeiert wurde. Die Helden ritten auf ihren Pferden. Thorn und Imion reisten auf dem Werkstattwagen. Der Verkehr kam ins Stocken. Die Ursache war gleich gefunden: ein schiefer Händlerwagen blockierte die Straße – Radbruch. Thorn schnappte sich seine Schaufel und zusammen mit Sonea bahnten sie sich einen Pfad durch die Menge. Für die ehrwürdige Schaufel gab es keine Arbeit. Sonea lehnte sich mit dem Rücken an den Wagen und ihre Beinmuskeln drücken den Wagen in eine waagrechte Position. Thorn befestigte das Ersatzrad mit allen Mitteln der zwergischen Handwerkskunst. Der Händler Ottojian war hoch erfreut und überaus dankbar. Er bot den Helden Waffen an. Als die Kisten geöffnet wurden machte sich Enttäuschung breit. Alle Waffen waren aus Eisenholz gefertigt. Die Helden lehnten dankend ab, nahmen aber das Angebot zu einem Umtrunk im Schlund an.


    Der Aufstieg zum Vulkankrater war anstrengend. Die Pferde mussten auf dem steilen Weg geführt werden. [2 Stufen Belastung, bzgl. der QS einer Körperbeherrschungsprobe] Der Weg führt an den warmen Quellen und dem Ingerimm-Tempel vorbei zur Zeltstadt. Die Erdnägel ließen sich nur schwer in den Untergrund treiben, weswegen die errichteten Zelte mancherorts wieder zusammenfielen, wenn jemand über die Seile stolperte. Mittels Bretter und Fässer wurden Popup-Tavernen errichtet. Die Tsagläubigen erstanden Pigmentfarben und begangen die Simia-Zeichnung an der steilen Kraterwand mit neuer Farbenfreude zu bedenken. Die restlichen Stände verkauften allerlei Touristenzeug. Was jetzt Steinholzwaffen, darunter zweihändige Streithämmer, für einen Erinnerungsfaktor darstellen sollten, war jetzt nicht offensichtlich. Das Angroschheiligtum war für Besucher gesperrt. Sonea besichtigte den Ingerimmtempel und ließ als Opfergabe einen Bernstein zurück. Ihr wurde als Geweihte ein überdachter Schlafplatz angeboten, sie wollte aber bei der Gruppe bleiben. Die warmen Quellen dienten der Entspannung der Beinmuskulatur. Thorn hatte da eine andere Meinung und verzichtete auf eine nasse Wohltat. Er entspannte sich bei einem Krüglein Zwergenbrand und einer Pfeife Tabak.


    Auffällig war, dass die Stimmung im Krater auffällig friedvoll war. Es gab kein lautes Wort, kein Gezänk oder neidvolles Streiten um den besten Platz. Im hinteren Teil des Kraters befand sich noch ein uralter Steinkreis und auch ein paar zyklopische Menhire ragten aus der Kraterwand. Am Rondraschrein vorbei wand sich ein steiler Fußpfad, welcher kletterfesten Wanderern einen anderen Weg in und aus dem Krater bot. Der Pfad führte an einem weiteren Steinkreis vorbei, der neueren Datums war.


    Die Helden nahmen das Angebot des Händlers an und langten ordentlich bei den geschenkten Getränken zu. Imion hatte bald genug und musste in sein Zelt geführt werden. Mit dem Erlöschen des Tageslichtes erschien eine Prozession unter Führung eines Zwergenfürsten an den Toren des Angrosch-Tempels und bewegte sich zum Steinkreis am Bergpfad. Die Träger führten zwei flammende Körbe mit sich, welche dort auf zwei Stehlen abgestellt wurden. Es musste sich um wichtige Artefakte handeln, da der Zwergenfürst, erkennbar an der helmähnlichen Krone und dem goldenen Bartschmuck, zwei seiner Leibwächter zum Schutz zurückließ.


    Die Helden hörten sich am Abend um und erfuhren so manches Wissenswerte. Der Steinkreis beim Angroschtempel war uralt. Brandan, der legendäre erste Geode und seine Getreuen hatten ihn errichtet. Auf der Spitze eines der zyklopischen Menhire soll er seinen Pakt mit dem Elementarherren des Erzes geschlossen haben. Brandans Menhirkreis hatte auch heute noch eine magische Wirkung. Elementarzauber ließen sich hier besonders einfach wirken.


    Bei den Flammen in den Körben handelte es sich um die gelbe Flamme der Luft und die orangene Flamme des Erzes. Es handelte sich um zwei der sieben Simia-Flammen, welche der zwergische Geode Xenos aus dem Stein der Simia geschaffen hatte. Vier Flammen gingen an die vier großen Zwergenvölker (Brillant-, Hügel-, Erz-, Ambosszwerge) und drei wurden den Elfenvölkern (Wald-, Au-, Firnelfen) überreicht. Sie sollten den Übergang vom elften zum zwölften Zeitalter erleichtern.


    Die Erneuerungszeremonie würde am nächsten Abend beginnen. Da sich die Zwerge in ihrem Tempel bedeckt hielten, kam es zu keinem Gedankenaustausch.



    Das nächste Treffen findet am 10.02.2026 statt.

    Ein weiterer Gang führte in den dritten Raum. Auch hier schauten sich Sonea und Thorn die Baukunst an. Hier zeigte sich ein loser Stein in der Decke. Unbeschadet erreichte die Gruppe den letzten Raum. Auch kreisförmig, allerdings spannte sich hier eine halbkreisförmige Kuppel über den Zylinder. Eine Untersuchung ergab, dass es sich hier um ein Himmelsgewölbe handelte. Die Sterne waren kleine Silbernägel. Allerdings gab es hier viel zu viele davon. Feine Linien verbanden einen zentralen Stern mit der umlaufenden Bordüre. Sternenkundige Helden, konnten erkennen, dass es sich um einen Nachthimmel handelte, welcher viel zu viele Sterne aufwies. Sigrun schaute sich die Wand näher an. Dabei entdeckte sie, dass eine Bordüre die Wand umlief. Hier waren Schriftzeichen eingelassen. Bosparano und Rogolan. Über der Bordüre war ein schwarzer Schatten zu sehen, der sich kaum vom nachtblauen Hintergrund abhob. Aber die Umrisse von Bergen und Gebäuden waren klar zu erkennen.


    Die Schrift war der einfache Teil: [Bosperano] „Getreuliche Sternkarte dreier Himmel, nach Niobaras Geheimnissen, gezeichnet im Jahre 556 BF“. Dann folgte der Text in Rogolan, welchen der Zwerg lesen konnte: „Farmalosch Sandsteiner von Schlund“.


    Phelizitas nutzte die gefundene magische Feder, um das Gebilde genau abzeichnen zu lassen. Hierbei kam dann in der Bordüre ein Wappen zu Tage, welches vorher unbemerkt geblieben war.


    [Proben auf Geografie; höchster erreichter Wert: 2 QS] Drei senkrechte Linien schneiden am Horizont der Karte Orte, bei denen es sich um eine Burg im Landesinneren nahe eines Vulkans, einen Ort an einem großen flachen Berg in der Nähe eines großen Stroms und eine Stadt an der Flussmündung eines anderen großen Flusses an der Ostküste Aventuriens, handelte. Die drei Orte liegen auf keiner direkten Verbindungslinie. Die Burg liegt in der Grafschaft Schlund (Vulkan), der flache Berg ist die Gor, der Ort dort könnte Anchopal sein, bei der Stadt am Meer handelt es sich um Zorgan (Flussmündung an der Ostküste, keine Berge)


    [Proben auf Sternkunde, höchster Wert: 3 QS] Die Karte zeigt einen Sternenhimmel, in den drei zum Horizont senkrechte Linien eingezeichnet sind, die jeweils durch den Losstern (Nordstern) laufen. Die senkrechten Linien sind Meridiane, die sich für einen Ort je nach dessen West-Ost-Lage unterscheiden. Mit den drei Himmeln sind vermutlich die Himmelsdarstellungen gemeint, die von den Orten zu sehen wären, zu denen die drei Meridiane gehören. Diese drei Himmel sind in der Kartendarstellung verschmolzen, die so mehr Sterne zeigt, als man tatsächlich gleichzeitig am Himmel sehen könnte. Durch die Art der Darstellung ist die Abbildung gegenüber dem tatsächlichen Sternenhimmel auch verzerrt. Wenn man zwei der Orte identifiziert, kann man auch den dritten bestimmen.


    [Heraldik, höchster Wert: 1 QS] Das Wappen ist nicht das des Grafen der Grafschaft Schlund, gehört aber sicherlich zu der Familie, die die Burg besitzt.


    Da es hier nichts mehr zu erforschen gab, traten die Helden die Rückreise an. Zuvor kopierte Phelizitas die Thesis mit dem NUNTIOVOLO mit der magischen Schreibfeder auf ein neues Blatt. Imion und Sigrun kletterten am Seil ins Tageslicht und zogen den Rest der Gruppe nach oben. Oben warteten die beiden Akademieleiter. Man erstattete Bericht und übergab das versiegelte Tonfläschchen, die Pergamentsammlung und auch die Originalspruchrolle. Beim Verstecken der Schreibfeder scheiterte Pheliziatas. Die Patina und der Staub auf der Feder ließen die Herkunft nicht verheimlichen. Der Leiter des Stoerrebrandt-Kollegs bot Phelizitas die Feder für 10 Dukaten zum Kauf an. Die Magierin nahm das Angebot dankend an.


    Nach einer durchschlafenen Nacht mussten die Helden noch für die Heilung der Verwirrten sorgen. Nachdem nun feststand, dass der Geisteszustand auf eine dämonische Vergiftung mit dem Siegelstock zurückzuführen war, kam nur ein Exorzismus in Frage. Hierbei erwies sich die örtliche Hesindegeweihte von unschätzbarer Hilfe. Dass es sich beim verursachenden Dämon um den Erzfeind der Wissensgöttin handelte, sorgte für eine Verstärkung der Wirkung. Die Geweihte legte die Verwirrte in einen Kreis aus heiligen Gegenständen. Die Gebete und der Sprechgesang gingen einige Stunden lang. Aber schließlich gelang es, Yelina von der dämonischen Krankheit zu befreien.


    Die Helden ruhten sich noch drei Tage aus und reisten dann in Richtung Schlund ab.


    Das nächste Treffen wird am 27.01.2026 stattfinden.

    264. Spieltag (27.01.2026)


    Die Gruppe stand vor dem Loch, welches sich durch das Wegbrechen der Bodenplatte des ehemaligen Hauptgebäudes der Rohal-Akademie aufgetan hatte.

    Sie waren genau so neugierig wie der Rest der Bauarbeiter und Ausgräber. Und es dauerte nicht lange da erschienen die ersten Vertreter der Rohalswächter und des Stoerrebrandt-Kollegs. Der Streit um die Fundstücke aus dem nun freiliegenden Keller ging sofort los. Als Rohals Erben beanspruchten die Wächter die Gegenstände, während der Stoerrebrandt-Vertreter darauf hinwies, dass das Grundstück durch den Handelsherrn rechtmäßig erworben worden war und damit auch alles war darauf vergraben, verborgen und versteckt worden war.

    Die Helden nutzten den Streit als Ablenkung. Vorsichtig zog man sich zurück und schaute sich nach einem Ankerpunkt für das Seil um. Soneas Kettenhemd und Thorn zwergenhafte Anmut verhinderten den Plan. Sofort waren sich beide Magier einig, dass man Grabräuber und Plünderer auf keinen Fall zuerst in den Keller lassen konnte. Natürlich wurde jedwede unlautere Absicht von Seiten der Heldenschaft in Abrede gestellt. Jetzt hatte man gerade Dämonen besiegt und einen Beschwörer aus den Reihen der Rohalswächter ausgeschaltet. Undank ist der Welten Anerkennung. Die beiden Magier setzten ihren Zwist fort. Auf keinen Fall durfte eine Bande von Dämonenbeschwörern sich der Habseligkeiten Rohals bemächtigen. Und natürlich verbat sich der Wächter jede vorschnelle Verdächtigung.

    Erneut versuchten die Helden ihr Glück. Aber bei Soneas Erscheinung und nun auch noch Phelizitas als schwarzmagische Zauberwirkerin. Keine Chance.

    Zwischenzeitlich hatte Sigrun das Seil an einer Mauersäule befestigt und den Rest des Tauwerks in den dunklen Abgrund geworfen.

    Erst als die beiden Leiter der Akademien erschienen, konnte man zu einer Einigung kommen. Die Helden hatten sich in sehr guter Manier bei der Aufklärung um den Zustand der verwirrten Rohalsjüngerin verdient gemacht. Sollte sie doch mal nachschauen, welche garstigen Dinge dort in der Dunkelheit harrten. Aber nur gegen das Versprechen alle gefundenen Artefakte brav abzugeben.


    Imion und Sigrun stiegen in das 15 Schritt tiefe Loch hinab. Auf dem Schuttberg der eingebrochenen Decke schaute man sich um. Ein hochwandiger zylindrischer Raum, von oben drang Tageslicht herein und ließ die aufgewirbelten Staubteilchen glitzern. Die Kletterunkundigen wurden mit Hilfe der starken Arme der Ingerimmgeweihten und des Zwerges hinabgelassen. Als die beiden dann den Weg nach unten antraten, verloren ihre Hände den Halt [Kletterprobe -]. Thorn stürzte vier Schritt ab, Sonea legte die letzten drei Schritt im freien Fall zurück. [Fallschaden jeweils um die 10 Schadenspunkte] Nun war man wieder in trauter Stimmung vereint. Mit ihrer Dunkelsicht verschafften Imion und Thorn sich einen Überblick. Sie entdeckten den Durchgang in den nächsten Raum. Sonea und Thorn schauten sich mal den Zustand der gemauerten Wände an. Tatsächlich fand sich ein Mauerstück, wo sich der Mörtel schon in Puder und Gebrösel verwandelt hatte. Zielsicher führten die beiden gesteinskundigen die Truppe unfallfrei in den nächsten Raum.


    An den Wänden stapelten sich die Überreste von Regalen. Auch der Boden war mit den Überresten von Möbeln und anderen Lagerstätten übersäht. Man begann mit der Absuche. Thorn hielt eine Pergamentsammlung in der Hand, die schon mal bessere Tage gesehen hatte. Ohne einen professionellen Konservator drohten die Seiten zu zerbrechen wie morsches Holz. Selhira fand ein kleines Tonfläschchen. Der Kork war noch in der Flasche. Das Wachssiegel war unbeschädigt. Das Etikett war nicht mehr lesbar. Sigrun zog eine Schriftrolle hervor, auf dessen Siegel das bekannte Abbild der Rohal-Akademie prangte. Die Frau aus dem Norden brach das Wachs entzwei und öffnete das Papier. Erst mit Hilfe von Phelizitas lies sich der bosparanische Text entschlüsseln. Er enthielt die Thesis eines NUNTIOVOLO. Die Magierin erklärte, dass man mit dem Zauber einen dämonischen Botenvogel erschaffen konnte. Bereitwillig überließ die Thorwalerin ihre Beute. Phelizitas fand bei ihrer Suche eine eingetrocknete Alraune. Total dehydriert hatte sie die Jahrhunderte überdauert. In Wasser oder Alkohol eingeweicht ließ sich die Pflanze wieder nutzbar machen. Sonea grub in den Möbeltrümmern und fand einen abgenutzten Helm aus horasischer Fertigung. Mit etwas Metallbearbeitung ließ sich das antike Stück in einen brauchbaren Gladiatorenhelm verwandeln. Imion ließ sein Fundstück ekelerregt wieder fallen. Eine Chimäre, eine Mischung aus Schlange mit Rabenflügeln und einen Elsterkopf. Eine widerliche Schändung der Natur, fand der Waldelf. Gemauerte Steine und geschlagener Fels birgt manches Geheimnis. Geheimnisse dieser Art zu finden, lag in der Natur der Zwerge [Fertigkeit Zwergnase +]. Brüchiger Mörtel gab es hier überall. Aber so punktgenau verwitterte keine Sandmischung. Mit seinem Werkzeug und mit spitzem Messer wurde der Ziegel aus der Wand gezogen. Dahinter erschien ein Tintenfass und eine Schreibfeder, welche die Jahrhunderte erstaunlich gut überdauert hatte. Als der Zwerg sich die Feder genauer ansah, begann sie auf seiner Handfläche zu schweben. Phelizitas hatte das schon mal im Skriptorium gesehen. Mit diesen Federn konnte man durch Diktat seinen Gedanken auf Papier verewigen. Soweit man das gute Stück in Tinte tauchte, versteht sich.

    Der Dämon erreichte die Stehle und versuchte den Siegelstock zu greifen. [waffenloser Angriff gescheitert]. Selhira schlug mit dem Rabenschnabel zu. Hierbei machte sie die Erfahrung, dass das Wesen, wie alle Dämonen, geweihte Waffen nicht mochte. Außerdem war es gegen Hiebwaffen empfindlich. [+6 TP; Rüstschutz des Dämons fällt auf Null (gegenüber anderen Waffen wäre er 6)] Thorn schoss auf den Magier, welcher mit einem Zauber begann. Er traf kritisch und die Geschossenergie warf den Magier um. Als auch Sigruns Pfeil dann traf, erschallte ein höhnisches Lachen. Eine Spiegelscherbe brach durch die Decke und spießte den Magier auf. „Versager“ Phelizitas traf erneut den Siegelstock mit ihrem Zauberstab. Der Treffer war so gut, dass der Stock durch Selhiras Beine rollte, die Treppe hinunter in Richtung des Schlangenkopf-Eingangs. Direkt vor Soneas Stiefel, welche zusammen mit Imion in der Tür erschienen.


    Nun bewegte sich der Dämon erneut um Selhira herum, und verließ ihre Bedrohungsreichweite. Der Schlag mit dem Rabenschnabel war diesmal kritisch und verursachte doppelten Schaden [32 Trefferpunkte]. Ein ganzer Batzen Metall wurde herausgehauen. Flog auf den Boden, wo er in einen Regen aus Tropfen zerplatzte. Die Tropfen rollten wie Quecksilber über den Boden. Sigrun wechselte zu einem Spaten und setzte ihn als improvisierte Waffe ein. Leider schlug sie vorbei. Das Geschoss von Thorn verschwand im dem flüssigen Metallkörper und hinterließ eine kleine kreisförmige Welle. [Der Dämon ist gegen alle Waffen mit Spitze, auch Dolche, Fechtwaffen, Lanzen, etc, immun].


    Dem Dämon gelang es jetzt den Siegelstock in sich aufzunehmen. [Nun wurde es knapp, den Helden stand nur noch der Rest der Kampfrunde zur Verfügung um den Dämon zu besiegen] Thorns Waffe war wirkungslos, Imions FULMINICTUS schlug fehl. Phelizitas traf mit dem Zauberstab nicht. Sonea schlug mit ihrem geweihten Hammer zu und brachte dem Dämon sein Ende. Risse zogen sich durch die Gestalt, welche zu einem Haufen silberner Krümel zerfiel, welche sich anschließend in Nebel auflösten.


    Sigrun nutzte das Kampfende, um sich der Habseligkeiten des Magiers anzueignen. Sie fand einen Heiltrank und Bannstaub. Nachdem der Siegelstock geborgen war, erschien ein flammendes Auge, dessen Lider aus sich windenden Schlagen bestand. Mek`Thagor war mit der Niederlage nicht einverstanden. Zumal die Helden in SEINE Welt eingedrungen waren. Er verurteilte die Helden zum Tod in der nun zerbrechenden Globule.


    Die Helden stürmten aus dem sich auflösenden Raum. Von der irren Treppe waren nur noch schwebende Steinteile vorhanden. Die Helden sprangen auf den Teilen nach unten [Körperbeherrschung] oder ließen sich von der Kante hängend auf ein unteres Teil fallen [Klettern]. Die Glasscherben verwandelten sich einen wilden Sturm aus scharfkantigen Teilen. Alle Helden konnte dem Ausweichen, nur Thorn erhielt einen tiefen Schnitt. Durch das Elementarium hindurch, wo schon die ersten Elementsäulen umfielen und dann durch den Globulenausgang wieder in das Kellergeschoss des Sternenturms. Gerade rechtzeitig. Mit einem lauten Knacken und Krachen wurde das aufgemalte Fenster gespalten. Im Mauerwerk hatte sich ein mannshoher Riss gebildet. Der Boden gab ein Grollen von sich und die Helden verspürten ein Vibrieren in den Knien. Die Flucht ging weiter. Vom Obergeschoss kam der Astronom die Treppe herunter. Aus dem oberen Labor war das Zerbersten von Glas zu hören. Alle rannten durch den Lehrsaal im Erdgeschoss zum Hauptausgang und traten ins Freie.


    ==================Ende Siegelbruch====================


    Am östlichen Rand des Ausgrabungsgeländes erhob sich eine große Staubwolke in den Himmel. Nach ein paar Atemzügen stellten die Helden fest, dass alle Arbeiter sich auf die Wolke zubewegen. Also wollte man auch mal nachschauen. Die Staubwolke ließ sich langsam als feiner Gesteinspuder auf der Kleidung der Gruppe nieder. In den Grundmauern des alten Hauptgebäudes der Rohalakademie hatte sich ein großes Loch aufgetan. Der Boden war eingebrochen und hatte einen Zugang zum den alten Kellern freigegeben.


    Das nächste Treffen wird am 27.01.2026 stattfinden.

    263. Spieltag (20.01.2026)


    Sigrun, Selhira, Thorn und Phelizitas hatten die irre Treppe überstanden und standen nun auf einem kleinen Absatz. Vor ihnen befand sich ein circa drei Schritt hoher Schlangenkopf. Im öffneten Maul, zwischen den Giftzähnen, war eine mannshohe Holztür zu sehen. Klinke oder Scharniere waren nicht vorhanden. Dafür zierte auf Brusthöhe ein einen Schritt durchmessendes Siegel das Hindernis. Das Bildnis zeigte das spiegelverkehrte Zeichen der Rohal-Akademie. Das Hexagramm der Elemente, darin ein Baum auf dem eine Rohalskappe saß. Um den Kreis des Bildnisses zog sich ein Ring aus weichem Wachs, in welches spiegelverkehrte Buchstaben eingelassen waren. Die Helden verglichen das Bild mit dem Buchdeckel, welchen sie in Hyanons Turm gefunden hatten. Alles war vorhanden, spiegelverkehrt natürlich, bis auf die Zeichen der Elemente.


    Thorn zog einen Stichel aus seiner Werkzeugtasche und begann die Elementarzeichen spiegelverkehrt in das weiche Wachs zu ritzen. Mit der Anbringung des letzten Zeichens hörte man ein lautes Klacken, als die Sperrriegel eingezogen wurden. Vorsichtig wurde die Tür geöffnet. Dahinter befand sich ein quadratischer Raum. In der Mitte befand sich ein Podest zu dem drei Stufen hinaufführten. Auf dem Podest stand eine hüfthohe Marmorsäule. Dort lag ein Kissen mit einem handgroßen Gegenstand.


    Szenenwechsel: Sonea und Imion langweilten sich in der ersten Kammer. Immer wieder versuchten sie die traumatischen Bilder der flüssigen Spiegelscherben der irren Treppe zu vergessen. Erfolglos. Mit einem schmatzenden Geräusch trat ein Magier mit weißen Roben in den Raum. Aldemar, der Krankenpfleger der Verwirrten, hatte durch das Globulenportal den Raum betreten. Erstaunt blieb er beim Anblick der beiden Helden stehen und fächerte sich mit einem Handspiegel etwas Luft ins Gesicht. Er erklärte, dass er den Geist der Verwirrten soweit klären konnte, dass sie ihm ihre Geschichte erzählen konnte. Er sei nun hier, um ein Heilmittel für die sich ausbreitende Infektion im Arm der Kranken zu suchen. [Vergleichsprobe Überreden gegen Willensstärke; Der Wurf des Magiers war so gut, dass 15 Talentpunkte, also 5 QS übrigblieben. Dem gegenüber stand 1 QS in Willenskraft] Die Worte des Neuankömmlings waren überzeugend und er schritt gemessenen Schrittes durch die Öffnung auf die irre Treppe. Sofort begannen sich die Spiegelscherben zusammenzusetzen und zeigten dem Magier das Bild des Leiters der Rohalswächter. Mit einem kurzen Seitenblick würdigte Aldemar das Bild, zuckte mit den Schultern und ging die Treppe hoch.


    Oben hatten sich die Helden um die Stehle mit dem Kissen geschart. Phelizitas holte das gefundene Siegel aus Hyanons Turm hervor. Ein Vergleich mit dem Siegelstock auf dem Kissen ergab, dass die Schrift auf dem neuen Siegelstock in einem irisierenden Grün leuchtete. Den Handknauf bildete ein Geflecht aus oxydiertem Messing oder Gold. Ohne Prüfung ließ sich das nicht sagen. In dem Geflecht befand sich ein Glas- oder Kristallbehälter, in welchem grüner Nebel wogte. Nach einer kurzen Absprache beschlossen die Helden den neuen Siegelstock mal mit dem alten anzustupsen. Von der Tür kam ein Räuspern und der leise Hinweis das jetzt nicht zu probieren. Aldemar trat in den Raum und erzählte auch hier die Geschichte vom Heilmittel gegen die dämonische Krankheit bei der Verwirrten. Er erhob energisch Anspruch im Namen der Rohalwächter auf das Siegel. Als er den Fuß der Podesttreppe erreicht hatte. Grinste Thorn ihn an und mit einem leisen „Kling“ berührten sich die beiden Siegel.


    Auf der Stehle tat sich nichts. Dafür hörte man ein Klirren, als der Handspiegel des Magiers auf der Plattform des Podestes in kleine Splitter zerbarst. Aus den Splittern stieg Rauch auf, aus welchem sich dann eine silberne Figur bildete. Mit dem Wissen in Sphärenkunde wurde das Wesen als ein Tasgul´Golin identifiziert. Ein viergehörnter Dämon aus Amazeroths Gefolge. Das Ding schien aus flüssigem Metall zu bestehen, denn in seiner Faust formte sich ein langes Schwert.


    Selhira stellte sich ihm in den Weg und sprach die Liturgie DÄMONENWALL. Thorn griff sich das Siegel und warf es in Phelizitas Richtung, welche es nicht fangen konnte [Körperbeherrschung -]. Mit lauten Klingen prallte der Siegelstock auf den Boden, rollte in Richtung Treppe, wo es Stufe für Stufe nach unten rollte. Sigrun nahm sich Aldemar zum Ziel, welcher einen Pfeil abbekam.


    Der DÄMONENWALL setzte die Geschwindigkeit des Sphärenwesens herunter, als es versuchte die Borongeweihte zum Umrunden. Der Schlag mit dem Spiegelschwert zischte haarscharf an der Geweihten vorbei. Aldemar bedankte sich bei Sigrun mit einem FULMINICTUS und bekam als Geschenk einen zweiten Pfeil zurück. Thorn schoss nun auf den Magier, leider daneben. Phelizitas traf mit dem Zauberstab das Siegel und warf es wieder an den Fuß der Stehle.


    Die Kampfgeräusche hallten die irre Treppe hinab und brachten Imion und Sonea in Gewissensnöte. [Beide bestanden eine erneute Willenskraftprobe]. Die Pflicht rief, ihre Kameraden waren in Not, die beiden rannten die irre Treppe hinauf, alle Bilder der Spiegelscherben ignorierend.

    Am nächsten Morgen raffte man nur leichtes Gepäck zusammen. Eine Tagesration Essen sollte eigentlich genug sein. Dann klopfte man den Astronomen erneut viel zu früh aus dem Bett. Der Nachtarbeiter wurde nun zum zweiten Mal in seiner Ruhephase gestört und fand das nicht lustig. Mürrisch zog er sich wieder zurück und überließ den Helden das Kellerlager. Die Paste wurde sorgfältig aufgetragen. Irgendwie schien die Oberfläche des Bildes nun beweglich. Sigrun nahm einen Ziegel aus dem Lager und warf ihn in das Bild. Der Stein verschwand mit einem schmatzenden Geräusch hinter der Wand. Dann kam der thorwalische Besentest. Der Besenstiel wurde in die gallertartige Masse gesteckt. Der Stiel kam ohne Beschädigungen aus der zähen Flüssigkeit heraus, als man ihn wieder zurückzog. Phelizitas Neugier gab den Ausschlag. Mit einem mutigen Tritt kam man durch den Durchgang.


    Man landete in einer gespiegelten Variante des Kellerlagers. Nur gab es hier keine Kisten. Das Hexagramm mit den Elementzeichen war klar zu erkennen. In der Nähe der Zeichen befanden sich Podeste mit einer schalenförmigen Vertiefung. Allerdings war sofort feststellbar, dass hier alles spiegelverkehrt war. [3 Stufen Verwirrung, reduziert um die QS einer Willenskraftprobe]. Der Durchgang, aus dem die Truppe gekommen war, zeigte eine Treppe in die Tiefe. Dort wo in der Echtwelt das Bogenfenster gewesen war, befand sich nun ein buntes Mosaik aus Glasscherben, welche durch einen Bleirand zusammengehalten wurden. Thorn und Pheliziats betrachteten das Glasbild [Sphärenkunde + Magiekunde; Thorin mit Doppel 1- kritischer Erfolg] Die Magierin konnte das Bild als Darstellung von Amazeroths Sphäre bewerten. Der Zwerg erinnerte sich an die Aussagen seiner Ausbilder, dass es sowas wie ein Unmetall gab. Von diesem dämonischen Zeug hielt sich ein standhafter Zwerg lieber fern. Die Untersuchung ergab, dass man das Blei mittels Diebeswerkzeug oder HARTES SCHMELZE vom Glas trennen konnte. Damit wäre es möglich jede einzelne Scherbe unbeschädigt zu bergen.


    Dann widmete man sich den elementaren Schreinen. In dem man entsprechendes Material in die Schalen legte, konnte man die elementaren Kräfte wecken. Das Bild bekam erste Risse. Elementarkräfte und Dämonen waren unvereinbare Gegensätze. Phelizitas sprach einen Feuerblitz und nahm hierbei den Kraftfokus des Feuerschreins zu Hilfe. Die Schäden des Bildes nahmen zu. Schlussendlich nahm Selhira ihren Hammer und stupste das Bild mit der Hammerspitze an. Die Berührung des geweihten Rabenschnabels war dann genug. Das Bildnis zerbarst, aber der Scherbenhaufen setzte sich zu einem Narrenglasgolem zusammen. [Durch die vorhergehende Behandlung hatte der Golem 10 von 60 Lebenspunkten verloren] Die Eigenschaften des Wesens brachten es mit sich, dass es empfindlich gegen karmale Kräfte war, auch eine Bearbeitung mit Hieb-, Ketten- und Zweihandwaffen vertrug das Glaswesen gar nicht. Dies führte im Zusammenspiel mit der Behäbigkeit [niedrige Initiative] infolge der schieren Größe des Wesens (2,4 Schritt Höhe, 130 Stein Masse) dazu, dass die Helden das Ding zu Glasstaub verarbeiteten, ehe es irgendeinen Schaden anrichten konnte.


    In der Öffnung der Golemtür erschien eine irrwitzige Treppe, die sich, in alle Himmelsrichtungen gewunden und verdreht, durch ein waberndes Grün zog. Dazwischen waren Spiegelfragmente, die umherschwebten und sich in der Nähe von Lebewesen so drehten, dass sie dem Opfer seine geheimsten Ängste zeigen konnten. [erneute Willenskraftprobe zur Fortbewegung auf der Treppe] Sonea (geschwächt durch die Verwirrung) und Imion (Doppel 20 bei der Probe, kritischer Fehlschlag) verweigerten die Kooperation und kehrten verängstigt in den ersten Raum zurück. Selhira machte kehrt und sprach zweimal BANN DER FURCHT auf die Helden. Auch ein Willenstrunk half da nicht mehr. [Auch die Folgeproben waren gescheitert, trotz Einsatz von Schicksalspunkten] Der Waldelf und die Ingerimmgeweihte weigerten sich standhaft, den ersten Raum zu verlassen.


    Das nächste Treffen findet am 20.01.2026 statt.

    262. Spieltag (13.01.2026)


    Der Schnitt im Finger der Verwirrten. Imion besah sich den genauer [Heilkunde Wunden]. Nicht tief, ähnliche Wunde zog man sich zu, wenn man unachtsam eine Pfeilspitze auf den Schaft aufsetzte. Aber das blaue Aderngeflecht könnte auf Gift zurückzuführen sein. Phelizitas untersuchte die Wunde mit ihrer Giftkenntnis. Die Gifthypothese war auszuschließen. Das Ganze sah eher wie eine dämonische Verunreinigung aus. Was auch auf zu den bisherigen Erkenntnissen im Zusammenhang mit einer gespiegelten Akademie in einer Globule passte.


    Nun war es früher Abend. Der ideale Zeitpunkt um dem Astronomen der Stoerrebrandt-Akademie einen Besuch abzustatten. Lumin Durenald war mit 34 Jahren nun nicht der älteste in seinem Gewerbe. Freundlich begrüßte er die Helden und lud sie zu einer Tasse Tee ein. Thorin rümpfte die Nase und wollte lieber einen Krug Bier. Damit konnte der Astronom nun nicht dienen. Alkohol während der Arbeitszeit, geht gar nicht. Freimütig erteilte er den Helden die Erlaubnis sich im Keller mal umzusehen, bevor er wieder in das Labor in den ersten Stock ging. Im Keller standen allerlei Baustoffe und Kisten im Weg. Nach etwas Kistenschieben kam das alte Hexagramm der Rohalakademie als elementarer Beschwörungskreis ins Laternenlicht. An den Wänden waren alte Gemälde aufgetragen. Sie zeigten als „Überschrift“ eine dunkle, von Blitzen umspielte, Kugel. Darauf folgte das Bild einer verschneiten Bergkette [Erzheiligtum Al´Zul in der Nähe der Trollpforte]. Ein anderes Bild zeigte die Umrisse eines Klosters oder einer Akademie in einem Krater. Unter dem Gebäude befand sich ein Feuerzeichen [Kloster Tarf El´Hazaqur Mor im Raschtulswall]. Dann fiel noch ein großes Bodenfester auf, das einen Sternenhimmel mit rundem Madamal [aventurischer Mond] umrahmte. [Sternenkunde] Das Sternbild der Schlange hatte nicht die alte Zick-Zack-Form, sondern war zum Kreis geworden. Die Helden hatten das gesuchte Portal in die Globule gefunden. Phelizitas konnte auch noch etwas silbig schimmernde Paste an den Rändern des aufgemalten Fensterbildes feststellen. Die Paste schwärzte bei Hautkontakt die Oberfläche des Fingers. Man verabschiedete sich und begab sich zur Nachtruhe.


    Am nächsten Morgen wurde das Kontor aufgesucht, um die fehlenden Komponenten für die Spiegelpaste zu erwerben. Die vier Karat Diamantstaub ließen die Kosten ordentlich anschwellen. Mit einer Handelsprobe konnte man sich einen 10prozentigen Rabat sichern. Imion erschienen das ziemliche viele Metallscheiben für so wenig Zeugs. Da das Stoerrebrandt-Kolleg gleich neben an lag, wurde dieses aufgesucht.


    Yeto Helmisch, der Akademieleiter, hörte den Erkenntnisse der Gruppe zu. Er bot an, den Diamantstaub aus den Beständen des Kollegs beizusteuern. War doch die Verwirrte auf dem Gelände aufgefunden worden. Natürlich durfte Thorn das Labor zur Herstellung der Paste nutzen. Mit dieser erfreulichen Nachricht, kaufte die Gruppe die restlichen Waren ein. Thorn klopfte den schlaftrunkenen Astronomen aus dem Bett, welcher ihm auch Zugang zum Labor gewährte. Der Zwerg war dann den ganzen Tag über beschäftigt die Spiegelpaste herzustellen. Der Rest verbrachte den Tag nach eigenem Gutdünken. Sirgun schaute sich die Wälder nördlich von Wagenhalt an. An Rohals Blutulme hatte sich nichts verändert. Es waren keine Äste heruntergebrochen, mit denen man etwas anfangen konnte. Also ging sie auf Nahrungssuche. Aber am Ende des Winters konnte sie nur ein paar essbare Wurzeln ausgraben [welche später noch gebraucht werden]. Phelizitas, Selhira und Sonea zog es in den Hesindetempel. Dort besichtigten sie Niobaras Sternkarten und auch das Buch „Astrale Geheimnisse“. Die Sternkarten waren zu einem Folianten gebunden und würden die Navigation nach den Gestirnen erleichtern. Um Nutzen aus den Astralen Geheimnissen zu ziehen, wären längere Studien nötig. Außerdem fehlte den Helden im Moment die nötige Wissensgrundlage, um das Werk zu verstehen.

    Den Abend verbrachte man in der Kneipe zum „Dorfkrug“. Da Imions Musik dort bereits bekannt war, bat der Wirt den Elfen um eine Fortsetzung. Imion gab sein Bestes [Musizieren gescheitert], kam aber nicht so an wie beim letzten Mal. Mit diesem Ergebnis konnte der Wirt natürlich nicht die Zeche der Gruppe übernehmen. [Zechenproben] Bereits das erste Glas Wein ließ den Elfen schwanken, was auch dazu führte, dass man auf seinen Abschiedsgesang verzichtete. Der Rest hielt sich, mit Ausnahme des Zwergs, mit dem Alkohol zurück. Man war sich einig, dass man mit klarem Verstand die Globule erkunden wolle. Dann ging es zur Nachtruhe.

    Im ersten Obergeschoss fand man das, was mal eine Küche gewesen war. Bei einem Regal war der unterste Boden herausgebrochen. Die verbliebenen zwei trugen noch Fläschchen mit unlesbaren Etiketten. Die teilweise schimmligen und veralgten Flüssigkeiten zeigten an, dass hier nichts mehr Trinkbares vorhanden war. Selbst die Fettpaste in einem Döschen hatte sich in ein rissiges Etwas verwandelt. Also auf in den nächsten Stock.


    Hier war der Schlafbereich des Besitzes. Seine Toilettenmöglichkeiten beinhalteten auch eine Badewanne. Im Schlafzimmer fand man eine geöffnete Truhe. Auf dem Boden davor lagen zerstückelte Seilteile. Dazwischen fand man auch den Fetzen einer modernen Robe. [Mechanik / Fallenkenntnis] Hier hatte wohl eine Fesseltruhe zugeschlagen, wobei die magischen Seile ihre Festigkeit verloren hatten und mit einem Messer zerteilt werden konnten. Der Inhalt der Truhe war viel interessanter. Die alten Pergamentseiten hatten bereits ihren Geist aufgegeben. Auf einen ledernen Buchdeckel fand man noch die Prägung des Akademiesiegels mit Rohalskappe. Die nandurische Schrift konnte allerdings niemand lesen. Dann fand man noch einen Siegelstock mit spitzen Auswüchsen, wobei an einem Auswuchs dunkle Flüssigkeitsantragungen festzustellen waren. Der Stock wanderte in Philizitas Gepäck. Nun fand man noch Seiten aus neuem Pergament, die in Wachspapier eingeschlagen waren. Yelina, die jetzt verwirrte junge Zauberin der Rohalswächter, hatte ihre Theorien hier abgelegt. Hyanon war ein Anhänger Cyrianus. Letzterem war es gelungen eine Spiegelwelt zu erschaffen. Die Akademie Rohals war in eine andere Globule gespiegelt worden. Irgendwo musste sich in der Nähe ein Portal befinden. Zum Durchgang benötigte man die Spiegelpaste. Das Portal ist nur bei einer bestimmten Sternenkonstellation nutzbar, wenn sich die Schlage in selbst in den Schwanz beißt, und somit einen Ring bildet [Sternenkunde -2] Mit dem Sternenfall hatten sich die Sterne verschoben und somit bildete das Sternbild dauerhaft einen Ring. Es bestand nun dauerhaft die Möglichkeit das Portal zu öffnen. Schließlich fand man noch das Rezept für die benötigte Spiegelpaste.


    Das letzte Geschoss bestand nur noch aus zusammengefallenen Dachbalken. Einen davon versperrte den Dachzugang. Mit einem kräftigen Ruck [Probe Kraftakt] splitterte das morsche Holz und man konnte einen Blick in den Raum werfen. Die Einrichtung war unter Holz begraben. Das Astrolabium hatte sich durch den Aufprall eines Balkens in eine wertloses Stück Messing verwandelt. Hier gab es nichts mehr zu holen und die Helden traten die Rückreise nach Wagenhalt an.


    Am Nachmittag hatte man eine Audienz mit dem Akademieleiter der Rohalswächter. Die Helden wurden Hillebrandt von Nebelau-Streitzig geführt. Er freute sich für die Hilfe die ihm aus Gareth geschickt worden war und stellte sofort einen Kontakt zu Aldemar Immenward her. Aldemar hatte die Verantwortung zur Heilung Yelinas übernommen. Aldemar erschien im Zimmer der Spektabilität. Er berichtete vom Auffinden der Verwirrten im Grabungsfeld bei den Ruinen der alten Rohalakademie. Seither war ihr Verhalten unberechenbar und sie musste dauerhaft unter Aufsicht gestellt werden. Erst kürzlich war es Yelina gelungen aus dem Zimmer zu flüchten. Man fand sie kurz vor einem suizidalen Sprung vom Dach der Akademie. Im Anschluss an das Gespräch führt man die Gruppe zu der Erkrankten.


    Die Bedienstete Callida hatte gerade die Aufsicht. Als die Helden eintraten fuhr Yelina erschrocken auf. Auf dem Boden hatte sie mit Kreide das Siegel der alten Rohalakademie gezeichnet. Das gleiche, welches die Augen der Helden in der verfallenen Bücherei unter Gareth und auf dem Buchdeckel aus Hyanons Turm erblickt hatten. Auf Nachfrage erklärte Aldemar, dass dort in nandurischer Schrift die Worte „Magica Rohale singularium atque communium elementarium“ standen. Damit konnte Phelizitas wieder was anfangen. Übersetzt in Garethi war dort geschrieben: Rohals Lehre von den sechs Elementen. Nun konnte man die Erkrankte genauer untersuchen. Der im Turm aufgefundene Robenfetzen passte zu ihrer jetzigen Kleidung. Am linken Zeigefinger wies sie einen verschorften Schnitt auf. Vor dort breitete sich ein dunkles Adergeflecht den Arm hinauf aus. Die Verwirrte hatte panische Angst vor allen reflektierenden Oberflächen. Die Handinnenflächen wiesen Reste einer pastenartigen Substanz auf. [Heilkunde Seele gelungen] Selhira gelang es Yelinas Geist in das Hier und Jetzt zu holen. Wenn auch nur für kurze Zeit. Aber es reichte, dass die Magierin ihre Botschaft übermitteln konnte: „Das Zentrum des Hexagrams liegt im Osten. Ihr müsst den Turm finden, er wird euch weiterhelfen.“ Dann war der klare Moment vorbei. „Nein, nicht das Glas! Es sieht alles. Das Lilienmaul am Turm wird uns alle holen“


    Die nächste Sitzung findet am 13.01.2026 statt.

    261. Spieltag (06.01.2026)


    Die Gruppe traf die Entscheidung sich mal um Hyanons Turm zu kümmern. Der sollte sich ja im Osten von Wagenhalt befinden. Außerdem brauchte man noch die Staubbeutel einer Iribaarslilie für die Spiegelpaste. Und diese Lilien wuchsen in einem Sumpfgebiet. Da passte es doch gut, dass die Landwirte von einem Sumpfgebiet im Osten berichteten, das unter einem dauernden Nebel lag und das keiner betreten wollte. Also keiner außer ein paar Neugierigen, die auf der Suche nach einer Lilie waren.


    Nach einer Stunde Spaziergang war das Gebiet erreicht. Die Helden legten sich ihre Schneeschuhe an, Imion hatte noch in Wagenhalt welche gekauft. Langsam ging es in den Sumpf hinein. Damit man im Nebel nicht verloren ging, hatten sich die Helden mit einem Seil gesichert. Eine weise Vorsichtsmaßnahme, wie sich bald herausstellen sollte. Die Luft nahm einen wunderbar süßen Geschmack an. So etwas Feines hatte Thorn noch nie gerochen. Im Bann seines Verlangens schlug er einen Weg ein, den der Rest der Gruppe nicht einschlagen wollte. Soneas Arme spannten sich an und sie zog am Seil und wollte verhindern, dass der Zwerg auf Abwege geriet. Und obwohl er keinen Schritt weiterkam, bewegen sich seine Beine im Schlamm und schoben mit den Schneeschuhen ordentlich Dreck nach hinten. Selhira versuchte es mit gutem Zureden, Sonea nahm die direkte Methode in Form einer Backpfeife. Beides zeigte Wirkung und der Zwerg kam wieder zu Sinnen [gelungene Nahkampf-AT, da man ja nicht die Borongeweihte treffen wollte; Heilkunde Seele gelungen]


    Nun hatte man Zeit nach der Ursache zu forschen. Gute zwanzig Schritt entfernt stand eine einsame violette Lilie in der Sumpflandschaft [Sinnesschärfe +1] – und hinter der Pflanze war ein seltsames Flirren und Wabern zu sehen. So warm für eine Fata Morgana war es jetzt noch nicht. Eine Luftspiegelung die knistert? Kann jetzt irgendwie nicht so sein! [Willenskraft -1] Für einige aus der Gruppe schälte sich ein Turm aus dem Wabern. Vier Stockwerke, keine Fenster mehr in den Maueröffnungen, das Dach war zusammengebrochen. Aber erst musste man sich mit der Dämonenpflanze aus Amazeroths Reich auseinandersetzen.


    [Pflanzenkunde] Die Jagdtaktik der Pflanze bestand darin, mit ihrem Duft die Opfer in Reichweite (10 Schritt) ihrer Tentakel zu locken. Die Fangarme lagen unter der Wasseroberfläche im Schlamm. Nach der Umschlingung wurde die Beute unter Wasser gezogen und ertränkt. Die Helden näherten sich gerade weit genug um die Arme zu aktivieren, aber gerade noch außerhalb der Reichweite. Dann wurden die Arme im Fernkampf außer Gefecht gesetzt. Die Ernte der Staubbeutel war einfach. Schwieriger [Heilkunde Gift / Pflanzenkunde] war die Extraktion des Lähmungsgiftes aus den Fangarmen. Bei drei Armen gelang es, einmal scheiterte man. [Kontakt-/Waffengift Stufe 4; Beginn sofort; Erfolgreiche Giftprobe: Zähigkeit gescheitert = 2 Stufen Paralyse – Zähigkeit erfolgreich = 1 Stufe Paralyse; Wirkungsdauer 2 Stunden / 30 Minuten; Wert im Einkauf: 600 Silber]


    Nun konnte man bis zur Eingangstür des Turmes vordringen. Diese hing lose in den Angeln. Ein Kennerblick in Sachen Steinbearbeitung [alternativ Architektur] erbrachte die Erkenntnis, dass das Bauwerk 400 Jahre auf dem Buckel hatte. In dieser Zeit hatte das UNGESEHENE ZEICHEN, welches seine Energie durch KRAFTQUELLENSPEISUNG erhielt seine Wirksamkeit eingebüßt. Durch die leichte Kraftlinienverschiebung des Elementaren Hexagramms, war die magische Wirkung eingeschränkt und man konnte mit genügend Willenskraft die Illusion brechen. Feuchte Sumpfluft, fehlende Barrieren in Form von Fenster und Türen, hatten der Inneneinrichtung stark zugesetzt. Mehr als bröseliges Holz war nicht übriggeblieben. [Sinnesschärfe +] Auf dem Boden waren die schlammigen Fußabdrücke eines Menschen zu sehen, welche in den Turm hinein- und wieder hinausführten. In der Vorratskammer ließen sich nur noch die verrosteten Reifen ehemaliger Fässer auffinden. Die Möbel des Gästezimmers waren nur noch in Holzbröseln vorhanden. Es ging die Treppe hinauf. Die Festigkeit des metallenen Handlaufs testete man erst gar nicht.

    Das Jahr 2025 nimmt seinen Abschied und 2026 tritt mit schweren Stiefeln bereits gegen die Tür. Und die wird nicht mehr lange halten.


    Ich möchte mich auf diesem Weg bei der lese- und spielfreudigen Community für die geleistete Treue bedanken. Zwischenzeitlich hatten wir mehr als 169 000 Aufrufe. Und die Anzahl der Klicks pro Monat steigt weiter. Vielen herzlichen Dank für euer Interesse. Es freut mich, dass Aventurien ungebrochene Beliebtheit erlebt.


    Mit dem 215. Spieltag nahm das Jahr am 07.01.2025 seinen Anfang. Damals befanden sich die „alten Helden“ in einem belagerten Gehöft in Aranien. Der Sohn des Sultans von Baburien, wollte der Shahi ihr Kind entziehen. Die Kampagne der Splitterdämmerung in Aranien stellte auch das Ende für die gewohnte Heldengruppe dar. Die Charaktere genießen nun ihr neues Heim in Zorgan.


    Zwischenzeitlich haben wir den 260. Spieltag durchgeführt. Die Spieler bedienen sich nun neuen Charakteren. Niobaras verlängertes Vermächtnis wird im Regelkanon der 5. Edition gespielt. Bei den Spielern kommt das Konzept der Kampagnenverlängerung mit Hilfe von Kurzabenteuern gut an. Niobara führte und führt uns durch ganz Aventurien. Gerade befindet sich die Gruppe nordwestlich von Gareth, der Hauptstadt des Mittelreiches. Die Episode Wagenhalt ist etwas Besonderes, da der Handlungsort von Niobaras Vermächtnis (NV) identisch ist mit dem Handlungsort des Nebenabenteuers. Das macht den „Sandkasten“ etwas komplexer. Da die Gruppe Hinweise auf drei weitere Puzzleteile auf der Suche nach dem Erbe der Astronomin gefunden hat, lässt sich nicht genau sagen, in welche derische Richtung die Helden gezogen werden.


    Dass uns die Kampagne durch das gesamte Jahr 2026 begleiten wird, zeichnet sich ab. Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr.


    Man liest sich


    Hagen

    Nach dem Verlassen des Gebäudes legten die Helden sich mal eine Theorie zurecht. Yelina war es gelungen mit Hilfe der Spiegelpaste in eine andere Globule zu wechseln. Dort musste irgendwas ihre Krankheit ausgelöst haben, mit welcher sie wieder zurückkehrte. Als nächsten Schritt wollte man den Kontorschreiber ausfragen. Denn der gefundene Goldknopf deutete auf ihn als Täter. Beim Betreten des Stoerrebrandt-Kontors stand der Gesuchte wie gewohnt hinter seinem Pult und ging Schreibarbeiten nach. Die Kontorleiterin stand hinter ihrem Tresen. Imion und Thorn blieben an der Eingangstür stehen, um einen Fluchtweg zu verbauen. Sonea und Selhira traten an das Pult von Sequin heran. Mürrisch wehrte der Befrage jeden Kontaktversuch mit Verweis auf die viele Arbeit ab. Allerdings entging den beiden Geweihten nicht, die kleine Wunde an der Backe des Schreibers in Form eines Fuchskopfes und auch die offenen Unterarme zeigten Prellungen. Sonea sprach die Kontorleiterin auf den Mordverdacht hin an. Es gelang ihr die Leiterin davon zu überzeugen, sich zurückzuziehen, was die Kauffrau auch tat. Nachdem sie die Doppeltüren zum Lager durchquert hatte, verschloss sie diese von innen.


    Das Einrasten des Riegels machte auch Sequin klar, dass er sich nun nicht mehr herausreden konnte. Der Kampf begann. Selhira versuchte einen waffenlosen Angriff, Immion einen BLITZ DICH FIND, Sonea zog ihren Hammer. Thorn stand etwas verloren herum und fragte sich warum man auf einmal gegen den Schreiber loslegte. Sequin zog schnell seinen Dolch und mit einem präzisen Stich versuchte er sich die aufdringliche Sonea vom Leib zu halten. Anschließend blieb von ihm nur noch ein Flimmern in der Luft übrig. Die Kenntnisse in Magiekunde ließen vermuten, dass es sich bei ihm um einen Quitslinga, einen dämonischen Diener Amazeroths, handelte. Der Gestaltwandler hatte wohl den ursprünglichen Schreiber ersetzt. Was auch die bekannte Wesensänderung und die verschiedenen Kleider im Haus des Dämons erklärte.


    In der nächsten Runde patzte Selhira mit ihrem DÄMONENWALL, was sie nun zum dauerhaften Ziel der Kreatur machte. Soneas VERSTEINERUNG gelang, aber die Liturgie brauchte eine Zeit um zu Wirken. Thorn schoss vorbei. Imion beschloss den Dämon mit einen FULMINICTUS zu bekämpfen.


    Dritte Runde: Sonea beendete erfolgreich ihre Liturgie, Selhira zog ihren geweihten Rabenschnabel, erneuter FULMINICTUS durch den Waldelf. Sequins Dolch traf gerade wegen den beginnenden Versteinerung nicht. Thorn zielte, da der Dämon wieder verschwunden war.


    Vierte Runde: Sonea traf mit ihrem geweihten Hammer und verursachte etwas Schaden. Ein weiterer FULMINICTUS durch den Elfen, welcher nun ausgebrannt war. Thorns Ballestrina-Geschoss richtete als profane Waffe EINEN Punkt Schaden an (Rüstschutz des Dämons = 4). Selhira rief erfolgreich einen DÄMONENWALL herbei [der Schutzschild frisst alle normalen Angriffe des Dämons auf, bis seine Schutzpunkte aufgebraucht sind]. Der Quitslinga antwortete selbst mit einem FULMINICTUS gegen Selhira. Thorn musste abwarten, da der Dämon wieder verschwunden war. Zweite Runde Versteinerung.


    Fünfte Kampfrunde: Sonea übergab Selhira einen Heiltrank, Selhiras Rabenschnabel wurde durch den Dolch des Dämons pariert. Thorn schoss daneben. Der FULMINICTUS des Dämons scheiterte durch die Versteinerung (dritte Runde). Imion zog sein Rapier und näherte sich dem Kampf.


    Sechste Runde: Selhira trank den Heiltrank, Sonea musste abwarten, da der Dämon noch verschwunden war. Dessen letzter Dolchhieb traf nicht, dann fiel er versteinert zu Boden. Er wurde mit Soneas Hammer in kleine Brösel zerhackt, was nach der „Entsteinerung“ zu seinem Auflösen führte.


    Nach dem Kampf betrat die Kontorleiterin die Szene und übergab als Dank einen Heiltrank. Als sich die Helden das Grundstück des Schreibes und sein Haus nochmals bei Tag anschauten, fanden sie in einem Erdversteck im Garten vier Gegenstände, die man immer gut brauchen kann [zufällige Schatzkarten]: Heiltrank, Willenstrunk, Bannstaub, Waffenbalsam.


    Bei diesem Spielstand geht die Gruppe nun in die Weihnachts- und Silvesterzeit. Das nächste Treffen ist für den 06.01.2026 geplant.

    260. Spieltag (23.12.2025)


    Pünktlich erschienen die Helden an der Blutulme, an der Rohal aufgetaucht sein soll. Ende Tsa war es in der Nacht noch bitterkalt, deshalb hüllten sie die Helden in ihre Umhänge. Fast hatten sie schon aufgegeben, denn sie konnten in der Umgebung keine Bewegung feststellen, sahen sie aus dem Grabungsfeld mit Baustelle einen kleinen Humanoiden rennen. Der junge Mann war auf dem Weg zur Ulme. In seiner Hast stürzte er mehrmals, als er in der Nacht über das Grasfeld eilte. Schwer atmend erklärte er der Gruppe, dass er die Baumeisterin tot aufgefunden habe. Die Helden verlegten zum Auffindeort. Die Baumeisterin lag auf der Erde, ihr Spazierstock daneben. Unweit davon stand ein einsamer Baum. Die Borongeweihte sah sich den Leichnam an. Die Todesursache war auf den ersten Blick der Schnitt durch den Hals. Dann begann man die Leiche genauer zu untersuchen. In der Kleidung im Rücken stellte man mehrere Einstiche fest. Der Ring an der Hand in der Form eines Fuchskopfes hatte seltsame schwarze Antragungen. Um den Hals der Toten hing ein leeres Säckchen. Darin fand man die Reste von Sternenstaub, welcher auch ihre Handflächen silbern schimmern ließ. Außerdem war in dem Beutelchen ein kleiner leerer Zettel, der stark nach Zwiebeln roch. Mit seinen Kenntnissen in Alchemie, machte Thorn die Aussage, dass man mit Zwiebelsaft Botschaften schreiben kann, welche erst mit einer Hitzequelle sichtbar gemacht werden konnten. Ein paar Worte in Ingerimms Namen ließen bei Sonea eine kleine Flamme in der Handfläche erscheinen. Mit ihrer Hilfe wurden die Buchstaben sichtbar gemacht: GESPRÄCHE ROHALS IM TEMPEL. Im Umfeld der Leiche fand man einen goldenen Knopf, von der Machart, welche Sigrun von einer Weste im Haus des Kontorschreibers geschnitten hatte.


    Ein Held rannte zum Haus des Büttels, der nach mehrmaligem Klopfen mit zerzaustem Haar die Türe öffnete. Grimmig fragte er, in einen Umhang gehüllt, nach dem Grund des Weckens. Als er hörte, dass ein ermordeter Leichnam gefunden worden war, kleidete er sich an und ging mit zum Tatort. Er schaute sich nochmals um und fand einen Beutel mit getrockneten Blättern in einem Astloch am nahestehenden Baum. Die Helden und der Lehrling der Baumeisterin beugten sich über die Pflanzenreste, welche der Lehrling als getrocknetes Blutblatt identifizierte. Das wuchs hier überall und er hatte die Aufgabe die Grabungsstellen von diesem Unkraut zu befreien. Die Magier meiden den Kontakt mit der Pflanze. Warum konnte der junge Mann nicht sagen. Rote Hände bekam man davon jedenfalls nicht. Von der Baustelle wurde eine Trage besorgt. Bedeckt unter Selhiras Mantel brachte man den Leichnam zum Hesindetempel.


    Der Geweihte führte die Helden zunächst in den Keller. Dort gab es ein kleines Labor. Der dortige Steintisch war groß genug, um den Leichnam dort abzulegen. Man fragte nach einen schnellen Zugang zu Bibliothek, was der Geweihte erstaunt zur Kenntnis nahm, so mitten in der Nacht. Aber ein Todesfall brachte seltsames Verhalten mit sich. Er zeigte der Gruppe die Büchersammlung. Die 21 Bände „Gespräche Rohals des Weisen“ waren von Interesse. Da man nicht alle Bände dieser ellengroßen Bücher sichten wollte, untersuchte man die ganze Reihe nach Auffälligkeiten. Bei Band 5 wurde man fündig, denn er stand etwas aus der Reihe heraus. Beim Durchblättern entdeckte man einen weiteren Zettel: FINDE HYANONS TURM IM OSTEN. Der Hesindegeweihte konnte nur die bereits bekannten Ausführungen machen, dass sich in der Nähe ein Turm von Hyanon befinden soll, den aber Heerscharen von Magiekundigen und Forschern vergeblich gesucht hatten. Dem Geweihten war auch bekannt, dass Gebäude von Magiern gern an den Schnittpunkten von Kraftlinien errichtet wurden. So auch die, jetzt verfallene, Akademie von Rohal. Kraftlinien sind keine starren Gebilde, deshalb verschieben sich die Knotenpunkte mit der Zeit. Damit ließen es die Helden für den Tag bewenden und machten mal eine Pause.


    Die Ruhephase endete zur Mittagszeit und man hatte einen Termin mit der Spektabilität des Stoerrebrandt-Kollegs: Yeto Helmisch. Der beleibte 50jährige versuchte sein schütteres Haar durch geschicktes Kämmen der verbliebenen langen Haarsträhnen zu überdecken. Ihm war der Vorfall mit Yelina bekannt. Eine Ursache für die Krankheit kannte er jedoch nicht. Zu Hyanon wusste er, dass der Magier auf den Spuren des Dämonenbeschwörers Cyrianus Kalamal geforscht habe. Dieser Kalamal hat so um die 590 BF gelebt, zur Zeit der Magierkriege. Seine Spektabilität vermutete, dass der Turm durchaus auf magische Weise verborgen sein könnte. Dass der Turm sich in einer Globule befinden könne, hielt er für möglich. Dies erforderte aber ein hohes Maß an arkanem Können. Möglich, dass Hyanon als Erzmagier dazu die Fähigkeiten gehabt hatte. Die Spiegelpaste war auch ein Thema. Damit könne man kurzzeitig in eine andere Globule reisen, so man ein Portal für den Übertritt gefunden hat. Allerdings stellt die Ingredienz eines Staubbeutels einer Iribaarslilie eine bedeutende Hürde dar. Diese magische Sumpfpflanze lockte mit ihrem bezaubernden Duft die Leute zum Blütenstand. Anschließend zogen Tentakel die Beute unter Wasser. Aus der Pflanze konnte man ein Gift gewinnen. Die Akademie hatte keine Vorräte an den Staubbeuteln dieser Pflanze. Das Kontor konnte alles besorgen, wenn die Bezahlung stimmte und man etwas Zeit mitbrachte.

    Dann ging es ins Stoerrebrandt-Kolleg. Der dortige Magus begrüßte die Helden und zeigte sich nach Vorzeigen des Schreibens aus Gareth deutlich gesprächsbereiter. Für den folgenden Mittag wurde ein Termin beim Akademieleiter Yeto Helmisch gebucht. Ohne seine Erlaubnis durften sich die Helden nicht frei auf der Grabungsstätte bewegen. Es wurde auch der dauernde Zwist zwischen den beiden magischen Instituten angesprochen. Die Rohalswächter sahen in den Ausgrabungen ein Sakrileg an Rohals Erbe. Und wenn schon was gefunden wurde, hatte man es ihnen zu übergeben. Das Stoerrebrandt-Kolleg nahm dagegen eine eher weltliche Sicht ein. Das Grundstück war durch das Handelshaus erworben worden und auf seinem Eigentum durfte man grundsätzlich machen was man will. Der Magus erwähnte auch, dass der neue Sternenturm auf dem Fundament des alten errichtet worden war. Der Keller zeige einige alte Malereien. Man werde also das Alte so gut wie möglich mit dem Neuen verbinden.


    Auf der Baustelle traf man die Baumeisterin Ismena mit ihrem, Baupläne tragenden, Lehrling Gansbert an. Interessanterweise trug die Baumeisterin einen Gehstock aus Blutulmenholz. Die Baumeisterin war bestürzt über den Zustand von Yelina, einer guten Freundin von ihr. Deshalb habe sich Sequin um Auskunft ersucht und sich eine harsche Abfuhr eingehandelt.


    Während die Gruppe den Hesindetempel besuchte, beschloss Sigrun, die Baustelle und das Kontor etwas aus den Schatten zu beobachten.


    Der Hesindetempel, auch Haus der Blutulme genannt, war ein doppelgeschossiges Steinhaus mit moosgrünem Anstrich. Schlangensymbole zierten die Fensterläden und der ganze Stolz des Tempels war eine Skulptur der allweisen Göttin mit einem knienden und bittenden Rohal davor, welcher mit der Göttin sprach. Madaya te Ghune begrüßte die Helden. Sie gab den Zugang zu der ansehnlichen Bibliothek frei. Neben einer kompletten Ausgabe (21 Bände) der „Gespräche Rohals des Weisen“ fand man noch allerlei andere seltene Bücher. Hier konnte man sich tagelang vergraben. Pheliziats verschaffte sich ein paar Infos zu Rohal und Niobara. Der Zauberer stürzte die Priesterkaiser und übernahm selbst die Regierungsgeschäfte. In der Rohalszeit entstanden zahlreiche Gesetze, die auch noch heute Gültigkeit haben. Er war auch für die Gründung mehrerer Akademien verantwortlich. Er erlaubte die Gründung Visalts in der Nähe der Stelle, wo einst Bosparan stand. Deshalb war er auch im dortigen Stadtwappen zu sehen. Zwischen Rohal und Niobara muss es eine handfeste Liebschaft gegeben haben. Zur Sternenkundigen ließ sich erfahren, dass sie 511 BF in das Eherne Schwert reiste, in Begleitung von Rohal, um sich Rat bei Fuldigor, dem Drachen, zu holen. Sie gründete in Anchopal eine Akademie, welche 593 BF in den Magierkriegen zerstört wurde.


    Sigrun hielt geduldig Wache und konnte beobachten, wie der Lehrling Gansbert ein Schreiben in die Herberge trug und ohne das Dokument wieder zur Baustelle ging. Am Abend verfolgte sie Sequin von der Arbeitsstelle nach Hause. Dort wartete sie bis die Dunkelheit einsetzte, bevor sie über die Hintertür in das einfache Haus schlich. Sie hörte sich gespannt um und konnte nur Stille wahrnehmen. Niemand schien zu Hause zu sein. Die Schlafkammer war einfach. Im Schrank befanden sich Frauen- und Männerkleidung. Im Raum neben der Küche stand Geschirr mit noch feuchten Essensresten auf dem Tisch. In der Küche fand sie den Zugang zur Bühne. In den Schränken konnte sie nur einfache Nahrung auffinden, welche auf einen sehr spartanischen Geschmack des Bewohners schließend ließen. Auf der Bühne fand sie Kleiderkoffer, welche mit den unterschiedlichsten Moden gefüllt waren. Eine Gemeinsamkeit ließ sich feststellen. Alles hatte die gleiche Größe. Die goldenen Knöpfe einer Weste hatten es der Thorwalerin angetan. [Selbstbeherrschung, erschwert um den Goldgierwert, gescheitert] Sie schnitt die Knöpfe ab, nahm die Weste mit und versteckte sie auf dem Nachhauseweg. Wie Sequin das Gebäude, ohne gesehen zu werden, verlassen konnte, konnte die Frau aus dem Norden nicht feststellen.


    Die Gruppe fasste die Informationen zusammen. Mit den Kenntnissen in Magiekunde fand man ein Rezept für Spiegelpaste, wofür man Spiegelglas und Kürbiskernöl benötigte. Außerdem brauchte man noch Staub einer Iribaarslilie, Blutblatt, Spiegelmarmor und Quecksilber. Bei der sofortigen Besichtigung der Ruinen wurde dort wucherndes Blutblatt festgestellt. Die Pflanze war bei Magiern unbeliebt, da sie bei Berührung die Astralenergie absaugte.


    Dann verlegte die Gruppe in die Herberge, wo sie ein Schreiben der Baumeisterin erwartete. Sie wollte gegen Mitternacht ein Treffen an den Rohalsulme, da sie seltsame Dinge festgestellt hatte.


    Das Treffen wird am 23.12.2025 stattfinden.

    259. Spieltag (16.12.2025)


    ==Beginn Niobara Teil 4; Siegelbruch und Niobara laufen parallel====


    Bevor die Helden aus Weyring losritten, wurden die Proviantvorräte aufgefrischt [Preis 0,5 Silber pro Tag pro Ration]. Nach starken 6 Stunden Ritt, wobei Imion auf Thorn Wagen mitreiste, erreichte die Gruppe Wagenhalt.


    Mit 600 Einwohnern kein riesiger Ort. Alles überschaubar. Preraine, Hesinde, Travia und Aves hatte der Ort mit einem Tempel geehrt. Mit dem Ordenshaus der Rohalswächter und dem neu entstandenen Stoerrebrandt-Kolleg gaben sich zwei magische Institutionen die Ehre, was wohl an den Kraftlinien des Elementaren Hexagramms lag. [Damit lag die astrale Regeneration 1 Punkte über dem Normalwert]. Das Grabungsfeld der vergangenen Akademie lag in der Nachbarschaft des Stoerrebrandt-Kollegs. Ein neuer Turm zu Sternbeobachtung war bereits errichtet worden, was man an der noch strahlenden Blechkuppel erkannte.


    Die Helden bezogen in der Herberge „Beim Lindenschmied“ Quartier. Gänsetrude Lindenbaum gab erste Auskünfte an die neuen Gäste gern weiter. Der Kontorist Sequin hatte Yelina vor zwei Wochen am frühen Morgen auf dem Akademiegelände gefunden. Zusammen mit Hauptmann Kedio hat man die Verwirrte dann zurück zu den Rohalswächtern gebracht. Die Baumeisterin Ismena lebt in der Neustadt und wird während der Arbeitszeit immer durch ihren Lehrling Gansbert begleitet. Manchmal traf man die Baumeisterin auch im Hesindetempel an, wo die alten Mauern der Akademie verzeichnet waren. Wollte man doch so viel von der alten Struktur nutzen wie möglich. Der Kontorist Sequin war ein seltsamer Mann, er vergrub sich in letzter Zeit sehr in seine Arbeit und ging immer weniger unter die Leute. Zu guter Letzt machte die Wirtin noch auf ein örtliches Produkt aufmerksam: Lilien.


    Das war schonmal eine gute Grundlage für die weitere Planung. Bevor man den Tag beendete, suchte die Gruppe noch den Ulmenhain nördlich der Stadt auf. Der Legende nach soll Rohal dort aus einer Blutulme gestiegen sein, bevor er sein Wirken in Aventurien begann. Der Baum stand immer noch, ganze drei Personen mussten sich die Hände reichen, um den Baum zu umfassen. Auf dem Boden fand man einen armdicken Ast. Blutulmenholz gab einen sehr guten Grundstoff für Zauberstäbe ab. Man sagte ihm eine dämonenschädigende Wirkung nach. Also war das zwei Schritt lange Stück gut zu gebrauchen, man konnte daraus einen langen Stab oder zwei Knüppel anfertigen. Sigrun stieg auf den Baum und verschaffte sich einen Überblick von der Umgebung. Außerdem fand sich noch eine weitere Bruchstelle im Geäst, wo vor kurzem ein weiterer Ast abgebrochen war.


    Dann neigte sich die Sonne dem Horizont entgegen und man beschloss den Abend in der Schänke „Dorfkrug“ zu beenden. Imion spielte auf seiner Harfe und zog die Ohren der Anwesenden in seine Richtung. Als Dank bezahlte der Wirt der Gruppe die Zeche. Auch für den Folgeabend wurde eine Vorstellung gebucht. Damit hatte die Gruppe einen gewissen Bekanntheitsgrad in Wagenhalt erreicht. Freibier schmeckt besonders gut. Nur vertrug leider der Waldelf nicht den Gestensaft [Zechenprobe]. Der Wirt bat den nun lallenden Sänger von einer weiteren Vorführung seiner Sangeskunst Abstand zu nehmen.


    Nach dem Frühstück besuchten die Helden das Stoerrebrandt-Kontor. Über das Handelshaus liefen die gesamten Bestellungen der Baustelle. Sequin Bachental war in seine Bücher vergraben. Sigrun stellte sich vor sein Pult und blickte auf das Stehpult. Außer einer harschen Abfuhr mit Verweis auf die viele Arbeit erhielt sie wenig Informationen. Sequin gab an, die verwirrte Yelina auf dem Marktplatz angetroffen zu haben. Er hatte dann anschließend die junge Frau zu den Rohalswächtern begleitet. Jetzt habe er keine Zeit mehr, denn eine ganze Wagenladung Baustellenmaterial wartete auf seine Buchung. Die Kontorleiterin Verosja Jannerloff war offener. Man pflegt gute Kontakte zur Baumeisterin. Sequin galt als zuverlässiger Angestellter. Und Yelina hatte vor drei Wochen einen Handspiegel und Kürbiskernöl bestellt und erworben.

    258. Spieltag (09.12.2025)


    Die drei Höhlenspinnen hatten sich den Helden in der ersten Reihe als Ziel ausgesucht. In der ersten Runde kamen zwei heran und bissen zu. Selhira nahm den ersten Schaden und in ihren Adern breitete sich das Paralysegift der Spinnen aus. In das erste Tier schlugen die Bolzen und Pfeile von Thorn und Sigrun ein. Imion schoss leider daneben. Aber das reichte aus um die Spinne fliehen zu lassen. Mit einem Passierschlag von Selhira kam dann das Aus für das Tier.


    In der nächsten Runde wurde Selhira erneut von zwei Spinnen angegriffen, getroffen und musste sich zurückziehen. Einer Spinnen gelang noch der Passierschlag und so ging die Borongeweihte gerade noch lebend zu Boden. Phelizitas zog ihren Sklaventod und trat in die Bresche. Imion traf mit einem FULMINICTUS und verletzte die Spinne schwer. Zusammen mit Thorns Balestrinatreffer wurde auch sie in die Flucht geschlagen und erlag dem Passierschlag der Magierin.


    Die letzte Spinne wurde dann im gesamtheldlichen Zusammenspiel so viel Schaden zugefügt, dass sie davon rannte. Da man keine Geschosse verschwenden wollte, rannte das Tier quer über die gesamte Karte und versteckte sich in einem Kellerraum.


    Mittels Heilmagie und Zaubertränken, sowie Heilfähigkeiten in Sachen Gift, wurde die Borongeweihte wieder aktionsfähig gemacht. Phelizitas und Sigrun versuchten mit ihrer Tierkenntnis den beiden toten Spinnen die Giftbeutel herauszuschneiden [Tierkunde beides mal gescheitert]. Die Tiere waren so zerschlagen, dass hier nichts mehr zu holen war. Die 25 Rationen ungenießbares Fleisch pro Tier, weckte nicht das Heldeninteresse.


    Sigrud ging dann bis zur nächsten Gangkreuzung vor. Im Licht der Laterne erkannte sie, dass der angrenzende Raum aus mehreren Säulen bestand. Nach einer kurzen Absprache entschlossen sich die Kämpen den Säulenraum zu erkunden und das Spinnenversteck zu ignorieren.


    [Im Spinnenversteck hätten die restlichen drei Tiere des Rudels gelauert.]


    Der nächste Raum war für ein Kellergewölbe riesig. Zwei Reihen Säulen stützten die hohe Decke. In der Mitte des Raumes stand eine Statue. Im Laternenlicht zeigte sich deutlich ein Magier mit einer hohen Mütze, Rauschebart und Robe. Der ausgestreckte Arm zeigte mit dem Finger auf das Ende der Halle und in der linken Hand hielt er ein aufgeschlagenes Buch. Phelizitas kletterte die drei Schritt hohe Gestalt hinauf, um genau über den Finger zu peilen. Dabei fielen ihr Buchstaben und Worte in der Sprache Bosparans auf, welche auf die Buchseiten graviert worden waren. Sigrun ging ans Ende der Halle. Zuerst schälten sich im Laternenlicht bunte Stellen an der Wand aus der Dunkelheit. Bei voller Beleuchtung starrte die Thorwalerin auf eine Landkarte. [Geographie gescheitert] Wald war zu sehen, einige Orte und ein Hexagramm in dessen Mitte ein Baum wuchs.


    Während Sigrun versuchte das Gemälde zu entschlüsseln, begann Phelizitas des Text aus dem Buch vorzulesen:


    Nicht hier, sondert dort, an fernen Orten,

    wo Krone wurde aus Federn

    wo drei Herzens Stimmen sprechen,

    wo alte Flammen ruhen im Schlafe,

    wird der Weg euch gewiesen.

    Doch um dort es zu finden, geht zu den Linden.

    Folget nun des Fingers Zeigen,

    die Rätsel sich dort jedoch nicht zu Ende neigen.


    Bevor man sich um das Gemälde kümmern wollte, war die Entschlüsselung des Textes an der Reihe. [Hierzu mussten mehrere Proben auf Sagen/Legenden, Geschichte und Magiekunde abgelegt werden]

    Die Krone aus Federn blieb ein Geheimnis. Die sprechenden Herzen beziehen sich auf das Orakel von Altaia auf der Südseeinsel Altoum. Mit den ruhenden alten Flammen waren die Drachenkarfunkel im Keller der Akademie in Khunchom gemeint. Aber der Text wies darauf hin, dass zuerst der Ort auf der Wandkarte zu erkunden war. Also verlegten die Helden an das Raumende und untersuchten gemeinsam die Malerei. Es stellte sich heraus, dass es die Umgebung von Gareth zeigte. Bei dem Hexagramm handelte es sich um den Standort einer alten Akademie von Rohal im Ort Wagenhalt.


    Da es hier nichts mehr zu tun gab, trat man den Heimweg an. Die ortskundige Schmugglerin und die Karten aus dem Stadtarchiv traten ihre Wirkung und man erreichte wieder den Brunnenschacht. Wie angekündigt, hatte sich niemand an dem Seit vergriffen. Beim Klettern bedurften mehrere Mitglieder der Gemeinschaft Hilfe. Deshalb beschloss man die Bedürftigen am Seil hochzuziehen. Für den Waldelf war das Hochkletten keine Schwierigkeit. Sigrun stürzte ab und landete im Wasser. Wenn man schon mal nass ist, kann man auch tauchen. [Schwimmenprobe gelungen]. Die Schwimmerin erreichte den Schlick am Brunnengrund und griff hinein. Sie stieß auf einen lange, runden Stab. Mit etwas Kraft löste er sich aus dem Untergrund. Wieder am Tageslicht angekommen, hielt Sigrun eine alte verbogene Schaufel in der Hand. Der Stiel war unbrauchbar, aber das Blatt ließ sich nach etwas Arbeit wieder funktionsfähig machen. Beim zweiten Tauchgang fand sie eine alte Silbermünze. Nun versuchte sie erneut den Brunnenrand zu erklettern, was sie auch schaffte. Danach wurden alle Gefährten in das vergehende Licht des Tages gezogen. Die Schmugglerin verabschiedete sich und die Helden suchten ihr Quartier auf. Aber zuerst war es Zeit sich den muffigen Gestank des Untergrund in einem Badehaus aus den Haaren zu waschen und die Kleider einer Trockenreinigung zu unterziehen.


    Den Tagesausklang bildete der Besuch von Alrik im Madamal. Er zahlte das verabredete Handgeld aus und wies darauf hin, dass das Handelshaus Stoerrebrand in Wagenhalt gerade Ausgrabungen an den Alten Ruinen der Rohalsakademie durchführte. Dabei kam es zu Steitigkeiten zwischen der neu gegründeten Akademie von Stoerrebrand und den alteingesessenen Rohalswächtern.


    === Ende Niobaras Vermächtnis Teil 3; Beginn Siegelbruch (Dämonenmacht & Sternenkraft)===


    Im Gasthof wartete ein Brief mit dem Siegel der Schwert-und-Stab-Akademie auf die Helden. Saldor Foslarin, Spektabilität der Akademie, ersuchte die Helden um Hilfe. Es bedurfte ein paar Ermittler, welche sich um seltsame Begebenheiten in der weißen Akademie der Rohalswächter in Wagenhalt kümmern sollten. Die Helden sollten sich an der Pforte in Gareth bitte melden, falls Interesse bestand.


    Am nächsten Morgen klopfte man an die Akademiepforte und ein ältere Zauberer öffnete und fragte nach dem Begehr. Mit dem Schreiben in der Hand war dies auch kein Problem, auch wenn Bosper Sensendengler bei der schwarzmagischen Phelizitas gewissen Unmut verspürte. Im Empfangsraum wurden die Helden unter den wachsamen Augen von Sensendengler geparkt. Schlichtheit war hier Programm. Ein altes Regierungsgebäude, keine Gemälde, keine Verzierungen. Einfache, aber bequeme Möbel. Eine halbe Stunde dauerte es, dann trat eine 51jährige Magiern zu den Helden. Sie setzte sich und stellte sich als Jarlinde von Weißenstein-Pandlaril vor. Sie war bedeutend weltoffener als ihr Kollege. Trotzdem erkundigte sie sich nach dem Hintergrund der Helden. Hatte man schon mal Kontakt zur Räubern, Orks oder ähnlichem Gesindel? Warum hatte man sie nicht der Gerichtsbarkeit übergeben? Gab es Kontakte zu Ungläubigen und warum reiste man mit einem Waldelfen durch die Lande? Wären die Gefährten in der Lage einen heiligen Eid darauf zu schwören, dass sich der Elf wohl verhielt? Da die Helden für Gold arbeiten würden, würden sie jeden Auftrag annehmen, wenn der Preis stimmte? Die Helden beantworteten die Fragen zufriedenstellend und wurden in das Büro von Saldor Foslarin geführt.


    Foslarin war es gewohnt Anweisung zu erteilen, das spürte man gleich. Die Einweisung in die Lage erfolgte kurz und knapp. Die Rohalswächterin Yelina Glimmerdiek war plötzlich dem Wahnsinn verfallen. Foslarin war im Besitz einer Handschrift des Erzmagiers Hyanon, welcher bei Wagenhalt einen Turm besessen hatte. In der Handschrift wurde von einer ähnlichen Krankheit berichtet. Der Turm des Erzmagiers ist bislang noch nicht gefunden worden, obwohl er in der Nähe von Wagenhalt gestanden hatte. Die Helden haben 14 Tage Zeit das Rätsel zu lösen, dann werden sich die Noioniten mit der Krankheit befassen. Da die Ermittlungen die Helden in die Zwistigkeiten zwischen dem grauen Stoerrebrand-Kolleg und dem weißen Ordenshaus der Rohalswächter hineingeraten, wäre diplomatisches Fingerspitzengefühl angesagt. Als Entlohnung winkten 25 Dukaten für jeden und einmalig 5 Dukaten für Kost und Logis.


    Die Helden machten sich auf den Weg und legten in Weyring eine Tagesrast ein. Trotz aller Mühen konnten keine wichtigen Informationen im Gasthof erlangt werden.


    Das nächste Treffen findet am 16.12.2025 statt.

    257. Spieltag (02.12.2025)


    ==Beginn Niobaras Vermächtnis Teil 3: In den Händen des Weisen==


    Nachdem die Helden wieder ihre volle Kraft erlangt hatten, wurden sie durch einen Ortskundigen durch das Hügelland auf die Straße nach Greifenfurt geführt. Der Weg führte durch ein kleines Wäldchen. Auf einmal drangen die Töne eines Saiteninstruments an die Ohren der Helden. Die Melodie vereinigte sich mit dem Rauschen der Blätter zu einem harmonischen Lied. Die Klänge wurden immer lauter und schließlich trat man auf eine kleine Lichtung. Dort saß der Musikant auf einem kniehohen Stein. Seine Augen waren geschlossen und er gab sich seiner Musik hin. Die Helden grüßten ihn und der Fremde öffnete die Augen. Man musste schon blind sein, um nicht zu bemerken, dass man einen Waldelfen vor sich hatte. Imion Wipfelglanz grüßte mit der elfischen Formel zurück. Bei seiner langsamen Sprechweise, hatten die Helden den Eindruck, dass der gute Mann irgendwas eingeworfen hatte. Doch es stellte sich bald heraus, dass das wohl sein normales Sprechtempo war. Der Legendensänger wollte sich die größte Stadt Aventuriens ansehen. Da die Helden auch diese Zielrichtung hatten, schloss man sich zusammen.


    Die Reise ging zunächst nach Greifenfurt, dann ein kurzes Stück westwärts, bevor man dem Lauf der „Breite“ südlich bis Steinbrücken folgen konnte. Jetzt ging es ostwärts auf der gut ausgebauten Reichsstraße direkt nach Gareth. Ganze 170 000 Personen zählte die größte Stadt des Mittelreiches. Hier bekam man Alles. Die Wachen an dem Stadttor hatten gar nicht die Kraft jeden Besucher genau zu untersuchen, zu groß war den Personenstrom. Die „Greifenstube“ hatte genügend Schlafplätze und in den unterkunftseigenen Ställen konnte man Thorns Werkstattwagen und die eigenen Pferde unterbringen. Am Nachmittag suche man das Stoerrebrand-Kontor auf. Emmeran konnte den Brief seiner Schwester nicht selbst entgegennehmen. Ein Sekretär nahm das Schreiben in Verwahrung und zahlte auch das Handgeld von 150 Silber pro Person aus. Nun machten sich die Helden daran, sich etwas in der Stadt umzuschauen. Die Stadt der 100 Tempel. Hier gab es für jede Glaubensrichtung einen Götterort. Kaiserin Rohaja residierte für gewöhnlich in der Alten Residenz, die Neue lag ja in Trümmern. Das traf aber nur dann zu, wenn seine Hoheit nicht mit ihrem Hofstaat durch die Provinzen zog. Zu den Tempeln gesellten sich noch zwei Kriegerschulen und zwei Akademien der Zauberkunst. Beide Zauberschulen von weißen Philosophie. Das Sumpfgebiet der Dämonenbrache wurde durch die Trümmer der Fliegenden Festung verziert.


    Als die Helden in ihr Quartier kamen, wartete eine Nachricht auf sie. Ein „Alrik“ hatte das Schreiben hinterlassen. Mit einem süffisanten Lächeln erklärte der Wirt den Landeiern, dass sich mit diesem Namen jeder Anonymus tarnte. Und man tat wohl daran, nicht näher nachzufragen. In besagtem Schreiben wurden die Helden in die Schänke Madamal eingeladen. Nun wusste man, wo man den Rest des Abends verbringen würde.


    Die Schänke mit ihren geschwärzten Fenstern machte jedem klar, dass man hier Geschäften nachging, die man nicht der Öffentlichkeit aussetzen wollte. Nachdem man dem Türsteher die Waffen übergeben hatte, Standeswaffen wurden nicht eingezogen, ging es in ein kleines Hinterzimmer. Alrik saß mit dem Rücken an der Wand, der Tür gegenüber, und bat die Helden an den großen runden Tisch. Er lud die Ankömmlinge auf seine Kosten auf ein Getränk ein. Er gab sich als ein Vertreter des Hauses Stoerrebrand zu erkennen. Und bot einen Auftrag an. Das Handelshaus war in den Besitz eines Dokumentes gekommen, das der Entschlüsselung bedurfte. Er bot 190 Silber [150 Grundwert + 40 Bonus wegen 2 Quali-Stufen (QS) auf Handeln]. Ein Zeitlimit gab er nicht vor. Da die Helden gerade nichts Besseres zu tun hatten, stimmten sie zu. Das Pergament lag auf dem Tisch. Mit kundiger Miene wurde das Blatt selbst untersucht [Proben auf Holzbearbeitung]. Das Ding war steinalt, die 500 Jahre hatte es sehr gut überstanden. Nun zum Inhalt:


    Mauern einst aus Stein erbaut, Wissen dort gehütet liegt.

    Verborgen wird sein lange Zeit, Ort an dem ich´s niederschrieb.

    Wohin ich, der Weise, zeige, folget dem Pfad, und sucht geschickt.

    So wird der Himmel offen steh´n, zu sehen, was sich viele fragen, wohin wird führen euch die Zeit.


    Phelizitas fertigte gleich eine Kopie an. Der Weise musste Rohal sein. Der Fingerzeig wohl eine Statue oder ähnliches. Mauern aus Stein war wohl ein Hesindetempel oder eine Bibliothek. Nun galt es erst mal die Statue zu finden, dann konnte man dem Fingerzeig folgen.


    Am nächsten Tag heuerten die Helden Alrik Gnitzenbichler an. Dieser Alrik hatte wohl sehr erfinderische Eltern gehabt. Denn das war sein wirklicher Vorname. Er führte die Gruppe zu zahlreichen Statuen von Rohal dem Weisen. Es waren erstaunlich viele. Mal lag ein Buch in seiner Hand, mal die Hand am Kinn in Denkerpose, aber eine richtige wegweisende Gesten konnte man nicht entdecken.


    Also mal in den Geschichtsbüchern gekramt. Rohal war ein Frühaufsteher, er liebte es die schwierigsten Denkaufgaben im Licht des beginnenden Tages zu erledigen. Als Zauberer war er an der Bewahrung von Wissen interessiert und hatte zahlreiche Bibliotheken gegründet. Von einer waren nur noch die Grundmauern übrig geblieben und man hatte kurzerhand die Steine eingeebnet und einen Stadtpark darauf errichtet. Neu-Gareth stand praktisch auf den Mauern von Alt-Gareth, welches wiederum auf der Basis von Uralt-Gareth stand. Es war also nicht ungewöhnlich, dass man die Häuser auf den Kellern oder den Resten der Vorgänger erbaute. Gnizenbichler gab zu bedenken, dass es immer noch Zugänge zu den alten Kellern und Katakomben gab. Aber da hinab traute sich nur zwielichtiges Gesindel und er hatte keine Lust mit aufgeschnittener Kehle in der Dunkelheit vor sich hin zu modern. Aber er konnte einen Kontakt zu einer Streunerin herstellen, die für Geld Touristen in den Untergrund führte.


    Bevor es hinabging, beschaffte man sich ein paar Karten der vorangegangenen Gareths, in der Hoffnung in der Dunkelheit gewisse Straßenläufe nachvollziehen zu können. Die Streunerin kam mit einem Seil zum Treffpunkt und führte die Helden zu einem Brunnen im Garether Südquartier. Die Helden blickten in das dunkle Loch zwischen dem Mauerring. Ein kleines Dächlein schützte die Öffnung und daran konnte man prima ein Seil befestigen. Die Führerin schwor alle Eide, dass es hier in der Umgebung keine Witzbolde gäbe, die auf die Idee kämen, zahlende Touristen im Untergrund verrecken zu lassen. Denn es gäbe ein paar aufmerksame Bürger, die dafür sorgen würden, dass die Witzbolde die Tiefe des Brunnens im freien Fall erkunden würden, um anschließend das Seil wieder heraufzuholen.


    [Die erste Probe auf Klettern diente dem Sieg über die Höhenangst. Die schafften alle. Die zweite Probe beschäftigte sich mit dem Abstieg. Hier versagte Phelizitas. Auf ein Schicksalspunkt (Schips) half da nicht. Ungeschickte Magier halt.]

    Das Seil glitsche ihr durch die Hände und ab ging es in die Tiefe. Statt einem trockenen Knacken vernahm man einen platschenden Aufschlag. Wenigsten konnte die Zauberkundige im Vorbeifall noch den Durchgang in der Brunnenwand feststellen, der sich jetzt 2 Schritt über ihr befand. Der Rest der Gruppe gelangte trockenen Fußes in das Gangstück und holte [mit einer Probe auf Kraftakt] die triefende Magiern ins Trockene. Auch wenn die Landung weich war, hatte die Al´Anfanerin einiges an Fallschaden [6 Schritt mal W6; -4 für Wasseraufprall; -QS Körperbeherrschung] eingesteckt.


    Die Reise ging durch das Ganggewirr. Dank der Ortskenntnis der Streuerin und dem mitgeführten Kartenmaterial verirrte man sich nicht. Man ging eine Treppe hinunter und landete in einem Raum. Wohl ein Brunnen oder ein Schwimmbad. Das Wasser warf das Fackellicht grünlich in den Raum und verpasste der Örtlichkeit einen unheimlichen Schimmer. Langsam ging die Gruppe am Beckenrand entlang. Sonea und Thorn machten die Vorhut. Die Waffen waren gezogen. Der Platz bot sich für einen Hinterhalt an. [Sinnesschärfeprobe -1 für die vordersten Helden] Ein feiner Faden spannte sich zwischen den Kellerräumen durch den Gang. Ein leichtes Aufblitzen im Fackellicht hatte ihn verraten. Vorsichtig näherte sich Sonea der Stelle. Durch Herumschwenken der Fackel konnte sie ein ganzes Gespinst feststellen.


    [Probe auf Tierkunde] Höhlenspinnen, bis zu 0,5 Schritt hoch, 1,60 Schritt lang, Paralysegift, ihr Revier durchmaß 50 Schritt. Ein Bau beherbergte maximal 6 Tiere.


    Ein bisschen zündeln schadet nie. Zumindest war man dann das Netz los. Dafür weckte man aber die drei Wächterinnen.


    Am 09.12.2025 geht es gegen die Krabbeltiere.