Nach der Befragung durch die Stadtwache trennten sich die Wege der Reisenden. Die Helden erkundeten auf der Suche nach einer Unterkunft die Weiße Stadt. Die Herrschaftsgebäude waren in weißem Marmor verkleidet und der Rest der Stadt hatte seine Tünchung farblich angepasst. Daher der Name. Die Spuren des Oronischen Reiches waren noch nicht ganz beseitigt worden. Das beste Haus am Platz, der „Elburische Hof“, war preislich zu teuer, obwohl die Qualität passte. Aufgrund dem Fehlen derselben, wurde der gegenüberliegende „Sultanshof“ abgelehnt. Man fand eine Bleibe im Hotel „Alt-Barun“, welches ein angemessenes Preis-Leitung-Verhältnis hatte. Auf dem Weg dorthin fiel den Helden ein kleiner Junge auf, welcher den Helden offensichtlich folgte. Der Beobachter drückte sich in die Schatten und spielte den Unbeteiligten. Isha setzte ihre Sprachkenntnisse in Füchsisch ein und schaute auf die Reaktion des Jünglings [Menschenkenntnis Patzer – Doppel20]. Was erdreistete sich der Junge, keine Antwort zu geben. Er musste die Nachricht doch gesehen habe. Schließlich versuchte Isleif einen Kontaktversuch. Er sprach den Jungen einfach an. Der stand zunächst unschlüssig da. Flucht oder Auftrag? Da keine unmittelbare Gefahr bestand, blieb er einfach stehen und wartete ab. Die Helden kamen zu der Einsicht, dass es wohl unerheblich ist, von einem Menschen verfolgt zu werden. Zu viele Gruppen konnten Interesse an der Unterkunft von Fremden in der Stadt haben. Als die Helden am frühen Abend aus dem Hotel kamen, war der Junge weg. Den Abend verbrachte man im Spielhaus „Sternenhort“, wo es Isha belang 17 Dukaten zu erspielen. Als die Helden zurückkamen, wartete eine Nachricht auf sie. In einem blanken Papierbogen befand sich eine Zeichnung aus Pfeilen und einem Treppensymbol. Die geschwungene Schrift sagte nur aus, dass man sich auf dem richtigen Weg befände. Keine Unterschrift. Da die Helden die Schrift von Khelbara nicht kannten, konnten sie den Brief der Frau nicht mit Gewissheit zuordnen. Möglicherweise gab es noch einen weiteren Mitspieler im Tanz der Schleier. Für diesen Tag war es genug und man ging schlafen.
Am nächsten Morgen, machte man sich auf den Weg zur ehemaligen „Schule der Schmerzen“. Die oronische Magierakademie war in das „Haus der rettenden Hand“ gewandelt worden. Die Helden wurden von Sahib Ulaman gegrüßt. Der Rashduler erkannte, dass er keine Gewöhnlichen vor sich hatte. [Sozialstatus 9+ war gefordert]. Deshalb gewährte er nach einem ausführlichen Gespräch den Helden Einsicht in die Archive. Die Nachforschungen brachten folgendes Wissen zutage:
- Iphemia (Sultana von Elburum) ist in den letzten Jahren zur Jägerin der Oroner geworden. Sie spendete große Summen für den Wiederaufbau von Straßen und des Rahjatempels.
- Feuerschlick schwimmt jedes Jahr vor der Küste von Elburum. Im Hesinde-Tempel wird der Schleim zu einer Essenz verarbeitet (Der Heiler riet jedoch vom Gebrauch derselben ab, da sich eine Abhängigkeit einstellen konnte). Deliah Alama (Hohe Lehrmeisterin der Hesinde) sei angeblich danach süchtig. Die Essenz wird meist von Ilaristen und anderen Hesinde-Sektierern verwendet.
- Khelbara war hier bekannt. Die Heilerin hielt sich wohl in der Stadt auf. Während ihrer Ausbildung in der Schule der Schmerzen, hatte sie wohl manche Schandtat begangen (wie wohl alle die hier gewirkt haben). Welche genau war wohl nicht bekannt. Den Magierin war der Umgang mit Folter, als auch das Ertragen von Schmerzen antrainiert worden. Die Zauberkundigen der Akademie waren für ihre Schmerzunempfindlichkeit berühmt. Die Gerüchte behaupten, dass einige von ihnen sogar die Fähigkeit für einen Blutrausch besitzen. Nun mag man sich das Bild eines Zauberkundigen vorstellen, der im Beserkerrausch seinem Gegner den Zauberstab um die Ohren haut. Im Verbindung mit Blutmagie (Verbotene Pforten) ergeben sich erstaunliche Möglichkeiten. Jedenfalls hatte Khelbara in letzter Zeit verschiedene Quellen gesucht, die sich mit Donation, Heilmagie, dem Geheimnis der Unsterblichkeit und ähnlichen Dingen beschäftigen.
- Donation war ein bekennender Anhänger Borbarads und Leiter der früheren Akademie gewesen. Seine Bücher befassten sich mit manch ketzerischer These und waren Lehrwerke für Schwarzmagier. Während einer kurzen Phase, hatte er im Pfauenpalast gewohnt und Teile des Bauwerks nach seinen Wünschen umbauen lassen. Seine Motive hierzu waren unbekannt.
- Der Pfauenpalast hatte seinen Namen von den dort lebenden Tieren, die für Schönheit standen. Donation soll einer der größten Verehrer der Tiere gewesen sein und selbst ein Dutzend der Tiere gehalten haben. Der Palast soll viele geheime Räumlichkeiten haben, die nicht einmal der Sultana alle bekannt sind. Was die Helden jetzt nicht verwunderte. Welcher Herrscher beschäftigt sich schon mit jedem „unwichtigen“ Detail seiner Räumlichkeiten. Der Palast als System muss nach seinen Wünschen funktionieren. Wie und warum ist nur wichtig, wenn es nicht klappt.
Soviel Recherchearbeit machte hungrig. Deshalb beschloss man auf der Esplanade des Friedens eine Kleinigkeit zu sich zu nehmen. Die redselige Burka bearbeitete mit ihrem langen scharfen Messer einen sich drehenden Fleischspieß und schob die abgehobelten Fleischfetzen dann in ein Fladenbrot. In ihrer unernsten Art machte sie sich über Isleif lustig und fragte nach, ob er ganz allein die Stadt erobern wolle und wo der Rest seiner Piratenmannschaft sich versteckt habe. Isleif antwortete darauf, dass irgendjemand so was wie Kultur in den Süden bringen muss und stimmte eine frohes Lied an [Gesangsprobe kritischer Erfolg – Doppel1] Die Klänge aus dem Norden zogen die Leute an wie ein Magnet. Burka machte mit ihrem Stand das Geschäft ihres Lebens. Isleif erhielt ,neben seinem Kebap, auch noch ein Handgeld von 17 Silbertalern.
Mit vollem Magen und Geldkatze wollte man es sich in einem Bad gutgehen lassen. Ein Werber der Dame Farissa Namah versprach Erholung, Labsal und Entspannung in dem Badehaus. Mit dem ausgehändigten Flyer, war, nur heute (zwinker, zwinker), der Einlass für ein Stück Silber zu haben. Das Angebot konnten sich die Helden nicht ergehen lassen. [Regeneration +1 LeP und AsP]. Damit war auch dieser Tag vorbei.
Das nächste Treffen findet am 21.05.2024 statt.